win2day BVT Austria: Drei rotweißrote Teams bei WM in Adelaide / Video-Talk

  • 11. November 2025

Vom 14. bis 23. November 2025 findet in Adelaide (Australien) die FIVB Beach Volleyball World Championships statt. Österreich ist mit drei Duos des win2day Beach Volleyball Team Austria vertreten: Dorina und Ronja Klinger sowie Timo Hammarberg/Tim Berger und Christoph Dressler/Philipp Waller haben sich für das prestigeträchtige Turnier qualifiziert – ein starkes Zeichen für die kontinuierliche Leistungsentwicklung im österreichischen Beachvolleyball.

ÖVV-Damen-Coach Tie Santana blickt dem Saisonhöhepunkt mit Zuversicht entgegen: „Es ist einmal mehr eine große Freude, Österreich bei einem der bedeutendsten Turniere der Welt zu vertreten. Diesmal ist die Situation aber eine andere als in Tlaxcala 2023, als wir uns in einer sehr frühen Phase unter meiner Leitung mühsam qualifizieren mussten.“

Der Brasilianer betont, dass 2025 ein Jahr der Stabilisierung und Reife gewesen sei: „In dieser Saison lag unser Fokus darauf, unsere Spiel-DNA zu festigen – also unsere eigene Art zu spielen – und unabhängig vom Gegner wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir wollten mentale Stabilität und taktische Konstanz erreichen, und das ist uns gelungen.“

Santana zeigt sich mit der bisherigen Entwicklung zufrieden: „Die Saisonbilanz fällt positiv aus. Wir haben die Qualifikation über das Ranking geschafft, und obwohl wir in Australien keinen Druck verspüren, wollen wir bestens vorbereitet antreten. Ich glaube, dass wir ab dem 14. November bereit sind, mit allen Gegnern auf Augenhöhe zu kämpfen – und wer weiß, vielleicht schaffen wir es, bei unserer zweiten Weltmeisterschaft noch weiter zu kommen.“

Nach dem letzten Turnier in Kapstadt verlegte das Damenteam seine Vorbereitung nach Perth, um sich optimal an das australische Klima anzupassen: „Wir wurden dort großartig aufgenommen und fanden hervorragende Bedingungen vor – Top-Courts, Fitnessmöglichkeiten und ein Umfeld, das jenem in Adelaide sehr ähnlich ist. Das war eindeutig die richtige Entscheidung. Momentan befinden wir uns in der letzten Phase der Vorbereitung, arbeiten intensiv an technischen und physischen Details. Dori und Ronja geben wirklich 200 Prozent, um bei der WM ihre beste Saisonleistung abzurufen.“ Der härteste Prüfstein für Dorina und Ronja Klinger wartet in Pool K mit den Schweizerinnen Anouk und Zoé Vergé-Dépré. Die weiteren Gegnerinnen der Klingers sind die australischen Lokalmatadorinnen Elizabeth Alchin und Georgie Johnson sowie die Außenseiterinnen Crismil Paniagua und Julibeth Payano aus der Dominikanischen Republik.

Olejnak: „Der Aufstieg aus der Gruppe ist absolut machbar“

Auch bei den Herren ist die Stimmung positiv. Teamchef Martin Olejnak berichtet: „Wir sind gut in Adelaide angekommen. Der Zeitunterschied zu Österreich beträgt 9,5 Stunden, also heißt es zunächst: Jetlag bekämpfen. Parallel trainieren wir mit internationalen Teams, um in den Wettkampfrhythmus zu kommen.“

Für Dressler/Waller beginnt die WM am 14. November mit dem Match gegen das deutsche Duo Pfretzschner/Winter. „Die Deutschen sind zwar höher gesetzt, aber die Leistungen unserer Jungs bei den letzten Turnieren stimmen zuversichtlich“so Olejnak. Weitere Gegner in Pool E sind die polnischen Topstars Bryl/Łosiak (16.11.) und die chinesische Paarung Wang/Du Hongjun (17.11.). „Unser Ziel ist klar: den Aufstieg aus der Gruppe schaffen, ohne über die Lucky-Loser-Runde zu müssen – also Platz eins oder zwei. Das ist definitiv machbar.“

Die Youngsters Hammarberg/Berger starten einen Tag später, am 15. November, gegen Haussener/Friedli (SUI). „Wir gehen als Favoriten ins Spiel, müssen aber konzentriert bleiben – die Schweizer haben heuer mehrfach starke Resultate gezeigt.“ Es folgen Duelle gegen Kuba (Gómez/Veranes), ein weitgehend unbekanntes Team, sowie gegen die topgesetzten Kataris Ahmed/Cherif, die zuletzt zwei Turniersiege in Serie feierten. „Auch hier ist das Ziel, die Gruppenphase ohne Lucky-Loser-Runde zu überstehen. Ab dem 19. November beginnt dann die K.o.-Phase – da zählen Tagesform, starke Nerven und ein bisschen Losglück.“

Olejnaks Fazit„Ich wäre sehr zufrieden, wenn wir am Ende eine Top-5- und eine Top-10-Platzierung erreichen. Das wäre ein großartiges Ergebnis für den österreichischen Beachvolleyball!“

Beach Volleyball WM 2025 Talk: Christoph Dressler & Philipp Waller und Timo Hammarberg & Tim Berger

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Adelaide 2025