Vier ÖVV-Duos bei 4*-Turnier in Gstaad im Hauptbewerb

  • 6. Juli 2021

Seit Dienstag geht in Gstaad (SUI) das letzte 4* FIVB World Tour-Event 2021 in Szene. Während Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig und Martin Ermacora/Moritz Pristauz aufgrund ihres Rankings erst mit Beginn des Hauptbewerbs ins Geschehen eingreifen, konnten sich Robin Seidl/Philipp Waller und Clemens Doppler/Alex Horst erfolgreich durch die Qualifikation kämpfen.

Beide Teams hatten in der ersten Runde ein Freilos und damit nur ein Spiel zu bestreiten. Seidl/Waller setzten sich gegen die US-Amerikaner Chase Budinger/Casey Patterson souverän 21:8, 21:17 durch. Doppler/Horst mussten bei nur 18 Grad und starkem Regen wesentlich härter kämpfen. Die Vizeweltmeister 2017 bezwangen nach Abwehr eines Matchballs Samuele Cottafava/Jakob Windisch aus Italien 18:21, 21:17, 15:11. „Wir haben in Gstaad schon alles erlebt, es hat sogar schon mal geschneit. Aber ohne Zuseher, unter 20 Grad und Schüttregen, da braucht man schon sehr viel Motivation, um Vollgas zu geben. Im ersten Satz haben wir zu viele Fehler im Side-Out gemacht. Der zweite Durchgang war bis 20:20 offen, dann haben zwei Eigenfehler der Italiener den Satz gerettet. Auch der dritte Satz war bis 10:10 offen. Vielleicht war es die Routine, die uns da durchgetragen hat, denn besonders gut waren wir heute nicht“, resümierte Horst. So sah es auch Doppler: „In den engen Phasen hatten wir den längeren Atem. Aber schön anzusehen war das sicher nicht, der Ball war total glitschig und unangenehm zu spielen.“

Julian Hörl/Moritz Kindl verpassten hingegen den Aufstieg in die Gruppenphase. Zwar gewannen die beiden in Runde eins gegen die Franzosen Youssef Krou/Olivier Barthelemy 18:21, 21:17, 15:11, konnten aber am Abend verletzungsbedingt gegen das deutsche Duo Alexander Walkenhorst/Sven Winter nicht antreten. Kindl sprang in Gstaad für Laurenz Leitner ein. Der 21-Jährige zog sich am vorletzten Wochenende beim Austrian Beach Volleyball Tour Pro 120-Event in Unterach am Attersee eine Knorpelabsplitterung und einen Bluterguss unterhalb der rechten Kniescheibe zu und muss vier bis sechs Wochen pausieren.

Am Mittwoch startet der Hauptbewerb mit den ersten Gruppenspielen. Nach der verpassten Olympia-Qualifikation hat Österreichs Damen-Topteam Schützenhöfer/Plesiutschnig den Fokus voll auf die Heim-Europameisterschaft in Wien (11. bis 15. August) gerichtet. „Das ist ein ganz großes Highlight, bei dem wir alles geben wollen“, erklärt Schützenhöfer und Plesiutschnig ergänzt: „Es bringt auch nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, wir müssen weiter trainieren und es besser machen.“ Das Turnier in Gstaad ist die perfekte Gelegenheit, Selbstvertrauen zu tanken.

SPORTLIVE/PM