powerfusion VL Men: Union Waldviertel dreht packendes NÖ-Derby gegen Amstetten

  • 10. Januar 2024

Union Raiffeisen Waldviertel war Mittwochabend als klarer Favorit ins Niederösterreich-Derby gegen VCA Amstetten NÖ gegangen. Doch die drittplatzierten Nordmänner standen im powerfusion Volley League-Duell mit dem Tabellenachten lange auf verlorenem Posten. Erst mit dem Rücken zur Wand fand URW in ihrer Heimhalle in die Spur und drehte noch die Partie. Nach 137 Minuten hieß es 3:2 (21:25, 20:25, 25:22, 25:16, 17:15) für die Hausherren. Die Mostviertler führten im Tie-Break 14:12 und hatten auch noch einen dritten Matchball, Waldviertel verwertete hingegen seinen ersten. Topscorer waren Krzysztof Gulak (19), Niklas Stooß (18) und Koendert Daan Streutker (13) bzw. Kirill Krasnevski (19), Maximilian Schober (17), Samuel Jackman und Yousri Anegay (je 15).

URW-Co-Trainer Michal Peciakowski: „Wir haben heute zwei verschiedene Spiele und zwei verschiedene Gesichter unserer Mannschaft erlebt. Am Anfang hat bei uns sowohl technisch als auch als Team gar nichts funktioniert. In den drei gewonnen Sätzen haben die Spieler gezeigt, was wir von ihnen erwarten.“

VCA-Sportdirektor Michael Henschke: „Die ersten beiden Sätze waren nach dem Volleyball-Lehrbuch. Wir haben alles gemacht, wie wir uns das vorgenommen hatten und die Waldviertler taktisch vorgeführt. Bis Mitte des dritten Satzes lief noch alles okay, dann kamen die Waldviertler zurück in die Partie. Wir haben einen Riesenschritt gemacht, aber uns für die Leistung nicht belohnt. Das ist eine Enttäuschung.  Wenn du die Chancen nicht wahrnimmst, dann gehst du auch nicht als Sieger vom Feld.“

Waldviertel gastiert am Samstag bei TJ Sokol V/Post SV Wien (19 Uhr), Amstetten empfängt mit VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt (18:30 Uhr) den unmittelbaren Kontrahenten im Kampf ums letzte Playoff-Ticket. Das Topspiel lautet SK Zadruga Aich/Dob gegen TSV Raiffeisen Hartberg (19 Uhr). In der Hinrunde feierte der Tabellenzweite einen souveränen Heimsieg, diesmal wollen die Bleiburger den Spieß umdrehen. „Aich/Dob hat zuletzt eine starke Siegesserie hingelegt und ist zu einem Kollektiv zusammengewachsen. Sie werden sicher besser auftreten als im Oktober. Wir können aber jeden in der Liga schlagen, was wir ja auch schon eindrucksvoll bewiesen haben. Wir werden unser Bestes geben und auch wieder erfolgreich sein“, gibt sich TSV-Libero Maximilian Bruchmann zuversichtlich. Fest steht, dass diese Teams einander in der JUFA-Arena nicht zum letzten Mal in dieser Saison begegnen: Zumindest im Austrian Volley Cup-Finale am 24. Februar in Hartberg wird man noch einmal die Klingen kreuzen. Am Tabellenende steht VBC TLC Weiz, auf den achten Platz fehlen allerdings nur zwei Punkte. Samstagabend empfangen die Steirer den Sechsten, UVC McDonald’s Ried (19.30 Uhr).

Im ersten von zwei Sonntagsspielen gastiert Titelverteidiger und Tabellenführer HYPO TIROL Volleyballteam beim UVC Holding Graz (15.30 Uhr). Die in der Liga noch ungeschlagenen Innsbrucker gewannen am vergangenen Samstag gegen Aich/Dob in drei Sätzen, präsentierten sich dabei überaus solide. Graz spielt einen guten, aber eben nicht überragenden Grunddurchgang, daher ist der Meister auch im Raiffeisen Sportpark zu favorisieren. Das heißt freilich nicht, dass sich die Murstädter nichts zutrauen, wie Sportdirektor Frederick Laure unterstreicht: „Wenn unsere Jungs ihre beste Leistung bringen, ist auch gegen diese Top-Mannschaft etwas drinnen. In der Hinrunde in Innsbruck haben wir nicht richtig ins Spiel gefunden, zu Hause sind wir aber stärker. Ich hoffe auf eine gut besuchte Halle.“

Das powerfusion VL-Wochenende beschließen VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt und TJ Sokol V/Post SV Wien (16.30 Uhr). Für beide Teams ein vielleicht richtungsweisendes Duell: Sokol bietet sich die Möglichkeit, den siebten Platz abzusichern, die Löwen bekommen Gelegenheit, ihre Playoff-Chancen zu verbessern. WSL-Sportdirektorin Karin Frühbauer: „Für alle Teams ist der Druck hoch. Voraussichtlich fällt schon dieses Wochenende die Vorentscheidung im Kampf um den Playoff-Einzug. Unsere junge Mannschaft ist sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen!“ Auch bei Sokol ist man fürs Wocchenende optimistisch. „Es warten zwei wichtige Partien auf uns. Am Samstag zu Hause gegen Waldviertel wollen wir gewinnen, am Sonntag in Klagenfurt, müssen wir gewinnen, wenn wir uns gegen die Relegation absichern möchten“, stellt Kapitän Florian Weikert klar.

powerfusion Volley League Men, 13. Runde

06.01., 18:00: HYPO TIROL Volleyballteam vs. SK Zadruga Aich/Dob 3:0 (25:20, 25:17, 27:25)
10.01., 19:00: Union Raiffeisen Waldviertel vs. VCA Amstetten NÖ 3:2 (21:25, 20:25, 25:22, 25:16, 17:15)
14.01., 16:30: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt vs. TJ Sokol V/Post SV Wien
17.01., 18:30: TSV Raiffeisen Hartberg vs. UVC McDonald’s Ried
17.01., 19:00: VBC TLC Weiz vs. UVC Holding Graz

14. Runde
13.01., 18:30: VCA Amstetten NÖ vs. VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt
13.01., 19:00: SK Zadruga Aich/Dob vs. TSV Raiffeisen Hartberg
13.01., 19:00: TJ Sokol V/Post SV Wien vs. Union Raiffeisen Waldviertel
13.01., 19:30: VBC TLC Weiz vs. UVC McDonald’s Ried
14.01., 15:30: UVC Holding Graz vs. HYPO TIROL Volleyballteam

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SPORTLIVE/PM/RED