powerfusion VL Men: HYPO TIROL Volleyballteam nimmt als Triple-Sieger Abschied – Meister ohne Niederlage

  • 23. April 2025

Es ist ein außergewöhnlicher und emotionaler Abschied, ein in der österreichischen Sportgeschichte wohl einzigartiger: Das HYPO TIROL Volleyballteam gewann auch das vierte powerfusion VL Men-Finale bei TSV Raiffeisen Hartberg 3:0 (25:14, 25:22, 26:24), ist zum 13. Mal insgesamt und 3. Mal in Folge Staatsmeister. Da zu Saisonbeginn der Supercup und im Februar auch der ÖVV-Cup gewonnen wurde, zieht sich der Verein als Triple-Sieger am Höhepunkt aus dem Profisport zurück. General Manager Hannes Kronthaler gab diesen Schritt bereits vor zwei Monaten bekannt.

Die Blues sorgten auch international für Furore. In der Champions League ging’s bis in die Top-6, in dieser Saison mischten sie noch einmal in der Gruppenphase der Königsklasse mit. Die Middle European League konnte dreimal gewonnen werden. Der Umstand, dass das HYPO TIROL Volleyballteam die Saison national ungeschlagen mit bewerbsübergreifend nur sechs abgegebenen Sätzen beendet, macht den Abschied noch spezieller.

FOTO © GEPA pictures/Chris BauerDas vierte Finale in der wieder hervorragend besuchten Stadtwerke-Hartberg-Halle war im ersten Satz eine sehr einseitige Angelegenheit. Im zweiten Durchgang führten die Gastgeber mit sechs Punkten, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Satz drei verlief auf Messers Schneide. Eine Entscheidung auf Netzberührung zu Gunsten der Innsbrucker beendete schließlich die Saison. Mit der jungen TSV-Truppe wird jedenfalls weiter zu rechnen sein. Der 20-jährige ÖVV-Nationalteamspieler Lukas Glatz durchbrach am Mittwoch die 500-Punkte-Marke und wurde mit großem Abstand Saison-Topscorer.

Beste Match-Scorer für das HYPO TIROL Volleyballteam waren Kapitän Niklas Kronthaler (13) in seinem letzten Karriere-Spiel und der MVP der Finalserie Kyle Hobus (12) bzw. bei Hartberg Lukas Glatz (14) und Richard Hensel (8). Die Punkte-Statistik aus Sicht des alten und neuen Meisters: Angriff 38 zu 35, Block 12 zu 4 und Service 3 zu 5.

ORF-Stimmen zum Spiel

HYPO TIROL Volleyballteam-Kapitän Niklas Kronthaler: „Es war eine besondere letzte Saison, die wir optimal zu Ende gebracht haben. Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft und alle rundherum. Ein großes Dankeschön gilt meinem Vater, der diesen Verein aufgebaut hat. Es geht eine Ära zu Ende, heute werden wir aber richtig feiern. In den kommenden Wochen wird es sicher einige traurige Momente geben.“

HYPO TIROL Volleyballteam-Mittelblocker Nicolai Grabmüller: „Wir haben verdient die Finalserie gewonnen. Ich bin überglücklich.“ Und zum Rückzug des Vereins aus dem Profigeschäft: „Es ist bitter für den österreichischen Volleyball-Sport, aber die Entscheidung ist gefallen und damit muss man Leben.“

HYPO TIROL Volleyballteam-Libero Jacob Kitzinger: „Für mich war es die vierte Finalserie. Ich bin sehr froh, dass es endlich mit dem Titel geklappt hat. Die Hartberger hatten nichts zu verlieren, haben nach dem ersten Satz richtig Druck gemacht. Wir sind aber stabil geblieben, haben uns nicht beeindrucken lassen und verdient gewonnen. Ich habe Angebote, muss mich noch entscheiden in welche Richtung es geht. Ich werde Österreich wahrscheinlich verlassen.“

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HYPO TIROL Volleyballteam-Sportdirektor Stefan Chrtiansky: „Die Jungs haben den Meistertitel verdient. Wir hatten eine super Saison, in der Champions League tolle Spiele. Wir haben zum Abschied das Triple geholt. Was will man mehr? Großes Lob an die Spieler und den Staff. Ich bleibe als Nachwuchs-Koordinator beim Verein. Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt. Ich bin immer bereit, mit meiner Erfahrung zu helfen, aber eine Ära ist zu Ende gegangen.“

TSV Hartberg-Zuspieler Max Thaller: „Die Enttäuschung ist groß, in der Finalserie hat uns auch Spielglück gefehlt. Den letzten Satz hätten wir uns heute verdient. Ich bin sehr stolz auf diese junge Truppe. Die Finalserie spiegelt nicht ganz unsere Saisonleistung wider. Die Liga wird jetzt wohl ausgeglichener werden. Ich freue mich darauf.“

TSV Hartberg- und Saison-Topscorer Lukas Glatz, der im Sommer den Verein wechseln wird: „Die ersten drei Spiele haben wir verschlafen, uns in der Annahme richtig schwergetan, heute hat es anders ausgeschaut. Man hat gesehen, dass es gleich richtig knapp werden kann. Im Endeffekt sind sie abgebrühte Spieler und wir doch noch recht jung. Trotzdem, ein Satzgewinn wäre schon schön gewesen. Ich war 14 Jahre beim TSV und bin unglaublich dankbar für die Entwicklung, die ich hier nehmen durfte.“

TSV Hartberg-Kapitän Maximilian Steinböck: „Der zweite und dritte Satz heute tun weh. Das waren jetzt vier Finalspiele, aber man muss die ganze Saison sehen. Wieder Vizemeister zu sein, ist sicher kein schlechtes Omen für die Zukunft. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder hier stehen darf.“

TSV-Hartberg-Coach Markus Hirczy: „Ich bin so stolz aufs Team, den gesamten Verein. Wir haben lange gebraucht, um in die Finalserie zu finden, aber heute sind wir mit einem guten Spiel aus der Saison rausgegangen. Das war wichtig, aber es war auch mehr möglich. Wir hatten im zweiten und dritten Satz Zugriff. Wir müssen den Tirolern zu einer tollen Saison gratulieren.“

powerfusion VL Men-Finalserie (best-of-7)

12.04., 20:20: HYPO TIROL Volleyballteam vs. TSV Raiffeisen Hartberg 3:0 (25:14, 25:22, 25:17)
16.04., 20:20: TSV Raiffeisen Hartberg vs. HYPO TIROL Volleyballteam 0:3 (28:30, 19:25, 17:25)
19.04., 20:20: HYPO TIROL Volleyballteam vs. TSV Raiffeisen Hartberg 3:0 (25:14, 25:22, 27:25)
23.04., 20:20: TSV Raiffeisen Hartberg vs. HYPO TIROL Volleyballteam 0:3 (14:25, 22:25, 24:26)

Spielplan, Ergebnisse und Statistiken

ÖVV/Sportlive/PM/RED