ÖVV-Volleystars im Ausland: Neues aus Italien, Polen und Frankreich
Die dieswöchige Ausgabe des Blogs „ÖVV-Volleystars im Ausland“ beleuchtet die ersten Wochen von Dana Schmit und Nina Nesimovic bei ihren neuen Klubs in Italien bzw. Polen. Außerdem blicken wir nach Frankreich zu den beiden ÖVV-Teamspielern Benedikt Sablatnig und Czerwiński. Letzterer wird sich nach einer Verletzungspause in Kürze zurückmelden.
Dana Schmit lebt den A1-Traum Seit wenigen Wochen steht die Wienerin beim italienischen A1-Klub Busto Arsizio unter Vertrag. Seither ist Schmit mit ihrem Team ständig auf Achse: „Die Saison ist sehr intensiv. Wir sind extrem viel unterwegs. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich mehr Zeit im Bus, als zuhause verbringen. Gleichzeitig staune ich bei jedem Match, welche Stars mir gegenüberstehen. Ich bin also weiter ziemlich begeistert und dankbar für diese Chance.“
Sportlich läuft es für Eurotek Laica Uyba bislang zufriedenstellend. „Die letzten zwei Matches gegen Florenz und Cuneo konnten wir mit 3:0 gewinnen. Davor hatten wir einen kleinen Hänger und haben dreimal verloren. Darunter auch das Spiel gegen Macerata, das wir unbedingt gewinnen wollten. In Summe ist die Liga heuer sehr ausgeglichen. Hinter den Top Drei kann eigentlich jeder jeden schlagen. Das macht es für alle extrem spannend.
Drei Spieltage stehen in der Hinrunde noch am Programm. Die Top Acht qualifizieren sich für den Coppa Italia und bestreiten Ende Dezember das Viertelfinale. Busto Arsizio wär Stand heute als Achter qualifiziert. Die Plätze sechs bis elf trennen derzeit aber nur drei Punkte. „Das wäre natürlich eine tolle Sache. Sechs Punkte sind in den nächsten Spielen auf jeden Fall realistisch. Mal sehen, ob das reichen wird“, blickt Schmit auf das Ende der Hinrunde.
Am Mittwochabend trifft Busto Arsizio auf den ungeschlagenen Tabellenführer Conegliano. Dieses Match ist allerdings ein vorgezogenes Spiel aus der Rückrunde. Danach folgen im Wochen-Rhythmus die Duelle mit Perugia, Mailand und Marignano.
Calendario
Nina Nesimovic lebt sich in polnischer Liga ein Nahezu zeitlich zum Wechsel von ÖVV-Teamkollegin Dana Schmit, unterschrieb Nina Nesimovic vor wenigen Wochen beim polnischen Klub ITA TOOLS STAL Mielec. Bei drei von insgesamt sechs Saisonspielen stand die Steirerin seither im Kader. Gegen Bydgoszcz und Opole wurde Nesimovic eingewechselt. Im jüngsten Match gegen den Dritten Lodz stellte der Trainer Nesimovic im dritten und vierten Satz erstmals in die Startformation.
Gewinnen konnte Mielec leider keines der Spiele. Besonders eng verlief am Montag das Match gegen Lodz. Im vierten Satz hatte Mielec vier Gelegenheiten zum Satzausgleich, vermochte aber keine zu nutzen und verlor schließlich mit 29:31. „Momentan fehlt es uns in wichtigen Momenten noch etwas an Lockerheit. Wir haben aber gesehen, dass wir auch gegen ein Spitzenteam voll mithalten können. Jetzt geht es darum, die Trainingsleistungen auch im Spiel umzusetzen. Ich erlebe das Team als sehr ausgeglichen. Alle Spielerinnen können reinkommen und dem Team sofort helfen. Der Trainer wechselt auch viel und nutzt diese Qualität gut aus“, beschreibt Nesimovic die Situation bei ihrem neuen Klub.
Obwohl Mielec aktuell am vorletzten, elften, Platz rangiert, sieht die ÖVV-Teamkapitänin alle Chancen, sich für die Playoffs zu qualifizieren. „Nach sechs Spieltagen liegen wir nur knapp außerhalb der Top Acht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen können. Insbesondere, wenn sich unser Lazarett lichtet.“
Bereits am Freitag folgt das nächste Heimspiel gegen den Fünften Radom. Danach geht es mit Spielen gegen die Tabellennachbarn EcoHarpoon NOWEL LOS Nowy Dwór Mazowiecki und Sokół & Hagric Mogilno weiter. „Die nächsten zwei Matches spielen wir zuhause und wollen viele Punkte holen. Unsere Heimhalle ist ein echtes Schmuckkästchen und die Fans stehen voll hinter uns. Das ist ein großer Ansporn für das Team.“
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Benedikt Sablatnig mit Sete im Mittelfeld Sechs Runden sind in der französischen Liga bereits gespielt. Sechs der 14 Teams weisen derzeit eine ausgeglichene Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen auf. Darunter auch das Team des jungen Kärntners. „Für uns geht es bislang Auf und Ab. Eine Woche spielen wir gut, die nächste weniger. Daraus resultiert auch die Bilanz“ fasst der Diagonalspieler den bisherigen Saisonverlauf zusammen.
In den vergangenen Matches konnte sich Sete interessanterweise zweimal auswärts durchsetzen, während im gleichen Zeitraum zwei Heimspiele verloren gingen. „Bei der 1:3-Heimniederlage gegen Tourcoing (Dritter, Anm.) wäre nach einer 1:0-Führung auf jeden Fall mehr möglich gewesen. Das letzte Match gegen Poitiers (0:3) war einfach nicht gut. Umgekehrt haben wir beim 3:1-Auswärtssieg in Nizza vor ausverkaufter Halle richtig gut gespielt.“
Bereits ausgeschieden, ist Sete im Cup. Gegen Cannes konnte Sete vor heimischen Publikum keinen Satz gewinnen. „Das war natürlich kein einfaches Erstrundenlos. Wir haben uns aber definitiv mehr vorgenommen“, zeigt sich Sablatnig enttäuscht.
Mit seiner persönlichen Situation ist Sablatnig zufrieden: „Das Training läuft gut und es taugt mir sehr. Ich spüre auch das Vertrauen des Trainers und werde fast in jedem Spiel eingewechselt, um den Block zu verstärken. Zuletzt durfte ich gegen Poitiers auch etwas länger spielen.“
Am kommenden Samstag empfängt Sete den Tabellennachbarn St-Nazaire und will endlich wieder zuhause gewinnen. Danach folgen zwei weitere Matches gegen Teams aus dem untersten Tabellendrittel (Toulouse, Cannes), ehe es vor der kurzen Weihnachtspause zu Duellen mit Spitzenteams kommt.
Michael Czerwiński darf wieder spielen Nachdem der Wiener bei seinem neuen Klub zuletzt mit Verletzungsproblemen konfrontiert war, erteilte ihm vergangene Woche der behandelnde Arzt die Sportfreigabe. „Das ist natürlich eine tolle Nachricht. Vielleicht kann ich schon am kommenden Wochenende spielen. Ich möchte dem Team unbedingt rasch helfen. Die Rolle des Diagonalangreifers übernehmen derzeit verschiedene Spieler“, schildert Czerwiński.
Trotz der angespannten Kadersituation hat Narbonne nach sechs Spielen bereits drei Siege am Konto. Nach zwei Auftaktsiegen gelang in den vergangenen vier Matches allerdings nur ein Sieg. Darüber hinaus musste sich Narbonne im Cup dem Zweitligisten St-Quentin nach einer 2:0-Führung mit 2:3 geschlagen geben. „Jedes Spiel war ein harter Kampf. Wenn es so eng zur Sache geht, hatten wir bislang unsere Probleme. Da kann ich hoffentlich in Kürze einen Beitrag dazu leisten, dass wir die entscheidenden Punkte machen.“
Die kommenden Wochen bringen für Narbonne allerdings große sportliche Herausforderungen. In den nächsten vier Spielen trifft Narbonne ausschließlich auf Teams aus den Top Fünf.
Kommende Woche stehen die Mathäus Jurkovics, Jacob Kitzinger und Noel Krassnig im Mittelpunkt der Berichterstattung.
Übersicht ÖVV-Legionär*innen 2025/2026
Herren Alexander Berger – Belluno Volley (ITA3), Paul Buchegger – Modena (ITA), Michael Czerwiński – Narbonne (FRA), Lukas Glatz – Verona (ITA), Mathäus Jurkovics – Menen (BEL), Jacob Kitzinger – Dinamo Bucaresti (ROU), Noel Krassnig – TSV Unterhaching (GER), Benedikt Sablatnig – Sete (FRA), Peter Wohlfahrtstätter – Benfica Lissabon (POR)
Damen Victoria Deisl – VK Prostejov (CZE), Anamarija Galic – Békéscsabai Röplabda SE (HUN), Nina Nesimovic – ITA TOOLS STAL Mielec (POL), Kora Schaberl – Volley-Ball Club Chamalières (FRA), Dana Schmit – Busto Arsizio (ITA)






