ÖVV-Volleystars im Ausland: Jurkovics bester Blockspieler in belgischer Liga
In dieser Woche blicken wir im Blog ÖVV-Volleystars im Ausland“ nach Belgien, Deutschland und Rumänien. Mathäus Jurkovics ist mit Menen nicht nur weiter ungeschlagen, sondern führt auch die Blockpunkte-Wertung an. Noel Krassnig hetzt mit Haching von Match zu Match. Jacob Kitzinger meldet sich nach überstandener Verletzung zurück.
Mathäus Jurkovics lächelt mit Menen von der Tabellenspitze Der Niederösterreicher hat mit Menen einen perfekten Saisonstart hingelegt. Nach sechs Spieltagen ist Menen in der belgischen Liga das letzte ungeschlagene Team. Abgesehen vom 3:2-Sieg gegen Aalst, konnte Menen bislang auch in jedem Match voll punkten. „Nach diesem super Start hoffen wir natürlich, dass wir die Siegesserie möglichst lange fortsetzen können. Am Mittwochabend wartet mit Roeselare die nächste große Herausforderung. Wenn wir dieses Spiel auch gewinnen, könnte es mit der perfekten Hinrunde klappen.“ Neben Roeselare trifft Menen in der Hinrunde noch auf Antwerpen (Vierter, Anm.) und Waremme (Achter, Anm.).
Darüber hinaus hat Menen auch das Pokal 1/4-Finale gewonnen und spielt am 3. und 26. Dezember gegen Waremme um den Finaleinzug. Das 1/2-Finale wird als Hin- und Rückspiel ausgetragen. „Der Cup ist eines der großen Saisonziele. Wir konnten gegen Achel zum Glück im Tie-Break mit 15:12 gewinnen. Das war ein großer Schritt in Richtung Finaleinzug“, berichtet Jurkovics, der im 1/4-Finale 8 Punkte scorte.
Auch in persönlicher Hinsicht läuft es für Jurkovics rund: „Vor kurzem konnte ich mein Bachelorstudium (Sportmanagement, Anm.) abschließen. Das ist eine große Erleichterung und ich bin sehr glücklich darüber. Am Feld kann ich mich Spiel für Spiel weiterentwickeln. Gegen jeden Gegner braucht es einen anderen Fokus und andere Skills. Das gelingt mir gerade sehr gut. Körperlich geht es mir auch richtig gut.“ Ein Blick in die Statistik bestätigt Jurkovics Aussagen. Mit 19 Blockpunkten führt er die Liga an. Mit 58 Punkte ist er in den Top 20 aller Punktesammler.
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Harter November für Noel Krassnig Der Kärntner berichtet von einem intensiven ersten Meisterschaftsmonat. „In den letzten Wochen hat sich bei uns eigentlich nicht viel verändert: viel Training, viele Spiele. Meistens zwei pro Woche, damit wir den späten Saisonstart irgendwie ausgleichen.“ Tatsächlich hat Haching seit 21. Oktober acht Liga-Matches und ein Cupspiel bestritten. Nach einem Sieg im Auftaktmatch musste Haching sechs Spiele auf den nächsten Sieg warten. Zuletzt gelangen dafür zwei Erfolge am Stück. Der 3:2-Sieg gegen Mitteldeutschland war aus Sicht von Krassnig besonders bemerkenswert. „Wir lagen schon mit 0:2 hinten, bis mich der Trainer reingebracht hat. Und dann hab ich das gemacht, was ich wahrscheinlich am besten kann: nicht zu viel nachdenken, einfach spielen und ordentlich Stimmung machen. Das hat super funktioniert und wir haben das Ding tatsächlich noch in ein 3:2 gedreht.“
Den Schwung des zweiten Saisonsiegs konnte Haching auch in das jüngste Spiel gegen ehemaligen Tabellenvierten Ludwigsburg mitnehmen. „Ludwigsburg hat einen Traumstart erwischt und stand vor dem Match auf Platz vier, während wir auf zwölf waren. Trotzdem lief das Spiel von Anfang an viel besser. Man hat richtig gemerkt, wie wichtig der 3:2-Sieg zuvor war. Am Ende haben wir Ludwigsburg mit 3:0 geschlagen. Leider diesmal ohne großen Einsatz von mir, aber der Sieg zählt für das Team und der war stark“, fasst Krassnig zusammen.
Bis Weihnachten spielt Haching nun im Wochenrhythmus weiter. Nach einem spielfreien Wochenende steht das Bayern-Derby gegen Herrsching am Programm.
Jacob Kitzinger nach Verletzung wieder fit Der junge Kärntner Teamlibero war beim Champions League Zweitrundenduell mit ACH Volley Ljubljana zum Zuschauen verdammt. Nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel musste er zwei Wochen pausieren. Zuvor hatte sich Dinamo Bukarest in der ersten Runde gegen Strumica (MKD) souverän durchgesetzt. Auch gegen Ljubljana lief es zunächst gut. „Das Hinspiel haben wir zuhause mit 3:1 gewonnen. War eine Mega-Stimmung in der Halle. Leider konnte ich nicht spielen. Das Rückspiel in Slowenien ist genau andersrum gelaufen. Ljubljana hat mit 3:1 gewonnen und einen Golden-Set erzwungen. Da lagen sie konstant in Führung und haben den Sieg nach Hause gespielt. Schade für unser Team. Immerhin spielen wir im CEV Cup weiter.“
Dort trifft Dinamo am 10. Dezember auf das bulgarische Team Plovdiv. Das Rückspiel in Bulgarien findet Anfang Jänner statt.
Vom Ausscheiden in der Champions League ließ sich Dinamo in der rumänischen Meisterschaft nichts anmerken. „Nach einer Auftaktniederlage gegen den Tabellenführer Zalau haben wir dreimal in Folge gewonnen. Besonders wichtig war der Bukarester Derby-Sieg gegen Rapid am Sonntagabend. Nächste Woche steht gleich das nächste Derby am Programm. Dieses Mal geht es gegen Steaua.“
Um den ersten Saisontitel geht es am 3. Dezember. Dinamo spielt im Supercup gegen Brasov.
Kitzinger selbst ist zum Glück längst wieder fit und stand bereits vor über zwei Wochen wieder am Feld. „Alles wieder gut. Ich hab schon ein Match gespielt“, gibt der Libero Entwarnung.
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Kommende Woche widmet sich der Blog Victoria Deisl, Kora Schaberl und Peter Wohlfahrtstätter.
Übersicht ÖVV-Legionär*innen 2025/2026
Herren Alexander Berger – Belluno Volley (ITA3), Paul Buchegger – Modena (ITA), Michael Czerwiński – Narbonne (FRA), Lukas Glatz – Verona (ITA), Mathäus Jurkovics – Menen (BEL), Jacob Kitzinger – Dinamo Bucaresti (ROU), Noel Krassnig – TSV Unterhaching (GER), Benedikt Sablatnig – Sete (FRA), Peter Wohlfahrtstätter – Benfica Lissabon (POR)
Damen Victoria Deisl – VK Prostejov (CZE), Anamarija Galic – Békéscsabai Röplabda SE (HUN), Nina Nesimovic – ITA TOOLS STAL Mielec (POL), Kora Schaberl – Volley-Ball Club Chamalières (FRA), Dana Schmit – Busto Arsizio (ITA)






