ÖVV-Volleystars im Ausland: Czerwinski auf der Überholspur, Schaberl vorerst ausgebremst

  • 24. Februar 2026

Alle drei ÖVV-Team*innen in der französischen Liga haben wenige Runden vor dem Abschluss des Grunddurchgangs gute Chancen sich mit ihren Klubs für die K.O.-Phase zu qualifizieren. Während Michael Czerwiński und Kora Schaberl voraussichtlich die Play-Ins bestreiten werden, könnte Benedikt Sablatnig mit Sete mit einer Top Sechs Platzierung sogar die direkte Qualifikation schaffen. 

Michael Czerwiński konstanter Topscorer von Narbonne Der Wiener scorte allein in den vergangenen fünf Matches 118 Punkte und hat sich zuletzt in der Liste der zehn besten Scorer der französischen Liga etabliert. Berücksichtigt man, dass Czerwiński im Gegensatz zu den Spielern vor ihm sechs bis sieben Spiele weniger am Feld gestanden ist, sind seine 311 Punkte noch höher einzuschätzen. Mit einem Schnitt von rund 5,2 Punkten pro gespielten Satz rangiert er nämlich sogar in den Top Fünf.

Im Grunddurchgang erwarten Narbonne noch vier Matches, davon drei Heimspiele. Auf einen fixen Playoff-Startplatz fehlen Narbonne aktuell sieben Punkte. Die Top Sechs stehen automatisch im Viertelfinale, während die Plätze sieben bis zehn die Play-Ins (Hin- und Rückspiel, Anm.) bestreiten und um zwei weitere Tickets kämpfen. Als Neunter hat Narbonne derzeit fünf Punkte Vorsprung auf den Elften. Die vermeintlichen zwei Schlüsselspiele sind die nächsten beiden. Am kommenden Samstag empfängt Narbonne den Tabellennachbarn Cannes. Eine Woche später folgt das Duell mit Tabellenletzten Ajaccio. Zum Abschluss stehen bis 21. März noch die Spiele gegen den Zweiten (Montpellier) und Dritten (Tourcoing) am Programm. 

„Vor allem zuhause läuft es bei uns aktuell recht gut. Die Chance auf eine direkte Playoff-Qualifikation sind realistisch betrachtet nicht mehr sehr groß. Wir haben aber noch drei Heimspiele. Mit drei Siegen könnte es noch möglich sein. Wenn es nicht klappt, wollen wir es über die Play-Ins schaffen“, erklärt der Diagonalangreifer.

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Sete am Weg in Richtung Playoffs Das Team von Benedikt Sablatnig liegt vier Plätze bzw. acht Punkte vor jenem von Michael Czerwiński und steuert damit auf eine direkte Playoff-Qualifikation zu. Wesentlich dazu beigetragen haben fünf Siege in den vergangenen sieben Spielen. Geschlagen geben, musste sich Sete nur den Top Drei Teams Montpellier und Sete. 

Die aktuell gute Ausgangssituation ist dennoch kein Grund sich vorzeitig in Sicherheit zu wiegen. In den vier ausstehenden Matches erwartet Sete ein äußerst anspruchsvolles Restprogramm. Mit einer Ausnahme stehen Sete ausschließlich Teams aus der oberen Tabellenhälfte, darunter auch der Tabellenführer Tours, gegenüber. Die nächsten beiden Spiele gegen Nice (Siebter) und Poitiers (Vierter) könnten sich bereits als vorentscheidend erweisen. „Wir wollen den fünften Platz unbedingt verteidigen und uns direkt für die Playoffs qualifizieren. Die vergangenen Wochen waren wir gut drauf und sind daher optimistisch, dass das funktionieren wird“, beschreibt Sablatnig die aktuelle Situation seines Klubs.

Der Kärntner Diagonalangreifer bekam in den vergangenen Wochen wenig Spielzeit, konnte bei seinen Einsätzen aber jeweils Punkte erzielen.

Kora Schaberl zum Zuschauen gezwungen Die Steirerin macht aktuell eine schwierige Phase durch. „Seit mittlerweile drei Wochen bin ich aufgrund einer Muskelverletzung außer Gefecht und kann das Team nur von außen unterstützen. Natürlich ist es schwer, gerade jetzt nicht am Feld stehen zu können, aber solche Situationen gehören leider zum Profisport dazu. Die Reha verläuft gut, und realistisch gesehen, werde ich voraussichtlich erst zu den Play-ins wieder ins Spielgeschehen eingreifen können“, erklärt Schaberl.

Ihr Klub, Chamalières, rangiert derzeit punktgleich mit dem Tabellensiebten am achten Platz und hat auf den Elften acht Punkte Vorsprung. Die Hoffnung in den Play-ins nochmals am Feld stehen zu können, erscheint damit sehr realistisch. Der Zug in Richtung der Top Sechs ist für Chamalières dagegen bereits abgefahren. Der Sechste Beziers liegt mit 13 Punkten Vorsprung uneinholbar voran.

Das Restprogramm beschert Chamalières noch Duelle mit dem Siebten, Fünften und Dritten. Das abschließende Spiel gegen den aktuellen Zehnten St-Die könnte sich noch als entscheidend herausstellen. „In den verbleibenden Matches wird jedes Detail zählen. Wir haben uns die Ausgangsposition über die Saison hinweg hart erarbeitet. Umso wichtiger ist es, jetzt fokussiert zu bleiben und als Team weiterhin alles reinzuwerfen. Für mich persönlich heißt es jetzt geduldig bleiben, hart arbeiten und dem Team von der Seitenlinie aus den Rücken stärken. Die kommenden Wochen werden entscheidend – und ich bin überzeugt, dass wir als Mannschaft bereit sind, diese Herausforderung anzunehmen.“

www.lnv.fr

Übersicht ÖVV-Legionär*innen 2025/2026

Herren Alexander Berger – Belluno Volley (ITA3), Paul Buchegger – Modena (ITA), Michael Czerwiński – Narbonne (FRA), Lukas Glatz – Verona (ITA), Mathäus Jurkovics – Menen (BEL), Jacob Kitzinger – Dinamo Bucaresti (ROU), Noel Krassnig – TSV Unterhaching (GER), Benedikt Sablatnig – Sete (FRA), Peter Wohlfahrtstätter – Benfica Lissabon (POR)

Damen Victoria Deisl – VK Prostejov (CZE), Anamarija Galic – Messina (ITA2), Nina Nesimovic – ITA TOOLS STAL Mielec (POL), Kora Schaberl – Volley-Ball Club Chamalières (FRA), Dana Schmit – Busto Arsizio (ITA)