Champions League-Krimi: TSV Raiffeisen Hartberg unterliegt Serbiens Meister knapp mit 2:3
Der TSV Raiffeisen Hartberg lieferte dem serbischen Meister Radnicki Kragujevac am Mittwoch in der Stadtwerke-Halle Hartberg ein Duell auf höchstem Niveau und unterlag nach großem Kampf und 122 Minuten knapp mit 2:3 (22:25, 25:18, 26:24, 20:25, 11:15).
„Unser Team zeichnet aus, dass es nie aufgibt“, sagte TSV-Manager Markus Gaugl während des Spiels. Schon vor Beginn hatte Max Thaller angekündigt: „Wir sind der TSV Hartberg – hier kann immer alles passieren.“
Österreichs Vizemeister startete mutig, musste den ersten Satz aber knapp mit 22:25 abgeben. Im zweiten Durchgang drehten die Hartberger auf und sicherten sich den Durchgang mit 25:18: Satzausgleich.
Der dritte Satz wurde zum emotionalen Höhepunkt: Hartberg lag bereits 12:18 zurück, kämpfte sich Punkt um Punkt heran, wehrte einen Satzball ab und verwertete schließlich den eigenen zum 26:24 – die sehr gut besuchte Stadtwerke-Halle stand Kopf. Tobias Willimek überzeugte dabei mit Übersicht und starker Netzarbeit, erhielt dann im fünften Satz aber auch eine Verschnaufpause.
Im vierten Satz führte Hartberg dank starker Blocks zunächst mit 13:10, doch den Serben gelang ein Lauf zum 15:13 und schließlich der Satzgewinn. Im entscheidenden Tie-Break lag Hartberg schon 2:6 zurück, kämpfte sich auf 8:8 heran, ehe man doch wieder abriss. Am Ende verwertete Kragujevac den zweiten Matchball zum 15:11.
Trotz der knappen Niederlage bewies der TSV einmal mehr großen Kampfgeist und gutes internationales Niveau.
Topscorer: EKSTRAND Hampus (Hartberg/19 Punkte) bzw. BOJOVIC Mladen (25)
Das Rückspiel steigt am 12. November um 18:00 Uhr in Serbien.
Stimmen:
Max Thaller: „Es wäre sogar mehr drinnen gewesen, aber es war ein super Spiel und hat Spaß gemacht Die Serben hatten oft glückliche Bälle, wir manchmal unglückliche – trotzdem hat es richtig Spaß gemacht, vor diesen tollen Fans zu spielen. Man darf nicht vergessen, dass bei uns auch 17-, 18- und 19-Jährige am Feld stehen, während die Serben deutlich routinierter sind.“
Tobias Willimek: „Natürlich sind wir etwas enttäuscht, aber wir werden in Serbien alles versuchen, um doch noch etwas zu holen. Unser Service war heute richtig stark. Klar, die Serben wissen jetzt mehr über uns, aber vielleicht können wir etwas anpassen und sie überraschen. Wir werden auf jeden Fall alles geben.“
Markus Hirzcy, Trainer TSV Hartberg: „Der Spielverlauf zeigt, dass wir deutlichen Zugriff auf das Spiel hatten. Wir haben den serbischen Meister an den Rand einer Niederlage gebracht. Das kostet viel Energie. Jetzt müssen wir wieder auftanken.“
PM/RED






