AVL Women: Gedränge an der Spitze / Men: Kampf um Herbstmeisterschaft
Welche Teams führen nach der Hinrunde die Austrian Volley Leagues an? In der AVL Women stehen vor dem 9. Spieltag gleich drei Teams punktegleich ganz oben, auch die AVL Men wird von einem Trio dominiert.
Austrian Volley League Women
Die LINZ AG Steelvolleys haben sich nach dem überzeugenden Sieg am vergangenen Samstag über die Triple-Gewinnerinnen vom VB NÖ Sokol/Post mit viel Selbstvertrauen gestählt, an diesem Wochenende geht’s gleich zweimal auf den Court. Beim ASKÖ Volksbank Purgstall sind die Oberösterreicherinnen klare Favoritinnen. Sollten sie tags darauf auch im Spitzenspiel gegen die Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz erfolgreich bleiben, würden die Steelvolleys alleine von der Tabellenspitze lächeln. Abgesehen von der Zuspielposition ist das Team der Erzbergmadln im Vergleich zur vergangenen Saison unverändert geblieben. Linz-Trainer Jakub Brecka: „Das ist eine ihrer großen Stärken. Sie harmonieren am Feld richtig gut und kämpfen wie die Löwinnen. In der vergangenen Saison hatten wir immer wieder Probleme am Angriff zu punkten. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass uns das am Sonntag besser gelingen wird.“
Doch sind die Steirerinnen, die am Samstag noch die UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn empfangen, keinesfalls zu unterschätzen. Schließlich liegen die Erzbergmadln nur zwei Zähler hinter den Linzerinnen, die letzten vier Spiele haben die Supercup-Finalistinnen jeweils deutlich für sich entschieden. Den Niederösterreicherinnen wiederum gelang vor einer Woche gegen Hartberg der erste Saisonsieg. „Wir wissen, dass es eine schwere Aufgabe wird. Aber wir wollen unser Bestes geben und an die starke Leistung der letzten Partie anknüpfen“, heißt es aus dem Team.
Nach dem jüngsten Dämpfer wollen sich die Damen des VB NÖ Sokol/Post gegen die PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg rehabilitieren, das Gästeteam weiß um die Schwere der Aufgabe. „Natürlich ist es auswärts gegen Sokol Post nie leicht, aber ich bin mir sicher, dass sie nach der 0:3-Niederlage gegen Linz letzte Woche ein wenig frustriert in das Spiel gehen. Genau das müssen und können wir ausnutzen. Wir können frei drauf losspielen und an einem guten Tag Sokol ärgern“, sagt PSV-Cheftrainerin Ingrida Schweiger.
Ähnlich sieht Kapitänin Dominika Goździcka die Ausgangslage: „Wir wissen genau, was auf dem Spiel steht. Ein Punkt könnte für uns entscheidend sein, und wir wollen alles daransetzen, ihn aus Wien mitzunehmen. Auch wenn Sokol ein sehr starkes Team ist, haben wir in den letzten Wochen gezeigt, dass wir mit Mut und Teamgeist viel erreichen können. Wenn wir konzentriert bleiben und unser Spiel durchziehen, ist etwas möglich.“
Vor den ebenfalls 19 Punkte zählenden Antagonistinnen aus Wien und Linz an erster Stelle steht vor der 9. Runde noch der UVC Holding Graz, allerdings nur aufgrund des besseren Point-Ratios. Von Aufsteiger SPORTUNION z+p St. Pölten sollten die Steirerinnen jedenfalls selbst auf niederösterreichischem Boden nicht mit einem derartigen Widerstand rechnen wie bei der klaren Challenge-Cup-Niederlage vom dänischen Topklub Holte IF vor wenigen Tagen.
Eröffnet wird der Spieltag bereits am Samstag Nachmittag mit dem Duell zwischen den Tabellennachbarn vom TSV Sparkasse Hartberg und den ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt. Das Spiel ist für beide Teams insofern von großer Bedeutung, da ein Platz in den Top 6 die direkte Qualifikation für das Achtelfinale im ÖVV-Cup bedeutet.
Austrian Volley League Men
Unmittelbar nach dem Damenspiel machen sich in der Stadtwerke-Hartberg-Halle der TSV Raiffeisen Hartberg und die Union Raiffeisen Waldviertel im direkten Aufeinandertreffen aus, wer die Hinrunde an der Spitze des Tableaus beendet. Die Hausherren haben seit der überraschenden Auftaktniederlage in St. Pölten nicht mehr verloren, die drei Zähler dahinter liegenden Zwettler konnten sich nach einem Zwischentief wieder etwas stabilisieren.
Auch der mit den Waldviertlern punktegleiche SK Zadruga Aich/Dob kann sich noch an die Spitze katapultieren, zumal man ein Spiel weniger ausgetragen hat das aktuelle Führungsduo. Die in Bleiburg gastierenden Nachzügler UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn sollten den formstarken Kärntnern, die am Mittwoch gegen Marburg ihre weiße MEVZA-Weste behielten, jedenfalls keinen Strich durch die Rechnung machen.
Vor zwei Spieltagen noch Spitzenreiter, hat der VCA Amstetten NÖ das Momentum verloren und sucht wieder den Anschluss nach oben. Leicht wird’s auch beim TJ Sokol V/Post SV Wien nicht: Die im Windschatten der Mostviertler lauernden Hauptstädter haben bereits einige Mannschaften überrascht und haben zudem ein Spiel weniger auf dem Konto als Amstetten.
Nach drei Pleiten in Serie hofft die SPORTUNION z+p St. Pölten gegen den UVC Holding Graz, den Sprung in die Top 6 zu schaffen – was UVC-Sportchef Frederick Laure freilich zu verhindern wissen will: „Drei Punkte wären enorm wichtig, um Platz 6 zu verteidigen und im neuen AVL-I-Cup eine Runde später einzusteigen. Die Mannschaft hat das Potenzial, jeden in der Liga zu schlagen. Ich erwarte mir ein klares Zeichen und drei Punkte.“ Auch Headcoach Zoltán Mózer gibt sich optimistisch: „Die Liga ist heuer sehr ausgeglichen und die Mannschaft hat großes Potenzial. Wir hoffen, dass die verletzten Nils Arvay und José Jardim wieder einsatzbereit sind. Uns fehlt noch etwas Konstanz, aber bei dieser jungen Mannschaft wird das kommen.“
Die Fast Lane ins Cup-Achtelfinale hat auch der in Lauerstellung verharrende UVC McDonald’s Ried/Innkreis im Visier. Allerdings ist bei den VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt Vorsicht geboten, die nachhinkenden Kärntner schrammten in Graz an einer Sensation vorbei. VBK-Trainer Jonas Kronseder: „Das Spiel war extrem wichtig für unser Selbstvertrauen. Wir können mit einigen Teams mithalten. Wenn die Burschen wieder so kämpfen, holen wir gegen Ried die nächsten Punkte.“ Peter Eglseer ist bereits gewarnt: „Die Kärntner haben zuletzt gegen Graz ein tolles Spiel gemacht, viel verteidigt und diszipliniert blockiert. Die Burschen wissen das und werden die Gastgeber sicher nicht unterschätzen.“
Austrian Volley League Women – Runde 9
Samstag, 29. November 2025
Hartberghalle (Hartberg)
TSV Sparkasse Hartberg – ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt
14:30 Uhr
Posthalle (Wien)
VB NÖ Sokol/Post – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
16:30 Uhr
SH (Trofaiach)
Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn
19:30 Uhr
Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – UVC Holding Graz
20:00 Uhr
SH (Purgstall/Erlauf)
ASKÖ Volksbank Purgstall – LINZ AG Steelvolleys
20:30 Uhr
Sonntag, 30. November 2025
SMS Kleinmünchen (Linz)
LINZ AG Steelvolleys – Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz
18:00 Uhr
Austrian Volley League Men – Runde 9
Samstag, 29. November 2025
Hartberghalle (Hartberg)
TSV Raiffeisen Hartberg – Union Raiffeisen Waldviertel
17:00 Uhr
BSH Sportpark (Klagenfurt)
VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt – UVC McDonald’s Ried/Innkreis
17:00 Uhr
Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – UVC Holding Graz
17:30 Uhr
Jugend & Familiengästehaus (Bleiburg)
SK Zadruga Aich/Dob – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn
19:00 Uhr
Posthalle (Wien)
TJ Sokol V/Post SV Wien – VCA Amstetten NÖ
19:00 Uhr
Austrian Volley League Women – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats
Austrian Volley League Men – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats
2. Bundesliga Herren – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband
2. Bundesliga Damen – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband






