AVL Men: Tabellenführer HYPO TIROL ringt Amstetten nieder, Ried schlägt Meister Waldviertel

  • 12. November 2022

Das HYPO TIROL Volleyballteam bleibt AVL Men-Tabellenführer, feierte im Schlagerspiel der sechsten Runde einen 3:2 (25:22, 20:25, 25:18, 30:32, 15:9)-Heimerfolg über VCA Amstetten NÖ. Im vierten Satz lagen die Innsbrucker 24:22 vorne, vergaben aber insgesamt drei Matchbälle und mussten in den Tie-Break. Herausragender Spieler war der Brasilianer Luan Weber, der 34 Punkte zum Sieg der Gastgeber beisteuerte.

„Wir dürfen nicht davon ausgehen, jedes Spiel 3:0 zu gewinnen. Niklas Kronthaler und Luan Weber haben uns heute gerettet. Es war ein harter Kampf und für die Playoffs wichtig, dass wir im fünften Satz zurückgekommen sind. Amstetten hat heute sicherlich sein bestes Spiel in dieser Saison bisher abgeliefert“, erklärte HYPO TIROL-Headcoach Stefan Chrtiansky.

Die Mostviertler sind erst das zweite Team, das dem ungeschlagenen Tabellenführer einen Punkt abnehmen konnte. „Das muss man erst mal schaffen und ich freue mich riesig für die Mannschaft. Wir haben unsere Trainingsleistungen ins Spiel übertragen können und gezeigt, dass wir mit den Topteams mithalten können“, zeigte sich VCA-Sportdirektor Michael Henschke trotz der knappen Niederlage zufrieden.

Als erste Mannschaft war es in Runde drei UVC McDonald’s Ried gelungen, HYPO TIROL einen Punkt abzuknöpfen.  Die Innviertler präsentieren sich in dieser Saison sehr heimstark. Das bekam Samstagabend auch Union Raiffeisen Waldviertel zu spüren. Ried bezwang den Meister in einem packenden Duell 3:1 (26:28, 25:22, 25:23, 26:24). „Waldviertel ist eine der stärksten Mannschaften. Wir konnten viele souveräne Punkte sammeln und das Spiel super für uns entscheiden. Ich bin wirklich unfassbar stolz auf meine Mannschaft“, freute sich Ried-Trainer Dominik Kefer. Für die Nordmänner war es die zweite AVL-Niederlage in Folge nach dem 1:3 vor einer Woche bei Zadruga Aich/Dob.

Auch der Vizemeister verlor in dieser Saison bereits im Raiffeisen Volleydome Ried. Samstagabend im Kärntner Derby beim Tabellenletzten VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt wurde Zadruga Aich/Dob seiner Favoritenrolle allerdings gerecht, setzte sich 3:0 (25:22, 25:18, 25:23) durch und feierte den bewerbsübergreifend fünften Sieg in Folge. „Wir haben heute eigentlich mit nur zwei Legionären gespielt, unsere Österreicher haben ihre Sache gut gemacht. Im dritten Satz hat die Konzentration etwas nachgelassen, wir konnten aber einen 7-Punkte-Rückstand aufholen. Am Ende sind es die drei Punkte, die zählen“, resümierte Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu. WSL-Managerin Karin Frühbauer war mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden. „Natürlich wäre es schön gewesen, zumindest einen Satz zu gewinnen“, so Frühbauer. „Aber es war ein gutes Derby mit vielen Zuschauer:innen – in Summe eine schöne Geschichte.“ Klagenfurt wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Frühbauer: „Die Erfolge werden sicher noch kommen.“

Ohne Satzgewinn blieb TJ Sokol V/Post SV Wien gegen TSV Raiffeisen Hartberg. Die Steirer feierten einen 3:0 (25:19, 25:23, 25:19)-Auswärtssieg. „Uns ist es nicht gelungen, ihre Angriffe gut genug zu verteidigen und sie gleichzeitig mit unseren Angriffen unter Druck zu setzen. Es gab aber natürlich auch gute Phasen, auf diese müssen wir aufbauen“, berichtete Sokol-Kapitän Florian Weikert.

Den zweiten Saisonsieg durften die Spieler des VBC TLC Weiz bejubeln. Die Mannschaft von Trainer Michael Murauer feierte im Steirer-Derby einen 3:1 (21:25, 25:22, 25:14, 25:19)-Heimerfolg über UVC Holding Graz. Der Meister von 2021 steckt hingegen weiter in der Krise, kassierte Samstagabend bewerbsübergreifend bereits die achte Niederlage in Folge. Weiz hält hingegen bei acht Punkten und ist auf Playoff-Kurs. „Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns, doch es geht Schlag auf Schlag weiter. Der Hunger nach dem nächsten Sieg nur größer geworden“, so Murauer. Graz-Sportdirektor Frederick Laure: „Die Vorbereitung auf dieses Spiel war sicherlich nicht ideal. Mit vier Spielen in sieben Tagen und zwei Tagen Reise nach Baku waren die Spieler am Ende ihrer Kräfte. Das hat man ab Satz zwei gemerkt. Wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken, müssen weiterarbeiten.“

In der Tabelle führt HYPO TIROL nun vier Punkte vor Waldviertel, Aich/Dob und Amstetten. Ried hat am Montag im Nachtragsspiel gegen Sokol die Chance, Platz zwei zu übernehmen. ORF SPORT + überträgt ab 20.15 Uhr live aus dem Raiffeisen Volleydome.

Am Sonntag werden im Austrian Volley Cup Men sechs Viertelfinaltickets vergeben. Der Schlager steigt in der Stadthalle Zwettl. Titelverteidiger Union Raiffeisen Waldviertel trifft in der Neuauflage des Finales 2022 auf VCA Amstetten NÖ. Es ist bereits das dritte NÖ-Derby der Saison nach dem Supercup und einem Duell im AVL-Grunddurchgang. Die Nordmänner konnten beide Aufeinandertreffen für sich entscheiden. „Wir waren schon nahe dran an einer Überraschung und vielleicht klappt es diesmal. Wir sind ja als Cupmannschaft bekannt und berüchtigt“, so VCA-Sportdirektor Michael Henschke.

AVL Men, 6. Runde

12.11.: UVC McDonald’s Ried vs. Union Raiffeisen Waldviertel 3:1 (26:28, 25:22, 25:23, 26:24)
12.11.: Hypo Tirol Volleyballteam vs. VCA Amstetten NÖ 3:2 (25:22, 20:25, 25:18, 30:32, 15:9)
12.11.: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt vs. SK Zadruga Aich/Dob 0:3 (22:25, 18:25, 23:25)
12.11.: TJ Sokol V/Post SV Wien vs. TSV Raiffeisen Hartberg 0:3 (19:25, 23:25, 19:25)
12.11.: VBC TLC Weiz vs. UVC Holding Graz 3:1 (21:25, 25:22, 25:14, 25:19)

Nachtragsspiel 5. Runde
14.11., 20:20: UVC McDonald’s Ried vs. TJ Sokol V/Post SV Wien LIVE in ORF SPORT +

Modus: Grunddurchgang (18 Runden) bis 19. Februar, danach Playoffs (beginnend mit Viertelfinale) bzw. Relegation (9. u. 10. GD).

Spielplan, Ergebnisse, Tabelle und Statistiken

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ÖVV-Cup Men, Achtelfinale

13.11., 14:00: Raiffeisen VC Wolfurt vs. VC Hausmannstätten
13.11., 15:00: Oberbank STEELVOLLEYS Linz-Steg vs. VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt
13.11., 16:00: hotVolleys Wien vs. Hypo Tirol Volleyballteam
13.11., 17:00: Union Raiffeisen Waldviertel vs. VCA Amstetten NÖ
13.11., 18:00: SK Zadruga Aich/Dob vs. TSV Raiffeisen Hartberg
13.11., 18:30: Supervolley OÖ/Wels/Steyr vs. VBC TLC Weiz

Spielplan, Ergebnisse

SPORTLIVE/PM/RED