AVL-Halbfinale: Keine eindeutigen Rollenverteilungen
Die Ausgangslage vor den Halbfinalserien in den Austrian Volley Leagues dürfte offener sein, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Bei den Männern konnte kein Team gegen den jeweiligen Antagonisten alle Saisonduelle gewinnen, auch bei den Frauen sind die Favoritinnen gewarnt.
Austrian Volley League Men
Eine ausverkaufte Halle erhofft sich der TSV Raiffeisen Hartberg am Samstag beim Startschuss zur Best-of-Five-Halbfinalserie gegen die Union Raiffeisen Waldviertel. Im Head-to-Head steht es in dieser Saison 2:1 für die Steirer. Während beide Mannschaften im Grunddurchgang ihre Heimspiele gewonnen hatten, setzte sich der TSV im Cup-Final-Four klar durch.
Hartberg-Kapitän Max Thaller: „Jetzt sind noch vier Teams übrig, die heuer Meister werden können. Mit den Niederösterreichern haben wir eine ganz harte Nuss zu knacken. Aber wir wissen, wo wir ansetzen müssen. Und wir sind wieder in einem Flow und als Team sehr gestärkt aus den letzten Wochen herausgekommen. Wir werden alles reinhauen, kämpfen und mit viel Selbstbewusstsein zuhause vor unseren Fans auftreten.“
Beim am Sonntag beginnenden zweiten Semifinale zwischen dem SK Zadruga Aich/Dob und dem UVC McDonald’s Ried/Innkreis sind die Kärntner von der Papierform her zu favorisieren. Allerdings schalteten die Innviertler mit Sokol/Post als einziges Team eine in der Regular Season besser klassierte Mannschaft aus, zudem haben die Bleiburger insbesondere auf der Zuspieler-Position Personalsorgen.
Von den drei bisherigen Saisonduellen konnten die Oberösterreicher ihr Heimspiel im Tiebreak für sich entscheiden, in der AVL-Auswärtspartie wie auch im Cup-Viertelfinale hatte man gegen den Grunddurchgangsersten hingegen keine Chance.
Ried-Sportchef Peter Eglseer: „Wir sind nach der Viertelfinalserie einfach nur glücklich und erleichtert. Die Jungs haben gut generiert, durften einen Tag in der Therme Geinberg relaxen. Beim ersten Training nach dem erfolgreichen Samstagsspiel habe ich nur motivierte Spieler am Feld gesehen. Man hat sofort gemerkt, dass die Burschen Spaß am Spiel haben und sich auf die kommenden Aufgaben freuen. Gegen Aich/Dob können wir locker aufspielen, jeder Satzgewinn wäre bereits ein Erfolg. Ich hoffe, dass die Spieler mit dieser Lockerheit auch in das erste Match gehen.“
Am Samstag greifen VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt und TJ Sokol V/Post SV Wien im Kampf um Platz fünf (Hin- und Rückspiel) ein. VBK-Kapitän Simon Frühbauer: „Wir haben unser Saisonziel erreicht und basteln schon an dem Team für die nächste Saison. Da wollen wir uns weiter vorarbeiten. Ein Heimsieg ist aber unser erklärtes Ziel.“ Coach Jonas Kronseder ergänzt: „Momentan nützen wir die Zeit, den Jungen Spielzeit zu geben. Sie sind der Grundstein für unsere zukünftigen Bundesligateams.“
Das zweite Duell im unteren Halbfinale lautet VCA Amstetten NÖ gegen UVC Holding Graz. „Im Viertelfinale war unser Kader leider zu dünn und Waldviertel hatte mehr Optionen“, sagt Graz-Sportchef Frederick Laure. „Jetzt heißt es, noch einmal alles versuchen, um Platz fünf zu holen.“
Zwei Spiele gibt es am Wochenende auch in der Relegation. Am Samstag ist der noch sieglose HIB Volley Graz beim Raiffeisen VC Wolfurt zu Gast, 24 Stunden später versucht die SPORTUNION z+p St. Pölten, beim VC Hausmannstätten weiter am Punktemaximum aufzubauen.
Austrian Volley League Women
Das ebenfalls im Best-of-Five-Modus ausgetragene Damen-Halbfinale wird am Montag von VB NÖ Sokol/Post und den Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz eröffnet. Da der UVC Holding Graz bis Donnerstag das letzte Viertelfinale bestritt, steigen die Grazerinnen erst am 31. März bei den LINZ AG Steelvolleys wieder in den Ring. Das Spiel wird live auf ORF Sport+ zu sehen sein.
Die Titelverteidigerinnen aus Wien schlossen den Grunddurchgang zwar vor den Obersteirerinnen ab, diese gewannen aber ihrerseits beide bisherigen Saisonduelle. Auch die Stahlstädterinnen sind vor dem UVC gewarnt, schließlich erlitten die Cupsiegerinnen eine ihrer nur zwei Saisonniederlagen ausgerechnet gegen die Panthers, woran auch Trainer Frederick Laure erinnert: „Wir haben in Linz schon einmal gewonnen. Warum nicht erneut?“
Am Sonntag beginnt das Gerangel um die Plätze fünf bis acht zwischen dem TSV Sparkasse Hartberg und der PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg, am 28. März duellieren sich ATSC Kelag Klagenfurt und die UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn.
In der Relegation gibt es an diesem Wochenende gleich vier Begegnungen. Am besten stehen die Vorzeichen für SU Inzigvolley/VC Mils, die Tirolerinnen wollen auch nach dem Heimspieldoppel gegen ASKÖ Volksbank Purgstall und TUS Bad Radkersburg ihre weiße Weste behalten.
Austrian Volley League Men – Halbfinale
SK Zadruga Aich/Dob – UVC McDonald’s Ried/Innkreis
Sonntag, 22. März, 18:00 Uhr / Jugend & Familiengästehaus (Bleiburg)
Mittwoch, 25. März, 19:00 Uhr / Raiffeisen Volleydome (Ried/Innkreis)
Samstag, 28. März, 19:00 Uhr / Jugend & Familiengästehaus (Bleiburg)
Mittwoch, 1. April, 19:00 Uhr / Raiffeisen Volleydome (Ried/Innkreis)*
TSV Raiffeisen Hartberg – Union Raiffeisen Waldviertel
Samstag, 21. März, 19:30 Uhr / Hartberghalle (Hartberg)
Mittwoch, 25. März, 19:00 Uhr / Stadthalle (Zwettl)
Samstag, 28. März, 19:00 Uhr / Hartberghalle (Hartberg)
Mittwoch, 1. April, 19:00 Uhr / Stadthalle (Zwettl)*
Mittwoch, 8. April, 19:00 Uhr / Hartberghalle (Hartberg)*
*falls nötig
Modus Meister-Playoff:
Viertelfinale: 1.-8., 2.-7., 3.-6., 4.-5.; „Best of 5“
Halbfinale: „Best of 5“
Finale: „Best of 7“
Austrian Volley League Women – Halbfinale
LINZ AG Steelvolleys – UVC Holding Graz
Dienstag, 31. März, 20:20 Uhr / SMS Kleinmünchen (Linz, live ORF Sport+)
Samstag, 4. April, 18:00 Uhr / Raiffeisen Sportpark (Graz)
Mittwoch, 8. April, 19:00 Uhr / SMS Kleinmünchen (Linz)
Sonntag, 12. April, 18:30 Uhr / Raiffeisen Sportpark (Graz)*
Dienstag, 14. April, 19:00 Uhr / SMS Kleinmünchen (Linz)*
VB NÖ Sokol/Post – Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz
Montag, 23. März, 17:35 Uhr / Sport Arena (Wien, live ORF Sport+)
Freitag, 27. März, 20:00 Uhr / SH (Eisenerz)
Samstag, 4. April, 16:30 Uhr / Sport Arena (Wien)
Freitag, 10. April, 20:00 Uhr / SH (Eisenerz)*
Sonntag, 12. April, 16:30 Uhr / Sport Arena (Wien)*
*falls nötig
Modus Meister-Playoff
Viertelfinale: 1.-8., 2.-7., 3.-6., 4.-5.; „Best of 3“
Halbfinale: „Best of 5“
Finale: „Best of 5“
AVL Women – Ergebnisse, Spiele, Teams, Stats (alle Bewerbsphasen)
AVL Men – Ergebnisse, Spiele, Teams, Stats (alle Bewerbsphasen)






