AVL: Crunch-Time im Grunddurchgang startet mit TV-Superknaller

  • 3. Februar 2026

Das im ORF live übertragene Gipfeltreffen der AVL Women ist vor allem für die amtierenden Champions von enormer Bedeutung. Im unteren Tabellendrittel wollen drei Teams noch in die Top 8. Bei den Herren sind zwei Mannschaften im Kampf um das letzte Playoff-Ticket involviert. Indessen erlebt das Fernduell an die Spitze den nächsten Akt.

Austrian Volley League Women

Schon am Mittwoch startet die 16. Runde mit dem ORF-Livespiel zwischen den Topteams VB NÖ Sokol/Post und LINZ AG Steelvolleys. Die Wienerinnen brauchen gegen die bereits als Siegerinnen des Grunddurchgangs feststehenden Oberösterreicherinnen unbedingt einen Sieg, um Platz zwei in der Tabelle zu verteidigen.

Linz-Trainer Jakub Brečka: „Sokol/Post will den zweiten Platz sicher verteidigen und wird bis zum letzten Ball kämpfen. Beide Teams haben völlig verschiedene Charakteristiken und Stärken. Am Ende wird es darauf ankommen, welches Team die eigene Stärken besser ausspielen kann bzw. die gegnerische besser in den Griff bekommt.“

Gefahr lauert nämlich von den Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz, die am Freitag bei der UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn antreten. Die Weinviertlerinnen konnten zuletzt immerhin den Linzerinnen einen Satz abknöpfen, stehen aber unter Druck, den achten und letzten Playoff-Platz abzusichern.

Rein rechnerisch ist sogar Rang sieben in Reichweite, den aktuell der seit fünf Spielen sieglose TSV Sparkasse Hartberg innehat. Bereits am Samstag schließen die Korneuburgerinnen die Regular Season ausgerechnet bei den Steirerinnen ab.

„Der Fokus liegt darauf, die gezeigte Spielqualität beizubehalten und über beide Spiele hinweg konstant abzurufen“, gibt UNIONvolleys-Diagonalangreiferin Katharina Sallaberger die Richtung vor.

Auch die Erzbergmadln beenden den Grunddurchgang vorzeitig. Gegen die in ein Formtief geschlitterte PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg sind die Supercup-Finalistinnen am Samstag klare Favoritinnen, wie Zuspielerin Nicole Holzinger weiß: „Die Saison läuft für uns bisher sensationell. Wir haben gezeigt, dass wir definitiv nicht mehr zu unterschätzen sind und das Zeug dazu haben, ganz vorne mitzuspielen. Die ganze Mannschaft ist jedenfalls heiß auf spannende Playoffs.“

Nach dem sensationellen Punktgewinn in Eisenerz sind die Playoff-Ambitionen der SPORTUNION z+p St. Pölten von Sokol/Post wieder etwas gebremst worden, abschreiben wollend die Aufsteigerinnen die K.o.-Phase aber freilich nicht. Dazu ist jedoch ein Dreier gegen die ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt erforderlich, die auf Position fünf einzementiert sind.

Dies Kärntnerinnen sind dennoch auf Sieg eingestellt, wie Coach Roberto Woelflin versichert: „Wir haben unser Spiel auf sehr solide Beine gestellt. Rund um unsere Topscorer Dami und Phyona rackert ein starkes, diszipliniertes Kollektiv um jeden Punkt.“

Für den viertplatzierten UVC Holding Graz geht in beide Tabellenrichtungen ebenfalls nicht mehr viel. Beim ASKÖ Volksbank Purgstall sollte trotzdem nichts anbrennen, zumal das Schlusslicht aus dem Mostviertel seit über drei Monaten einem Sieg hinterherläuft.

Graz-Trainer Frederick Laure: „Purgstall steht zwar am letzten Platz, aber ich erwarte mir ein sehr kämpferisches Spiel der Gastgeberinnen. Hinfahren und Punkte abholen gibt es nicht. Wir müssen an die zuletzt gezeigten Leistungen anschließen und den Schwung mit ins Playoff nehmen.“

ORF SPORT+: Mittwoch, 4. Februar, 20:15 Uhr: AVL Women live
17. Runde: VB NÖ Sokol/Post – LINZ AG Steelvolleys
(Kommentator Lukas Osztovics)

Austrian Volley League Men

Zwei Zähler fehlen dem VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt auf den rettenden achten Platz, in der vorletzten Runde ist der UVC Holding Graz zu Gast, dem man auswärts immerhin einen Punkt abluchsen konnte. Die Panthers, derzeit Siebente, schielen im dichten Mittelfeld ihrerseits noch nach  oben, kommen seit der Ligapause aber nicht so recht auf Touren.

„Wenn wir konzentriert an den Start gehen, ist ein Punktezuwachs jedenfalls möglich“, zeigt sich Klagenfurt-Trainer Jonas Kronseder zuversichtlich. Graz-Sportchef Frederick Laure hält dagegen: „Es wird ein schweres Auswärtsspiel in Klagenfurt, das wissen wir. Aber wir wollen alles daransetzen, um drei Punkte zu holen. Die Top 4 sind noch in Reichweite – und genau das ist unser Ziel.“

In einer veritablen Krise steckt die SPORTUNION z+p St. Pölten, die im neuen Jahr noch keinen Satzgewinn verbuchen konnte und auch im direkten Duell um die Playoff-Qualifikation daheim gegen Klagenfurt unterging. Gegen die Union Raiffeisen Waldviertel braucht es also eine Reaktion, um in den Top acht zu bleiben. Die 2026 noch ungeschlagenen Nordmänner wiederum haben als relativ abgesicherte Tabellendritte ihr Heimrecht im Viertelfinale garantiert.

Panthers-Mittelblocker Fabian Thaler: „Uns ist wichtig, einen überzeugenden Auftritt zu liefern. Es wird wieder Zeit, dass wir zumindest einen Satz gewinnen.“

In Topverfassung präsentiert sich derzeit der SK Zadruga Aich/Dob, der mit einem Heimsieg gegen den VCA Amstetten NÖ die Spitze verteidigen will. Doch auch die niederösterreichischen Mittelständler haben sich nach einem Zwischentief gefangen, das Hinrundenspiel hatte man allerdings glatt mit 0:3 verloren.

Für die Bleiburger ist im Fernduell mit dem TSV Raiffeisen Hartberg ein voller Erfolg umso wichtiger, da der punktegleiche Supercupgewinner gegen die noch sieglosen UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn in eigener Halle wohl kaum etwas anbrennen lassen werden.

Bisamberg-Mittelblocker Peter Weiß: „Hartberg spielt sehr konstant und nutzt seine Chancen gut, aber wir haben in den letzten Wochen wichtige Schritte gemacht. Wenn wir fokussiert bleiben und als Team auftreten, können wir auch auswärts ein gutes Spiel zeigen.“

Um die bessere Ausgangslage im Playoff geht es zwischen den Tabellennachbarn des TJ Sokol V/Post SV Wien und dem UVC McDonald’S Ried/Innkreis. Die Oberösterreicher hatten zwar in der Hinrunde die Oberhand behalten, doch spricht die Formkurve für die Hauptstädter, die im Kalenderjahr 2026 immer anschreiben konnten.

Austrian Volley League Women – Runde 17/18

Mittwoch, 4. Februar 2026

Sport Arena (Wien)
VB NÖ Sokol/Post – LINZ AG Steelvolleys
20:20 Uhr (live auf ORF Sport+)

Freitag, 6. Februar 2026

BG/BRG (Korneuburg)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz
20:30 Uhr

Samstag, 7. Februar 2026

Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt
16:30 Uhr

Hartberghalle (Hartberg)
TSV Sparkasse Hartberg – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn
16:30 Uhr

SH (Purgstall/Erlauf)
ASKÖ Volksbank Purgstall – UVC Holding Graz
19:00 Uhr

SH (Eisenerz)
Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
19:30 Uhr

Austrian Volley League Men – Runde 17

Samstag, 7. Februar 2026

BSH Sportpark (Klagenfurt)
VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt – UVC Holding Graz
17:00 Uhr

Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – Union Raiffeisen Waldviertel
19:00 Uhr

Hartberghalle (Hartberg)
TSV Raiffeisen Hartberg – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn
19:00 Uhr

Jugend & Familiengästehaus (Bleiburg)
SK Zadruga Aich/Dob – VCA Amstetten NÖ
19:00 Uhr

Sport Arena (Wien)
TJ Sokol V/Post SV Wien – UVC McDonald’s Ried/Innkreis
19:00 Uhr

Austrian Volley League Women – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats

Austrian Volley League Men – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats

2. Bundesliga Herren – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband

2. Bundesliga Damen – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband

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Modus AVL Men:

Grunddurchgang: jeder gegen jeden, Hin- und Rückrunde
Top 8: Meister-Play-off
Viertelfinale: 1.-8., 2.-7., 3.-6., 4.-5.; „Best of 5“
Halbfinale: „Best of 5“
Finale: „Best of 7“

Modus AVL Women:

Grunddurchgang: jeder gegen jeden, Hin- und Rückrunde
Top 8: Meister-Play-off
Viertelfinale: 1.-8., 2.-7., 3.-6., 4.-5.; „Best of 3“
Halbfinale: „Best of 5“
Finale: „Best of 5“