Austrian Volley Leagues: Zweimal Graz gegen Wien, Gipfeltreffen in Hartberg

  • 15. Januar 2026

In den Austrian Volley Leagues krachen die Teams von Graz und Wien gleich zweimal aneinander. Die jeweiligen Frauenauswahlen haben im Städteduell die Verfolgung von Leader Linz im Visier, die Männermannschaften kämpfen um die bessere Position für die Playoffs. Das Topspiel der 14. Runde steigt aber in Hartberg.

Austrian Volley League Women

Am Samstag sind alle Blicke in den Raiffeisen Sportpark gerichtet, wenn der UVC Holding Graz die amtierenden Champions vom VB NÖ Sokol/Post empfangen. Für die Steirerinnen ist es das dritte aufeinanderfolgende AVL-Spitzenspiel, die ersten zwei gingen verloren. Umso mehr Bedeutung kommt dem Rendezvous mit den Gästen zu, die sich nach einem Zwischentief vor Weihnachten wieder gefangen haben.

Graz-Trainer Frederick Laure: „Wir haben zuletzt unsere Chancen nicht genutzt und wissen genau, woran es gelegen hat. Die Damen sind heiß auf dieses Duell und wollen sich für die Niederlage in Wien revanchieren. Es wird ein hart umkämpftes Spiel, denn für beide Teams geht es um eine gute Ausgangslage für die Playoffs. Unser klares Ziel ist ein Platz unter den Top drei.“

Mit der Gewissheit, auch nach dem Wochenende die AVL anzuführen, reisen die LINZ AG Steelvolleys zu den auf Platz fünf rangierenden ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt. Die Oberösterreicherinnen gewannen nicht nur das Hinrundenduell in Kleinmünchen, sondern sind seit mittlerweile zwölf Pflichtspielen ungeschlagen.

„Linz ist derzeit das Maß der Dinge in der Liga und führt die Tabelle souverän an. Es wird sicher eine schwere Prüfung“, ist sich Wildkatzen-Co-Trainer Helmut Voggenberger der Herkulesaufgabe bewusst. Immerhin steht Außenangreiferin Lotta Lippitsch wieder zur Verfügung,  Mittelblockerin Lana Husanović muss hingegen noch eine abschließende Sporttauglichkeitsuntersuchung bestehen.

Den Kärntnerinnen droht vor allem Gefahr von hinten, die punktegleiche PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg konnte die letzten zwei Partien für sich entscheiden und tritt nun bei den UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn an, die ihrerseits um das Playoff-Ticket kämpfen.

„Nach der Niederlage zuletzt ist die Motivation im Team groß, vor heimischem Publikum eine Reaktion zu zeigen. Der Fokus liegt darauf, die eigene Leistung zu stabilisieren und die Intensität über die gesamte Spieldauer hochzuhalten“, gibt UNIONvolleys-Diagonalangreiferin Katharina Sallaberger die Marschrichtung vor.

Salzburg-Trainerin Ingrīda Schweiger warnt ihrerseits davor, das Partie auf die leichte Schulter zu nehmen. „Meine Mädels sind gut drauf und haben in den letzten Spielen ihre Stärke und ihre Entwicklung bewiesen. Auch wenn wir am Papier die Favoritinnen sind, dürfen wir die jungen Wilden definitiv nicht unterschätzen.“

Vor Selbstvertrauen strotzen die Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz, die zuletzt gegen unmittelbare Konkurrentinnen drei Siege in Folge feierten. Vor dem TSV Sparkasse Hartberg sind die Supercup-Finalistinnen aber gewarnt, mussten sie beim ersten Lokalderby in eigener Halle doch immerhin einen Satz abgeben.

Erzbergmadl Nicole Holzinger: „Der Sieg gegen Graz hat uns sicher wieder Aufschwung gegeben, die Vorzeichen für das nächste Spiel schauen also gut aus. Hartberg ist aber nie ein leichter Gegner und wir werden sicher eine starke Leistung abrufen müssen.“

TSV-Mittelblockerin Laura Keglovits entgegnet: „Es ist schön, endlich wieder in unserer Heimhalle auflaufen zu können. Eisenerz ist aktuell das Team der Stunde in der Bundesliga und da müssen wir uns gehörig anstrengen, um zu liefern. Doch Derbys haben ja bekanntlich eigene Gesetze und niemand spielt gerne gegen uns in unserer Halle.“

Dem Kellerduell zwischen der SPORTUNION z+p St. Pölten und dem ASKÖ Volksbank Purgstall kommt enorme Bedeutung zu, haben doch beide Teams noch Chancen auf die Post-Season, für die Aufsteigerinnen aus der Landeshauptstadt wird es bei einer etwaigen Niederlage allerdings eng.

Austrian Volley League Men

Zweieinhalb Stunden vor dem Damenspiel treffen die Herrenteams vom UVC Holding Graz und dem TJ Sokol V/Post SV Wien aufeinander. Beide Truppen, die sich im dichten Mittelfeld als erster Verfolger des Führungstrios positionieren wollen, starteten eher holprig ins neue Jahr.

UVC-Sportchef Frederick Laure: „Die Plätze vier bis sieben sind sehr hart umkämpft. Gegen die direkten Konkurrenten müssen wir gewinnen, um eine gute Ausgangslage für die Playoffs zu haben. Unser klares Ziel ist Platz vier nach dem Grunddurchgang.“

So ließen die Wiener gegen UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn einen Punkt liegen, der noch sieglose Aufsteiger empfängt diesmal den nach einem starken Saisonauftakt in eine tiefe Krise geschlitterten VCA Amstetten NÖ.

„Das Spiel gegen Sokol hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, so UNIONvolleys-Außenangreifer Johannes Maurer. „Wenn wir diese Energie mitnehmen und zuhause konstant spielen, können wir Amstetten richtig fordern.“

Amstetten-Trainer Andrej Urnaut hat nach der klaren Niederlage gegen Hartberg auch Positives vernommen. „Ich glaube, wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, auch wenn das Ergebnis klar war. Aber Hartberg ist einfach eine andere Liga und da gehören wir im Moment nicht hin. Wir bringen uns zum Teil um unseren eigenen Lohn, in dem wir hauptsächlich im Angriff zu vieler Fehler machen.“

In der Stadthalle Zwettl gilt die Union Raiffeisen Waldviertel die in den letzten vier Partien punkten konnte, gegen den UVC McDonalds Ried/Innkreis als Favorit. Die Gäste, die am Mittwoch aus dem Austrian Volley Cup ausschieden, würden mit einem vollen Erfolg bis auf zwei Zähler an die drittplatzierten Niederösterreicher heranrücken.

Dass dieses Unterfangen nicht leicht wird, ist auch Ried-Außenangreifer Markus Berger bewusst: „Wir hatten im ersten Spiel gegen Waldviertel keine Chance und ich hoffe, dass wir uns auswärts besser verkaufen können als zuletzt. Seither haben wir viele Spiele gespielt und sind auch als Mannschaft konstanter geworden. Ich denke, wenn wir alle unsere Leistung abrufen, können wir gegen die starken Niederösterreicher durchaus bestehen.“

Wie die Grazer hält auch die SPORTUNION z+p St. Pölten eine Doppelveranstaltung ab, die Männer bitten die VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt zum Tanz. Bei einem Sieg können die Niederösterreicher allmählich mit den Planungen für die Playoffs beginnen, bei einer Niederlage würde wiederum die Chance der Kärntner auf die K.o.-Phase leben.

USP-Kapitän Georg Köstler ist von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt: „Trotz des Punktevorsprungs wollen wir nichts anbrennen lassen. Wir wollen uns für die bisherige harte Arbeit belohnen. Und das machen wir am besten mit einem Sieg.“

Auch Klagenfurt-Coach Jonas Kronseder zeigt sich optimistisch, zumal Diagonalangreifer Ethan Nashim nach einer Muskelzerrung wieder voll belastbar ist: „Wir können zuversichtlich in die Begegnung gehen. Das Potential zum Sieg ist da.“

Zum absoluten Kracher der Runde kommt es in Hartberg, wo der SK Zadruga Aich/Dob den TSV Raiffeisen Hartberg von der Spitze stoßen will. Die Kärntner haben ihre letzten vier Ligaspiele gewonnen und am Mittwoch auch das Halbfinalticket im ÖVV-Cup gelöst, das der Supercup-Sieger bereits vor Weihnachten gebucht hatte.

„Es wird sicherlich ein sehr attraktives Match für die Fans. Nicht nur die Tabellenkonstellation, sondern auch die Rivalität der letzten Jahre machen diese Begegnung immer sehr speziell“, sagt TSV-Kapitän Max Thaller. „Wir müssen aber ganz sicher an unsere Grenzen gehen, um zu bestehen. Wir freuen uns darauf uns erneut beweisen zu können, denn wir wollen da bleiben, wo wir sind – an der Tabellenspitze.“

Austrian Volley League Women – Runde 14

Samstag, 17. Jänner 2026

BG Lerchenfeldstraße (Klagenfurt)
ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt – LINZ AG Steelvolleys
19:00 Uhr

BG/BRG (Korneuburg)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
19:30 Uhr

Raiffeisen Sportpark (Graz)
UVC Holding Graz – VB NÖ Sokol/Post
20:00 Uhr

Sonntag, 18. Jänner 2026

Hartberghalle (Hartberg)
TSV Sparkasse Hartberg – Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz
16:30 Uhr

Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – ASKÖ Volksbank Purgstall
18:00 Uhr

Austrian Volley League Men – Runde 14

Samstag, 17. Jänner 2026

BG/BRG (Korneuburg)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – VCA Amstetten NÖ
17:00 Uhr

Raiffeisen Sportpark (Graz)
UVC Holding Graz – TJ Sokol V/Post SV Wien
17:30 Uhr

Stadthalle (Zwettl)
Union Raiffeisen Waldviertel – UVC McDonalds Ried/Innkreis
19:00 Uhr

Sonntag, 18. Jänner 2026

Sportzentrum NÖ (St. Pölten)
SPORTUNION z+p St. Pölten – VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt
15:30 Uhr

Hartberghalle (Hartberg)
TSV Raiffeisen Hartberg – SK Zadruga Aich/Dob
19:00 Uhr

Austrian Volley League Women – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats

Austrian Volley League Men – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats

2. Bundesliga Herren – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband

2. Bundesliga Damen – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband

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