Austrian Volley Leagues: Im dichten Mittelfeld geht’s um jeden Punkt
Vier Runden sind im Grunddurchgang der Austrian Volley Leagues noch zu absolvieren, die Positionskämpfe für die Ausgangslage in den Playoffs werden am kommenden Wochenende vorwiegend über Fernduelle ausgetragen – mit einer Ausnahme: In Amstetten steigt ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel.
Austrian Volley League Women
Die Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz eröffnen am Freitag die 15. Runde gegen die SPORTUNION z+p St. Pölten. Die Obersteirerinnen haben ihre letzten vier Spiele gewonnen und rangeln mit den punktegleichen Champions von Sokol/Post um Platz zwei. Die Niederösterreicherinnen holten ihrerseits aus den letzten drei Spielen vier Zähler, vergangene Woche setzten sie im Abstiegskampf gegen Purgstall ein klares Statement.
„Geschenkt ist definitiv kein Sieg. Es wird auch gegen St. Pölten eine starke Leistung brauchen“, mahnt Erzberg-Libera Mavi Pump, die Konzentration zu halten. „Wir werden versuchen, unsere gewohnte Spielstärke abzurufen und damit hoffentlich erfolgreich sein.“
Vor einer ganz Mammutaufgabe steht der TSV Sparkasse Hartberg, der im neuen Jahr noch keinen Satz gewinnen konnte, denn die Steirerinnen empfangen die LINZ AG Steelvolleys. Die Spitzenreiterinnen mussten sich in der laufenden Saison nur einmal geschlagen geben, zuletzt gab es 13 Satzerfolge in Serie.
„Gegen die starken Teams in der Liga haben wir vor allem zuhause immer gute Leistungen erbracht“, gibt sich TSV-Mittelblockerin Sarah Bruckner dennoch zuversichtlich. „Das wollen wir bestätigen und eventuell auch Punkte mitnehmen, die wir leider letzte Woche liegen gelassen haben. Wir brennen drauf, uns neu zu beweisen.“
Steelvolleys-Trainer Jakub Brečka bleibt gelassen: „Hartberg hat noch die Chance bis auf den fünften Platz aufzurücken. Dabei hilft ihnen jeder Punkt. Sie werden daher sicher viel riskieren und alles versuchen, um uns einen oder mehrere Punkte abzuknöpfen. Die zwei Siege gegen Hartberg haben gezeigt, dass wir zu favorisieren sind. Am Samstag gilt es, diese Rolle neuerlich zu bestätigen.“
Für die ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt ist nach oben hin nicht mehr viel möglich, der Fokus liegt auf die Verteidigung von Rang fünf. Denn von hinten lauert jede Menge Gefahr, umso wichtiger wäre ein Dreier bei den UNIONvolleys Bisamberg Hollabrunn. Die Weinviertlerinnen müssen wiederum achten, den letzten Playoff-Spot zu halten, vier Punkte Vorsprung haben sie auf die niederösterreichische Konkurrenz am Tabellenende.
Bisamberg-Diagonalangreiferin Katharina Sallaberger: „Ziel ist es, die zuletzt gezeigte Stabilität und Konsequenz im eigenen Spiel beizubehalten und die positive Serie fortzusetzen. Gegen die Wildcats wollen wir vor heimischem Publikum erneut eine konzentrierte Leistung abrufen, um weitere wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenplätze zu sammeln.“ Klagenfurt-Obmann Joe Laibacher hat jedoch etwas dagegen: „Wir gehen als klare Favoriten in das Spiel.“
Wiedergutmachung ist bei der PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg angesagt, die mit einer überraschenden Niederlage aus Korneuburg heimreisten. Zudem brauchen die Mozartstädterinnen dringend Punkte, wenn als fünftgereihtes Team in die Post-Season ziehen wollen. Da kommt der kriselnde UVC Holding Graz vielleicht gerade recht. Die Panther haben drei Spiele am Stück verloren und müssen dringend anschreiben, um die Chance auf die Top 3 zu wahren.
Graz-Trainer Frederick Laure: „Die drei Niederlagen tun weh, aber die Mannschaft hat das Potenzial, gegen jeden zu gewinnen. Das haben wir bereits bewiesen. Unsere Ziele bleiben weiterhin die gleichen. Jetzt geht es darum, wieder mit Selbstvertrauen aufzutreten und unser Spiel durchzuziehen.“
PSV-Trainerin Ingrīda Schweiger baut auf den Heimvorteil. „Zu Hause spielen wir einfach stabiler. Jetzt geht es darum, wieder unseren Rhythmus zu finden und uns als Team zu festigen.“ Der Ausfall von Außenangreiferin Sarah Kastenberger schmerzt allerdings. „Verletzungen gehören leider zum Sport dazu. Es heißt, das zu verarbeiten, abzuhaken und den Fokus wieder nach vorne zu richten.“
Auch Kapitänin Dominika Goździcka weiß, wie es gehen könnte: „Wir wollen uns wieder auf unsere Stärken besinnen, unseren Flow finden und Stabilität in unser Spiel bringen. Wenn uns das gelingt, können wir Graz auf jeden Fall ins Schwitzen bringen.“
Für den VB NÖ Sokol/Post geht es gegen den ASKÖ Volksbank Purgstall vor allem um die Höhe des Sieges, zählt doch im Paarlauf mit den Erzbergmadln auch die Point-Ratio. Gleiches gilt im umgekehrten Sinne für die Mostviertlerinnen am unteren Ende des Tableaus, um vor den Aufsteigerinnen aus St. Pölten zu bleiben. Ähnlich sieht es Außenangreiferin Marie Bruckner: „Es wird sicher nicht einfach, aber wir kennen unsere Stärken und wollen die drei Punkte mit nach Hause nehmen.“
Austrian Volley League Men
Den Auftakt der 15. Runde bestreiten am Freitag der neue Spitzenreiter SK Zadruga Aich/Dob und die SPORTUNION z+p St. Pölten. Die Kärntner haben nicht nur ihre letzten fünf Partien gewonnen, sondern konnten als einzige Mannschaft in jedem Spiel punkten. Die Niederösterreicher sind hingegen im neuen Jahr noch ohne Satzgewinn und müssen um die Playoff-Teilnahme zittern.
Denn die VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt liegen nur zwei Zähler dahinter und haben drei ihrer letzten vier Auftritte erfolgreich gestaltet. Am Samstag ist man bei TJ Sokol V/Post SV Wien zu Gast, der 2026 immer in ein Tiebreak musste und unbedingt noch auf den begehrten vierten Rang springen will.
Obwohl man seit Jahren nicht mehr gegen die Hauptstädter gewinnen konnte, freut sich VBK-Kapitän Simon Frühbauer in Anbetracht des Aufwärtstrends auf das Duell: „Die Burschen wissen jetzt wieder, wie sich ein Sieg anfühlt.“
Wie eng der Kampf um das Heimrecht im Viertelfinale ist, zeigt, dass drei Teams bei 22 Zählern halten, eines bei 21. Das Paket wird vom UVC Holding Graz angeführt und vom VCA Amstetten NÖ abgerundet, der die Steirer nun im direkten Duell empfängt. Beide Mannschaften erlebten zuletzt ein Auf und Ab, lösten am vergangenen Spieltag aber jeweils ihre Aufgaben erfolgreich.
„Wir hatten in dieser Saison schon einige Ausfälle, haben das aber immer gut weggesteckt“, lässt sich UVC-Coach Zoltán Mózer von seiner langen Verletztenliste nicht beirren. „In Amstetten wird es ein sehr schweres Spiel. Aber ich glaube an die Mannschaft und daran, dass wir drei Punkte mit nach Hause nehmen können.“
Mit dem UVC McDonald’s Ried/Innkreis ist ein weiterer Player in diesem Gerangel involviert, die Oberösterreicher haben beim TSV Raiffeisen Hartberg aber wohl die schwerste Aufgabe des Mittelfeldquartetts – zumal die Supercup-Gewinner nach der knappen Heimniederlage im Schlager gegen Aich/Dob besonders aufgeladen sind.
„Natürlich ist es unser Ziel, diesmal wieder einen Sieg zuhause einzufahren“, sagt Hartberg-Außenangreifer Hampus Ekstrand. „Ried spielt gegen uns immer stark, doch wir werden da sein und dem Gegner versuchen, von Beginn an unser Spiel aufzuzwingen und den Takt vorzugeben.“
Ried-Obmann Roman Lutz: „Hartberg ist neben Aich/Dob klarer Anwärter auf den Meistertitel und insofern auch in diesem Match Favorit. Wir haben letzten Samstag gegen Waldviertel ein gutes Spiel gezeigt. Ich hoffe, dass wir darauf aufbauen können, dass die Jungs befreit und ohne Druck aufspielen und dann vielleicht sogar eine kleine Sensation schaffen können.“
Die UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn und die Union Raiffeisen Waldviertel schließen den Spieltag ab, zur Absicherung von Platz drei haben die Zwettler beim noch sieglosen Aufsteiger einen vollen Erfolg eingeplant.
UNIONvolleys-Mittelblocker Florian Lučić bleibt optimistisch: „Das Auswärtsspiel hat uns gezeigt, dass wir mithalten können. Zuhause wollen wir noch eine Schippe drauflegen. Auch wenn es zuletzt wehgetan hat, verlieren wir den Glauben an unseren ersten Sieg ganz sicher nicht. Irgendwann muss unsere harte Arbeit auch belohnt werden.“
Austrian Volley League Women – Runde 15
Freitag, 23. Jänner 2026
SH (Eisenerz)
Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz – SPORTUNION z+p St. Pölten
20:00 Uhr
Samstag, 24. Jänner 2026
Hartberghalle (Hartberg)
TSV Sparkasse Hartberg – LINZ AG Steelvolleys
16:30 Uhr
BG/BRG (Korneuburg)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt
17:00 Uhr
Sportzentrum Rif (Hallein)
PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg – UVC Holding Graz
19:00 Uhr
Sport Arena (Wien)
VB NÖ Sokol/Post – ASKÖ Volksbank Purgstall
19:00 Uhr
Austrian Volley League Men – Runde 15
Freitag, 23. Jänner 2026
Jugend & Familiengästehaus (Bleiburg)
SK Zadruga Aich/Dob – SPORTUNION z+p St. Pölten
19:00 Uhr
Samstag, 24. Jänner 2026
Sport Arena (Wien)
TJ Sokol V/Post SV – VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt
16:30 Uhr
Johann Pölz-Halle (Amstetten)
VCA Amstetten NÖ – UVC Holding Graz
18:00 Uhr
Hartberghalle (Hartberg)
TSV Raiffeisen Hartberg – UVC McDonald’s Ried/Innkreis
19:00 Uhr
BG/BRG (Korneuburg)
UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn – Union Raiffeisen Waldviertel
19:30 Uhr
Austrian Volley League Women – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats
Austrian Volley League Men – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats
2. Bundesliga Herren – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband
2. Bundesliga Damen – ÖVV – Österreichischer Volleyballverband






