Austrian Volley Leagues: Heißer Frühjahrsauftakt bei frostigen Temperaturen

  • 8. Januar 2026

Bei der Rückkehr der Austrian Volley Leagues nach der Winterpause sind die Rollen weitgehend klar verteilt. Das Spitzenspiel der 13. Runde ist den Damen vorbehalten und steigt bereits am Freitag in Eisenerz.

Austrian Volley League Women

Frühjahrsauftakt ist bei Minusgraden im ganzen Land in diesem Jahr vielleicht ein nicht ganz passender Begriff, dennoch dürfte es am Wochenende in der Sporthalle am Erzbach heiß hergehen. Denn der auf Platz zwei rangierende UVC Holding Graz tritt bei den Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz an, die vor Weihnachten richtig aufdrehten und bis auf einen Punkt an die Panthers herankamen.

UVC-Trainer Frederick Laure: „Der erste Platz wird Linz wohl nicht mehr zu nehmen sein. Aber wir wollen alles daransetzen, Platz zwei zu verteidigen. Es ist derzeit extrem eng, jedes Spiel zählt. Eisenerz hat sich zuletzt sehr stark präsentiert und ist zu Hause eine Klasse für sich. Wir haben in den letzten Tagen aber sehr gut trainiert und sind bereit für dieses Derby.“

Die Erzbergmadln haben nach der Hinrundenniederlage noch eine Rechnung mit den Panthers offen, die im Februar zum Cup-Viertelfinale noch einmal zu in die Obersteiermark reisen. „Wir haben die Weihnachtspause genutzt, um top vorbereitet in das neue Jahr zu starten“, blickt Libera Marvi Pump optimistisch auf das Ligaduell. „Gegen Graz braucht es definitiv eine Bestleistung, aber wir sind ready, alles zu geben.“

Die Triple-Siegerinnen vom VB NÖ Sokol/Post sind im Heimspiel gegen die um den letzten Playoff-Platz ringenden UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn klar zu favorisieren, zumal sie mit Tijana Knežević nicht nur die stärkste Serviererin (23 Punkte) in ihren Reihen haben, sondern bei der Annahme in Srna Vardjan (77 Prozent) und Eva Stabentheiner (68 Prozent) sogar zwei Protagonistinnen des amtierenden Champions die Statistik anführen.

Ähnlich stellt sich die Ausgangslage in der SHS Kleinmünchen dar, wo die vorne enteilten und seit elf Pflichtspielen unbesiegten Spitzenreiterinnen der LINZ AG Steelvolleys gegen die SPORTUNION z+p St. Pölten empfangen. Die Hoffnungen der Aufsteigerinnen ruhen wohl vor allem auf Mara Zahorik, mit 28 Punkten erfolgreichste Blockspielerin der Liga.

Für Steelvolleys-Coach Jakub Brečka zählen nur drei Punkte: „Mit dem Siegeslauf im alten Jahr haben wir uns für das letzte Drittel im Grunddurchgang in eine tolle Position gebracht. Jeder Sieg bringt uns ein Stück näher an den ersten Platz heran und setzt die Konkurrenz zusätzlich unter Druck. Kommende Woche erwartet uns in Klagenfurt ein anderes Kaliber. Darauf wollen wir uns in dieser Woche mit einer guten Leistung und einem Sieg einstimmen.“

Spannung verspricht auch das Gastspiel der ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt beim ASKÖ Volksbank Purgstall, der sich dank der amerikanischen AVL-Topscorerin Oluwadamilola Awojobi (233 Punkte) immerhin vor den Feiertagen zweimal ins Tiebreak retten konnte.

Klagenfurt-Headcoach Roberto Woelflin übt sich nach der Vorbereitungspartie gegen das slowenische Topteam OK Radovlijca in Optimismus: „Ein gelungener Test vor dem Meisterschaftsstart. Wir sind für das Spiel am Samstag gerüstet und wollen drei Punkte holen.“

Komplettiert wird die Startrunde ins neue Jahr mit dem Mittelfeldduell zwischen der PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg und dem TSV Sparkasse Hartberg, in dem es um die Position im Position für das Playoff geht.

„Auswärts waren wir völlig von der Rolle und haben verdient verloren. Vor heimischem Publikum wollen wir die Niederlage wieder gut machen“, sagt Salzburg-Trainerin Ingrida Schweiger. „Trotz der Pause und einiger krankheitsbedingter Ausfälle haben wir zuletzt im Testspiel gegen den deutschen Zweitligisten Straubing eine solide Leistung gezeigt. Für Samstag hoffe ich, auf den gesamten Kader zurückgreifen zu können. Nur mit voller Mannschaftsstärke können wir Hartberg schlagen.“

TSV-Kapitänin Linda Peischl, die nach einer langen Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, hofft naturgemäß auf einen anderen Ausgang. „Wir haben da gleich zu Beginn des Jahres eine harte Nuss, die wir knacken wollen. Zuhause konnten wir die Salzburgerinnen im Herbst besiegen. Auswärts bedarf es sicherlich einer erneut starken Leistung von uns, um als Sieger vom Feld zu gehen. Drauf haben wir das aber allemal.“

Austrian Volley League Men

Auch bei den Männern ist der UVC Holding Graz im Topspiel der Runde involviert. Die Panthers gelten beim SK Zadruga Aich/Dob jedoch als Außenseiter, ging doch schon das Heimspiel zu Saisonbeginn mit 0:3 verloren. Für die Kärntner begann das neue Jahr allerdings mit einer Enttäuschung, am Mittwoch mussten sie sich nach einem 1:3 und anschließend verlorenem Golden Set gegen den finnischen Double-Gewinner Akaa Volley aus dem CEV-Cup verabschieden.

Nicht nur deshalb geben sich die Grazer, denen zwar lediglich drei Zähler auf die Top 3 fehlen, die umgekehrt aber auch nur zwei Punkte Vorsprung auf Rang sieben haben, zuversichtlich. UVC-Sportchef Frederick Laure: „Es wird jetzt besonders spannend und für uns zählt jeder einzelne Punkt. Wir haben in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass wir in Bleiburg bestehen können. Warum also nicht auch am Samstag?“

Formal Tabellennachbarn, trachtet der UVC McDonalds Ried/Innkreis bei seiner Premiere 2026 nach einem vollen Erfolg, ist der Abstand zu den Top 3 mit drei Punkten doch genauso groß wie zum kommenden Widersacher SPORTUNION z+p St. Pölten. Die Niederösterreicher, die ihrerseits Rang acht absichern wollen, müssen dafür aber an das lettische „Blockmonster“ Oleg Klopovs vorbei, mit 37 Punkten stabilste Netzmauer der Liga.

USP-Mittelblocker Sven Mallasch hat in Anbetracht des Kampfes um die Playoff-Tickets vor dem Trip ins Innviertel auch den Verfolger vom Wörthersee im Blick: „Wir haben zwar unsere bisherige Pflichten erfüllt, aber Klagenfurt darf man nicht unterschätzen. Deswegen wollen wir zumindest punkten in Ried.“

Aufsteiger UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn nimmt beim TJ Sokol V/Post SV Wien den nächsten Anlauf zum ersten Saisonsieg, doch selbst mit AVL-Topscorer Andreas Fröhlich (214 Punkte) wird die Aufgabe schwer, trennen die beiden Mannschaften doch ein volles Dutzend an Punkten.

„Die Pause hat uns richtig gutgetan“, weiß Johannes Maurer, der bei den UNIONvolleys auf Annahme/Außen steht. „Wir fühlen uns bereit und wollen gleich zum Start zeigen, dass wir uns weiterentwickelt haben. Ein paar Punkte zum Jahresbeginn wären extrem wichtig für uns.“

Die VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt gehen ebenfalls als klare Underdogs in das Duell mit der Union Raiffeisen Waldviertel, die ihr enorm schweres Dezember-Programm mit stolzen sechs Punkten absolvierten. Die Kärntner, die das Hinspiel in Zwettl glatt mit 0:3 verloren hatten, bauen jedoch auf den Heimvorteil und ihre Verteidigungskünste, mit Dominik Blaha und Simon Frühbauer (69 bzw. 66 Prozent) stehen gleich die besten zwei Annahmespieler der Liga in den Reihen der insgesamt strauchelnden Seelöwen.

Dementsprechend zuversichtlich ist VBK-Trainer Jonas Kronseder. „Wir haben gesehen, dass wir mit jedem Team mithalten können. Wenn die Mannschaft an den Teamgeist wie vor Weihnachten anknüpfen kann, dann ist alles möglich.“ 

Im einzigen Sonntagsspiel zwischen dem VCA Amstetten NÖ und dem TSV Raiffeisen Hartberg trifft ein ehemaliger Tabellenführer auf den aktuellen, inzwischen liegen die Steirer aber satte zwölf Punkte vor den Niederösterreichern. Doch wie Titelkonkurrent Aich/Dob musste auch der Supercup-Gewinner im Sechzehntelfinale des CEV-Cup die Segel streichen, im mittwöchigen Retourmatch beim belgischen Spitzenteam Tectum Achel gab es wieder nichts zu ernten (0:3).

„Nun geht es in der Meisterschaft weiter und da freuen wir uns, uns wieder beweisen zu können“, sagt TSV-Angreifer Tobias Willimek, der auch in Belgien zu den TSV-Stützen zählte. „Am Sonntag haben wir eine hartes Auswärtsspiel zu bestreiten, werden dies aber sehr fokussiert in Angriff nehmen. Wir sind bereit.“

Austrian Volley League Women – Runde 13

Freitag, 9. Jänner 2026

SH (Eisenerz)
Erzbergmadln Trofaiach Eisenerz – UVC Holding Graz
20:00 Uhr

Samstag, 10. Jänner 2026

Sport Arena (Wien)
VB NÖ Sokol/Post – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn
16:30 Uhr

SMS Kleinmünchen (Linz)
LINZ AG Steelvolleys – SPORTUNION z+p St. Pölten
18:30 Uhr

SH (Purgstall/Erlauf)
ASKÖ Volksbank Purgstall – ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt
19:00 Uhr

Sportzentrum Rif (Hallein)
PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg – TSV Sparkasse Hartberg
19:00 Uhr

Austrian Volley League Men – Runde 13

Samstag, 10. Jänner 2026

BSH Sportpark (Klagenfurt)
VBK Kelag Wörther-See-Löwen Klagenfurt – Union Raiffeisen Waldviertel
17:00 Uhr

Raiffeisen Volleydome (Ried/Innkreis)
UVC McDonald
s Ried/Innkreis – SPORTUNION z+p St. Pölten
18:00 Uhr

Jugend & Familiengästehaus (Bleiburg)
SK Zadruga Aich/Dob – UVC Holding Graz 
19:00 Uhr

Sport Arena (Wien)
TJ Sokol V/Post SV Wien – UNIONvolleys Bisamberg-Hollabrunn

19:00 Uhr

Sonntag, 11. Jänner 2026

Johann Pölz-Halle (Amstetten)
VCA Amstetten NÖ – TSV Raiffeisen Hartberg
16:30 Uhr

Austrian Volley League Women – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats

Austrian Volley League Men – alle Ergebnisse, Spiele, Teams und Stats

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