AVL Men: Amstetten gegen Hartberg souverän, Waldviertel müht sich gegen Sokol

  • 2. Oktober 2021

Zweites Spiel, zweiter Sieg für den VCA Amstetten NÖ! Die Mostviertler ließen am Samstag in der 2. Runde der AVL Men daheim gegen TSV Raiffeisen Hartberg nichts anbrennen und gewannen souverän 3:0 (25:17, 25:13, 25:22). Die Gastgeber waren in allen Elementen besser: 42:33 Angriffspunkte, 4:0 Asse, 10:5 Blocks und 19:14 gegnerische Fehler sprechen eine deutliche Sprache. Beste Scorer der Niederösterreicher waren Patryk Napiorkowski mit 16 und Jakub Czyzowski mit 12 Punkten. Bei Hartberg kam Maximilian Steinböck auf 14 Punkte.

Schon ab dem ersten Satz dominierten die Mostviertler das Match und ließen den Hartbergern nur wenig Möglichkeiten und Chancen. In den ersten beiden Sätzen konnte sie eine frühe Führung immer weiter ausbauen, lediglich im Schlusssatz wackelten sie ein wenig. „Wir wussten, dass wir unser Spiel durchziehen müssen und uns auf nichts einlassen dürfen“, erklärte Außenangreifer Maximilian Schober.  „Wir konnten den Fokus immer hochhalten, dadurch waren die Hartberger keine große Hürde für uns. Es hat gutgetan, bei der Rückkehr der Zuseher in die Johann-Pölz-Halle mit einem Heimsieg zu starten“, so Schober.

Abschied von Ichovski

Am Ende blieb fast kein Auge trocken in der Amstettner Johann-Pölz-Halle als sich die langjährige Kaderstütze Philip Ichovski vom Publikum verabschiedete. Zum letzten Mal lief der Mittelblocker im Dress des VCA Amstetten NÖ auf und gemeinsam mit seiner Mannschaft feierte er zum Abschluss seiner Profikarriere einen 3-0 Heimsieg gegen den TSV Raiffeisen Hartberg.

„Der VCA hat einen besonderen Platz in meinem Herz eingenommen. Es war aber wunderschön, dass ich mein letztes Spiel vor Publikum geben durfte. Das hat im letzten Jahr wirklich gefehlt“, schilderte der 29-Jährige, der sich nun voll seinem Malereibetrieb widmen wird. „Seit seiner Jugend habe ich ihn trainiert, als jungen Spieler nach Amstetten geholt. Wir konnten mit den Cupsiegen die größten Erfolge der Clubgeschichte feiern“, erinnerte sich Sportdirektor Michael Henschke.

Hypo Tirol VT gibt 2:0-Satzführung aus der Hand

In seinem ersten Heimspiel in der höchsten Spielklasse seit 2017 musste sich Aufsteiger Hypo Tirol VT nach Gewinn der ersten beiden Sätze dem VBC TLC Weiz 2:3 (25:22, 25:20, 22:25, 18:25, 12:15) geschlagen geben, schrieb aber immerhin erstmals an. Für die Steirer waren es ebenfalls die ersten (beiden) Punkte der Saison. Lange Zeit konnten die „jungen Wilden“ der Tiroler gut mithalten und brachten die Gäste in den ersten beiden Sätzen zur Verzweiflung. Einmal mehr zeigte sich der junge Finn Örley von seiner besten Seite. Er setzte die meisten Akzente im Spiel. Die Folge war eine 2:0-Satzführung der Innsbrucker. Weiz kam aber aus der zweiten Satzpause mit breiter Brust zurück und holte sich den dritten und vierten Durchgang mit 25:22 und 25:18. Somit mussten Kapitän Daniel Koncal und sein Team in den Tie-Break. Gleich zu Beginn geriet die Chrtiansky-Truppe in Rückstand, den man mangels fehlender Routine nicht mehr wettmachen konnte.

Headcoach Stefan Chrtiansky: „Wir waren knapp dran am Sieg, aber die Weizer waren einfach kaltschnäuziger und haben jeden Fehler von uns bestraft. Mich freut trotzdem der Punktegewinn.“ Topscorer waren auf Seiten von HYPO Finn Örley mit 13 Punkten, bei Weiz Alexander Bauer mit 20 Punkten.

Weiz-Coach Mucho Murauer: „Es war ein sehr durchwachsenes Spiel. Jedoch hat meine Mannschaft Kampfgeist bewiesen und bis zum letzten Punkt gekämpft.“

Weiz-Neuzugang Julian Hiedl: „Ich war schon heiß, endlich zu zeigen, was in mir steckt. Heute dann den Matchball in so einer Gänsehautpartie zu verwerten, macht mich glücklich.“

Rieds erster Dreier im Raiffeisen Volleydome

Den ersten vollen Erfolg im neuen Raiffeisen Volleydome konnte UVC Ried/Innkreis einfahren. Die Oberösterreicher setzen sich nach einem hartumkämpften ersten Satz gegen den VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt mit 3:0 (28:26, 25:15, 25:22) durch. Bei den Angriffspunkte hatte Ried mit 39:36 Zählern die Nase vorne ebenso bei den Blocks (6:1). Bei den Assen gab es einen 5:5-Gleichstand. 28mal profitierten die Gastgeber von gegnerischen Fehlern, 21mal die Gäste. Beste Scorer der Rieder war Tomasz Rutecki (14) und Markus Berger (11). Topscorer der Partie war Klagenfurts Arwin Kopschar mit 18 Zählern.

Die Kefer-Truppe zog von Beginn an davon. Beim Stand von 20:15 schlichen sich aber Eigenfehler ein. Die Gäste nutzten die Schwächephase und glichen beim 22:22 erstmals aus. Michael Fritz, der Aufspieler der Innviertler, brachte aber die notwendige Ruhe ins Team der Gastgeber. Im zweiten Durchgang spielten die Rieder erneut einen klaren Vorsprung heraus. Diesmal machte die Mannschaft, angeführt von Tomek Rutecki, den Sack souverän zu. Der letzte Durchgang war hart umkämpft. Am Ende holten sich die Rieder aber auch diesen. „Wie bereits in den Vorbereitungen für heute angekündigt, darf man Klagenfurt einfach nie abschreiben. Im ersten Satz haben wir klar geführt, zum Glück haben ihn dann auch zugemacht. Auch der dritte Durchgang war nie wirklich sicher. Michael Fritz hat uns heute viel Ruhe in den entscheidenden Phasen gebracht, das war gegen die starke Verteidigung von Klagenfurt sehr wichtig“, so Coach Dominik Kefer nach dem Spiel.

Union Raiffeisen Waldviertel müht sich zu Sieg über  TJ Sokol V/Post SV Wien

Im Duell zweier Auftaktsieger lieferte TJ Sokol V/Post SV Wien dem Favoriten und MEVZA-Akteur Union Raiffeisen Waldviertel einen großen Kampf, machte daheim einen 0:2-Satzrückstand wett und fightete auch im 5. Durchgang um jeden Punkte, ehe man doch mit 2:3 (17:25, 15:25, 25:19, 25:18, 13:15) den Kürzeren zog. Punkteanalyse aus Sicht der Gastgeber: Angriffe 43:49, Asse 7:15, Blocks 10:7 und gegnerische Fehler: 35:31. Topscorer der Partie war Sokols Clemens Ecker mit 22 Punkten. Auf Seiten der Waldviertler sorgten Peter Schnabel und Marek Sulc für jeweils 15 Zähler.

URW-Trainer Zdenek Smejkal: „Wir haben zwei Sätze gut und konzentriert gespielt, dann versucht, einige Spieler zu schonen. Das hat leider in den Sätzen drei und vier nicht funktioniert. Dann kämpften sich Burschen aber doch zum verdienten Matchgewinn. Wir müssen das Spiel genau analysieren, um gut durch die schwere und spielintensive Zeit zu kommen. Die bisherigen Auswärtssiege stimmen uns alle positiv und wir freuen uns schon auf die kommenden Heimspie-le in der Stadthalle Zwettl“

Auch in dieser Saison werden alle AVL-Spiele via volleynet.tv-Livestream übertragen!

Austrian Volley League Men, 2. Runde Grunddurchgang

Hypo Tirol Volleyballteam – VBC TLC Weiz 2:3 (25:22, 25:20, 22:25, 18:25, 12:15)
VCA Amstetten NÖ – TSV Raiffeisen Hartberg 3:0 (25:17, 25:13, 25:22)
TJ Sokol V/Post SV Wien – Union Raiffeisen Waldviertel 2:3 (17:25, 15:25, 25:19, 25:18, 13:15)
UVC Ried/Innkreis – VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt 3:0 (28:26, 25:15, 25:22)

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