VCA will mit bekanntem Trainergesicht zurück in Erfolgsspur

  • 8. Mai 2020

Die Covid19-Pandemie beendete im März vorzeitig die Saison, die Planungen für die kommende Spielzeit hat bei den DenizBank AG VL-Vereinen aber schon begonnen. VCA Amstetten Niederösterreich-Sportdirektor Michael Henschke gibt im folgenden Interview einen kurzen Überblick über den aktuellen Status und wie die Mostviertler mit einem altbekannten Trainergesicht an frühere Erfolge anschließen wollen.

Wie hat der VCA die vorzeitige Beendigung der heimischen Volleyballliga miterlebt?

Michael Henschke: „Wie alle Vereine hatten wir große Probleme, all unsere Legionäre in ihre Heimatländer zurückzubringen. Das ist uns zum größten Teil gelungen, aber mit dem Kanadier Leo Schober und dem Brasilianer Franco Drago sitzen nach wie vor zwei von ihnen in Amstetten fest. Diese Situation ist extrem schwierig für beide. Wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten alles, um ihnen das Leben in Amstetten so angenehm wie möglich zu machen.“

Kann man die Auswirkungen der Corona-Krise auf den VCA schon skizzieren?

„Wie viele andere Vereine, wurden wir hart getroffen und müssen große finanzielle Einbußen verkraften. Etwa dadurch, dass Events wie mögliche DenizBank AG VL Women-Finalspiele sowie das niederösterreichische Cupfinale und auch zwei Nachwuchs-Staatsmeisterschaften, die wir veranstaltet hätten, abgesagt werden mussten. Wir haben aber schon in der Vergangenheit mehrmals erfolgreich bewiesen, dass wir Krisen meistern und gestärkt aus solchen hervorgehen können.“

Wann kann der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden?

„Sobald es möglich ist, werden wir wieder trainieren. Vor allem unsere jungen Spieler aus der Region brennen auf den Trainingsbetrieb. Es wird Zeit, dass sie in ein professionelles System zurückkehren.“

In den vergangenen Jahren gab es viel Rotation am Trainerstuhl des VCA. Haben Sie schon einen neuen Coach für die kommende Saison verpflichtet?

„Dieser Punkt ist abgehakt und das freut uns besonders. Mit Igor Simuncic kehrt ein Trainer mit erfolgreicher VCA-Vergangenheit nach Amstetten zurück. Er war schon von 2016 bis 2018 bei uns, wir gewannen mit ihm zwei Cuptitel und wurden einmal Ligadritter. Eine erfolgreiche Zeit, in der wir im Cup zwei Jahre ungeschlagen blieben. Ich bin mir sicher, dass er den VCA zurück in die Erfolgsspur führen wird.“

Kehrt man mit Simuncic auch wieder zu den Wurzeln – weniger Legionäre, mehr Österreicher im Kader – zurück?

„Wir sind ja nie von diesem Weg abgekommen. Es war nur zuletzt extrem schwierig für uns, starke heimische Spieler zu verpflichten. Mein absoluter Wunsch wäre, zumindest drei Viertel des Kaders mit Österreichern zu besetzen und da sind wir auf einem guten Weg. Außerdem werden wir wieder einige Spieler aus unserem Nachwuchs an die höchste Spielklasse heranführen.“

PM/RED