Meister Graz holt Linz-Steg von Tabellenspitze, VC Tirol voran

  • 20. Oktober 2018

Die Damen des UVC Holding Graz sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Der Meister feierte nach drei AVL-Niederlagen den ersten Saisonsieg, schlug Askö Linz-Steg auswärts mit 3:1 (24:26, 25:23, 25:20, 25:20). Die Stahlstädterinnen hatten vor dieser Partie eine makellose Bilanz und waren an der Tabellenspitze gestanden.

Graz erzielte deutlich mehr Angriffspunkte (56:46) und Asse (10:4). Auch bei den Blockpunkten lagen die Murstädterinnen vorne (13:10), begingen aber mehr Eigenfehler (29:20). Topscorerinnen waren Nikolina Maros (20 Punkte) und Samantha Cash (14) bzw. Ursula Ehrhart (25) und Linda Peischl (10).

„Einerseits haben wir gesehen, dass wir gegen den Meister sehr gut mithalten und auch jederzeit gewinnen können. Das ist natürlich positiv. Andererseits tut es weh, dass wir im zweiten und dritten Satz sehr gute Chancen (19:15- bzw. 16:11-Führungen, Anm.) ausgelassen haben. Da haben die Grazerinnen unsere fehlende Kaltschnäuzigkeit eiskalt ausgenutzt und gezeigt, warum sie Meister geworden sind. Aus dieser Niederlage müssen wir schnell lernen und in Zukunft entschlossener auftreten“, so Linz-Steg-Coach Roland Schwab.

Der VC Tirol feierte den vierten Sieg, gewann bei Aufsteiger Union Bisamberg/Hollabrunn 3:1 (24:26, 25:17, 25:17, 27:25) und ist der neue Tabellenführer. „Wir haben ein tolles Spiel gezeigt, uns als Aufsteiger gut aus der Affäre gezogen und waren beim Service (8:7) und am Block (3:2) sogar etwas besser. Unterm Strich machen wir in jedem Spiel Fortschritte“, zeigt sich Bisamberg/Hollabrunn-Coach Torsten Goßmann trotz der vierten Niederlage nicht unzufrieden. Marion Luda ergänzt: „Wir haben viel Kampfgeist gezeigt, überraschend den ersten Satz gewonnen und am Ende knapp verloren.“

Vizemeister ATSC Wildcats Klagenfurt kommt nicht in die Gänge. Im Heimspiel gegen Rekord-Champion setzte es eine 0:3 (16:25, 23:25, 17:25)-Niederlage. Die Kärntnerinnen sind noch ohne Satzgewinn, während Sokol/Post bei neun Punkten hält. „Unsere jungen Spielerinnen haben ein ambitionierte, ordentliche Leistung gezeigt. Was noch fehlt, ist die Abgebrühtheit. Den zweiten Satz hätten wir mit etwas mehr Routine gewinnen können, wer weiß, was dann noch möglich gewesen wäre“, resümiert Wildcats-Obmann Josef Laibacher. Sokol/Post-Vize-Obmann Karl Hanzl fasst zusammen: „Wir haben über die Außenpositionen dominiert, durch die Mitte trotz des klaren Erfolges aber noch viel Luft nach oben.“

Bereits am Freitag fuhr die SG Prinz Brunnenbau Volleys den dritten Sieg ein, gewann bei der SG VBV Trofaiach/WSV Eisenerz in 80 Minuten 3:0 (27:25, 25:21, 25:16). „Ich bin begeistert. Das war ein toller Erfolg gegen einen starken Gegner. Damit hat unsere Mannschaft bewiesen, dass die Siege gegen Graz und Klagenfurt kein Zufallsprodukt waren. Wir haben auch keinen Satz verloren und das Team ist nach einem holprigen Beginn super ins Match zurückgekommen“, berichtete Pergs Sportdirektor Josef Trauner.

 Austrian Volley League Women

19.10.: SG VBV Trofaiach/WSV Eisenerz – SG Prinz Brunnenbau Volleys 0:3 (25:27, 21:25, 16:25)
20.10.: SG Union Bisamberg/Hollabrunn – VC Tirol 1:3 (26:24, 17:25, 17:25, 25:27)
20.10.: ATSC Wildcats Klagenfurt – SG VB NÖ Sokol/Post 0:3 (16:25, 23:25, 17:25)
20.10.: ASKÖ Linz/Steg – UVC Holding Graz 1:3 (26:24, 23:25, 20:25, 20:25)

Spielplan, Resultate und Tabelle

(SPORTLIVE/PM/RED)