U18-EM: Nachwuchs kämpft in Baden um Edelmetall

  • 12. Juni 2019

Am kommenden Wochenende geht es im Strandbad Baden wieder um Medaillen. Bei der CEV U18-Europameisterschaft presented by SPORT.LAND.NÖ fighten die Youngsters um europäisches Gold, Silber und Bronze. Österreich ist mit drei Mädchen- und Burschen-Teams vertreten. Marie Bruckner/Eva Schuller, Verena Janka/Rebecca Rihs und Kato De Meersman/Magdalena Rabitsch bzw. Julian Hiedl/Jacob Kitzinger, Noel Krassnig/Matthias Glatz und Ben Stockhammer/Tim Berger vertreten.

„Eine Einschätzung des Turniers ist sehr schwierig,“, erklärte ÖVV-Sportdirektor Beachvolleyball, Nik Berger, „da die Mädels und Jungs bisher kaum international aufgetreten sind. Wir haben in den vergangenen Wochen aber einen guten Kader zusammengestellt und werden uns teuer verkaufen.“ Betreut wird die rot-weiß-rote Mannschaft bei den Burschen von Nationaltrainer Robert „Nowo“ Nowotny, die Mädels von Matthias Pack. Lisi Klopf wird Pack unterstützen, Harald Dobeiner Nowotny.

„Wir haben drei fast gleich starke Teams zusammengestellt. Die können sich alle gegenseitig schlagen. Beim MEVZA-Turnier in Slowenien vor zwei Wochen konnten wir auch schon einige EM-Teilnehmerinnen schlagen“, so Pack zur Ausgangssituation bei den Mädels. „Die Russen werden sicherlich eine Benchmark bei diesem Turnier sein, da sie auch in der Vergangenheit im Nachwuchs sehr dominierend waren“, ergänzte Nowotny. „Wir schicken mit Jacob Kitzinger (Jahrgang 2003) und Tim Berger (JG 2004) zwei jüngere Spieler auf den Court. Sie sind in deren Jahrgänge die größten Talente und sollen schon jetzt Spielerfahrung für die kommenden Jahre sammeln“, so der ÖVV-Nationaltrainer.

Die Russinnen Bocharova/Gubina werden vom Betreuerstab als die Favoritinnen gesehen. Bocharova ist U20-Europameisterin und U19-Weltmeisterin, hat heuer schon das 2*-Turnier in Aydin gewonnen. Die Spanierinnen Moreno/Vergara zählen ebenfalls zum Favoritinnenkreis. Moreno hat vergangenes Jahr alle Under-Age-Turniere für Spanien gespielt und 2018 bei der Jugend-Olympia-Quali in Baden den dritten Platz geholt. Polen, Tschechien, Deutschland, die Niederlande und die Schweiz werden sicherlich auch gute Leistungen abliefern, so der Tenor.

Im Burschenfeld gibt es noch keine Spieler mit World-Tour Erfahrung. „Neben den Russen und Deutschen erwarte ich mir gute Spieler aus Lettland“, erklärt Nowotny. Außerdem tritt Markus Mol, Bruder der aktuellen Nummer 1 der Welt – Anders Mol – für Norwegen an. Für Estland wird Kaur Kais aufschlagen, sein Bruder hat lange auf der World Tour gespielt und gemeinsam mit Rivo Vesik auch das Turnier in Zagreb gewonnen. Interessant wird auch das Antreten der Slowenen Rok Mozic und Rok Bracko zu beobachten sein, da gibt es nach Hörensagen schon Vorverträge für die italienische Volleyball-Profiliga.

Am Mittwoch findet die Qualifikation statt, am Donnerstag starten die Gruppenspiele.

PM/RED