Trainingsrettungsschirm für ÖVV-Nachwuchs

  • 9. November 2020

Seit 3. November erleben wir in Österreich den zweiten Corona-Lockdown. Wie schon während des ersten im Frühjahr ist der Sport massiv betroffen. Aktuell dürfen nur noch im Spitzensportbereich Trainings stattfinden und Wettkämpfe durchgeführt werden. Für den heimischen Volleyball bedeutet dies, dass die DenizBank AG Volley League-Teams sowie alle ÖVV-AuswahlspielerInnen Halle und Beach (Elite u. Nachwuchs) von den Lockdown-Verordnungen ausgenommen sind. „Ausharren“ heißt es hingegen – zumindest bis Anfang Dezember – für sämtliche andere Mannschaften.

Somit dürfen die meisten Nachwuchs-NationalteamspielerInnen in ihren Vereinen momentan nicht trainieren. Speziell für diese AthletInnen hat der Österreichische Volleyballverband in Kooperation mit den Leistungszentren den ÖVV-Trainingsrettungsschirm ins Leben gerufen. An Stützpunkten in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Steiermark und Kärnten haben die ÖVV-Mädchen wie -Burschen aller Altersklasse die Möglichkeit, vier bis siebenmal pro Woche zu trainieren.

Das Athletik-Training wird für alle Nachwuchs-Teams von ÖVV-Fitnesscoach Juan Arenillas koordiniert. Für die Durchführung der Übungspläne sind die Stützpunkt-BetreuerInnen zuständig. Das Ball-Technik-Training leiten die verschiedenen Nachwuchs-Headcoaches. Natürlich können diese aufgrund der verschiedenen Stützpunkte nur begrenzt direkt in der Halle mit ihren Schützlingen arbeiten. Wo dies nicht möglich ist, übernehmen ÖVV-BetreuerInnen die Übungsleitung. Die ersten Trainings fanden bereits vergangene Woche statt.

ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath-Zobernig: „Diesen Nachwuchs-Trainingsrettungsschirm auf die Beine zu stellen, war ein erheblicher Aufwand. Alle unsere Trainerinnen und Trainer haben sich aber so richtig ins Zeug gelegt, um den jungen Athletinnen und Athleten dieses Angebot machen zu können. Wir fangen so all jene auf, die sonst während des Lockdown nicht trainieren könnten, nur zu Hause sitzen und warten müssten. Unsere Talente sind in einer entscheidenden Phase ihrer Entwicklung, in der Stillstand keine Option ist. Wir erwarten uns von dieser Maßnahme langfristig einen positiven Effekt auf ihre Karriere und kurzfristig Erfolge bei den kommenden Wettkämpfen wie MEVZA Championships und EM-Qualifikationen.“

ÖVV-Präsident Gernot Leitner: „Es ist generell Ziel des ÖVV, in mehreren `Volleyballzellen´ in Österreich den Nachwuchs dauerhaft professionell und koordiniert zu betreuen. Diese Strategie hilft uns nun dabei, auch in Zeiten des Lockdown eine qualitativ hochwertige Trainingsbetreuung an mehreren Standorten gewährleisten zu können!“

Alle Trainings werden unter strengen Sicherheits- und Gesundheits-Auflagen für SpielerInnen wie Betreuerinnen abgehalten. An allen Stützpunkten kommt das bereits im Frühjahr ausgearbeitete und schon mehrmals erfolgreich erprobte Nationalteam-Präventionskonzept zum Tragen. Dieses sieht u.a. neben regelmäßigen COVID-19-Testungen auch das Führen eines Gesundheitstagebuchs vor.

Vom E-Nationalteam-Camp zum Trainingsrettungsschirm

Bereits im vergangenen April – während des ersten Lockdown – ging der ÖVV bei der Betreuung seiner Nachwuchs-NationalteamspielerInnen einen neuen, innovativen Weg. In der Karwoche fand das erste „E-Nationalteam-Camp für zu Hause“ statt. Die Vermittlung der Trainingsinhalte erfolgte damals über die Kommunikationsplattform „ZOOM“ via Webcam oder Smartphone. Das Programm umfasste Athletik- und Mentaltrainings, volleyballspezifische Schwerpunkte sowie Vorträge. Die Resonanz war durchwegs positiv. Der neue Trainingsrettungssschirm ist in Teilen auch eine Weiterentwicklung des E-Nationalteam-Camps.

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