Sokol/Post ringt Linz-Steg nieder, Graz an der Spitze

  • 1. November 2020

Rekordmeister SG VB NÖ Sokol/Post stoppte Sonntagnachmittag den Erfolgslauf von ASKÖ STEELVOLLEYS Linz-Steg, gewann das Schlagerspiel der 6. Runde im DenizBank AG VL Women-Grunddurchgang 3:2 (25:21, 25:23, 18:25, 22:25, 15:7). Für die Oberösterreicherinnen war es die erste Saisonniederlage, Sokol/Post kommt hingegen nach einem verpatzen Ligastart immer besser in Fahrt.

Das Team von Trainerin Zuzana Pecha-Tlstovicova hätte in der Wiener Posthalle durchaus auch drei Punkte einfahren können, gab es doch im vierten Satz eine komfortable Führung (u.a. 16:10) noch aus der Hand. Im Tie-Break machten es die Gastgeberinnen allerdings wesentlich besser und ließen nichts anbrennen.

Linz-Steg verpasste es, mit dem Tabellenzweiten TI-abc-fliesen-volley gleichzuziehen. Sokol/Post hält nach dem zweiten Erfolg bei sieben Punkten und ist weiterhin Siebenter.

Sokol/Post-Trainerin Zuzana Pecha-Tlstovicova: „Wir haben eine starke Teamleistung gebraucht, und die haben wir gezeigt. Jede hat mitgeholfen, alle haben alles gegeben. Wir freuen uns unglaublich. Wir haben Linz-Steg geschlagen, obwohl wir nicht gut in diese Saison gestartet sind.“Sokol/Post-Kapitänin Diana Mitrengova: „Ich bin unglaublich stolz. Wir hatten die ersten zwei Sätze unter Kontrolle, Linz hat danach aber besser gespielt. Ich bin sehr froh, dass wir den Tie-Break dann noch für uns entschieden haben. Vor dem letzten Satz hab ich gesagt: ‚Wir müssen ganz einfach gewinnen, es gibt keine andere Option!‘“

STEELVOLLEYS-Coach Roland Schwab: „Wir haben eine sehr durchwachsene Leistung gezeigt. Zu Beginn waren wir zu passiv, im zweiten Satz dann eigentlich gut im Spiel, konnten aber nicht ausgleichen. Nach einer taktischen Umstellung ging es im dritten Durchgang besser, im vierten zeigte Sokol/Post im Finish Nerven, verspielte eine deutliche Führung. Der Tie-Break hat für uns denkbar schlecht begonnen und wir sind wieder in die Muster der ersten zwei Sätze zurückgefallen. Der Sieg von Sokol/Post war absolut verdient. Wir werden die Niederlage analysieren. Das Spiel hat uns gezeigt, woran wir arbeiten müssen und das werden wir weiter tun.“

Topscorerinnen waren Diana Mitrengova (20) und Aida Mehic (15) bzw. Nikolina Maros (19) und Milena Spasojevic (13). Sokol/Post nahm besser an, erzielte 20 Angriffspunkte mehr (66:46) bei einer Quote von 39% zu 32%. Bei den Assen hatten die Gastgeber mit 8:3 die Nase vorne, allerdings begingen sie auch 17 Servicefehler, Linz Steg nur 5. Die STEELVOLLEYS erzielten sechs Blockpunkte mehr (14:8) und begingen deutlich weniger Fehler (23:38).

Grazerinnen nach Kantersieg an Tabellenspitze

UVC Holding Graz wurde zum Abschluss der 6. Runde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht, fertigte Aufsteiger SG UNIONvolleys Bisamberg/Hollabrunn in nur 63 Minuten 3:0 (25:9, 25:20, 25:6) ab und führt somit die Tabelle auch nach diesem Wochenende an. Die Murstädterinnen haben mit 16 Zählern einen Punkt mehr als TI-volley gesammelt. Linz-Steg liegt drei Punkte zurück, hat allerdings ein Spiel weniger ausgetragen.

Graz-Trainer Matthias Pack: „Ich bin mit der Leistung und dem Ergebnis zufrieden. Die Mädels haben eine konstante Leistung gezeigt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“

Graz-Libera Anna Oberhauser: „Wir haben unser Spiel durchgezogen und nur im zweiten Satz ein wenig nachgelassen. Wir haben einige Varianten ausprobieren können und sind zufrieden.“

Bisamberg-Trainer Zoran Nikolic: „Gratulation an Graz. Sie haben uns mit dem Service sehr unter Druck gesetzt und wir konnten unser Spiel nicht aufziehen. Nur im zweiten Satz lief es besser bei uns und wir haben mitspielen können.“

Bisamberg-Angreiferin Victoria Höfer: „Es ist immer schwierig, gegen eine so gut eingespielte Mannschaft zu spielen. Im zweiten Satz haben wir unseren Rhythmus gefunden, konnten ihn aber nicht halten.“

Topscorerinnen im Raiffeisen Sportpark: Anna Trubakova (16) und Ursula Ehrhart (11) bzw. Anja Adamovic und Victoria Höfer (je 5). Matchstats: Angriffspunkte 47:15, Asse 6:3, Blockpunkte 8:1 und Eigenfehler 16:14.

DenizBank AG VL Women, 6. Runde

30.10.: TSV Sparkasse Hartberg vs. SG Erzbergmadln VBV Trofaiach/WSV Eisenerz 0:3 (19:25, 21:25, 26:28)
31.10.: TI-abc-fliesen-volley vs. PSV VBG Salzburg 3:1 (25:23, 19:25, 25:23, 25:20)
31.10.: ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt vs. VC Tirol 3:0 (25:17, 25:21, 25:16)
01.11.: SG VB NÖ Sokol/Post vs. ASKÖ STEELVOLLEYS Linz-Steg 3:2 (25:21, 25:23, 18:25, 22:25, 15:7)
01.11.: UVC Holding Graz vs. SG UNIONvolleys Bisamberg/Hollabrunn 3:0 (25:9, 25:20, 25:6)

Ergebnisse, Stats, Spielplan und Tabelle

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