Sieben ÖVV-Teams bei 4*-Turnier in Ostrava am Start

  • 1. Juni 2021

Gleich sieben rotweißrote Teams treten in dieser Woche beim 4* FIVB Wolrd Tour-Event in Ostrava/Tschechien an. Sechs davon sind bereits am Mittwoch in der Qualifikation im Einsatz: Nadine Strauss/Teresa Strauss, Dorina Klinger/Ronja Klinger, Clemens Doppler/Alex Horst, Julian Hörl/Moritz Pristauz, Xandi Huber/Christoph Dressler und Robin Seidl/Philipp Waller. Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig steigen erst im Hauptbewerb ein.

„Wir wollen unser volles Potential abrufen, einfach wieder gut spielen, ein Top-10-Ergebnis ist dann auf jeden Fall erreichbar“, erläutert Schützenhöfer. Zunächst gilt es aber einmal mehr, die Gruppenphase gut zu überstehen und in jedem Match alles rauszuholen. Das ÖVV-Top-Duo hat die Spiele vergangenen Woche in Sotschi noch einmal genau analysiert. Vor allem im Sideout-Spiel will man sich verbessern.

Auf die weiteren österreichischen Teams wartet die Qualifikation. „Unser Ziel ist es natürlich, diese zu überstehen. Wir hoffen auf eine etwas glücklichere Auslosung. In Sotschi waren die Brasilianerinnen wirklich sehr stark“, so Teresa Strauss. Und Zwillingsschwester Nadine ergänzt: „Wir haben zuletzt bis zum Technical Time-Out gut gespielt und werden versuchen, das kommende Match konstant durchzuziehen.“

Auch die Klingers haben den Main Draw im Visier. „Einfach wird das natürlich nicht, weiß Ronja, „doch wir werden unser Bestes geben und wollen die gelungene Leistung vom letzten Turnier erneut abrufen.“ Das Duo konnte sich beim 1* World-Tour-Turnier in Sofia auf den Bronze-Platz spielen, startet daher selbstbewusst in die Qualifikation. Dorina: „Wir wollen den Fokus auf die Dinge legen, die in Sofia schon gut funktioniert haben.“

Doppler/Horst konnten in Sotschi verletzungsbedingt nicht antreten. Die Vizeweltmeister 2017 sind in der ehemaligen Stahlstadt an der tschechisch-polnischen Grenze in der Quali die Nummer 3. „Die Courts sind hier ganz speziell. Alle Felder sind in der ehemaligen Stahlfabrik aufgeschüttet, man spielt umringt von rostigen Rohren, verfallenen Fördertürmen und riesigen Hallen“, berichtet Horst. Doppler machte zuletzt eine Knie-Verletzung einen Strich durch die Rechnung. „Seit vergangenem Mittwoch konnten wir aber wieder normal trainieren, die Behandlungen haben Erfolg gezeigt. Ich freue mich auf die Competition nach der unfreiwilligen Pause auf Grund der Krankheit vor Cancun bzw. der Verletzung vor Sotschi.“

Seidl/Waller haben sich in der Vorwoche in der russischen Olympia-Stadt aus der Quali heraus bis ins Achtelfinale durchgeschlagen, einen Top-5-Platz nur ganz knapp verpasst. „Besonders positiv stimmt mich, dass wir unser Spiel immer noch verbessern können. Jetzt heißt es, in dieser Form weiterzuspielen – vielleicht noch ein bisschen besser. Dann verdienen wir uns ein Halbfinale“, so Seidl.

Moritz Pristauz tritt in Ostrava mit Julian Hörl an, da Martin Ermacora wegen einer im Continental Cup erlittenen Sprunggelenks-Verletzung noch außer Gefecht ist. Das vierte ÖVV-Männer-Team, das die Quali in Angriff nimmt, ist Routinier Huber mit Partner Dressler. Doppler: „Ich denke, alle österreichischen Teams haben die Chance auf das Hauptfeld. Manchmal entscheiden nur Kleinigkeiten zwischen Erfolg und Niederlage!“

Die FIVB macht keinen Unterschied, ob SpielerInnen geimpft sind oder nicht. Daher müssen Teams die Quarantäne im Spielerhotel absitzen. „Natürlich langweilig! Viel Video, viel Telefonie und natürlich würfeln. Essen am Zimmer! Alle müssen auf die PCR-Testergebnisse am Zimmer warten. Also, man kann sich vorstellen – ein Traum“, berichtet Horst.

SPORTLIVE/PM/RED