Showdown im ÖVV-Cup: Final-4-Doppel am Wochenende in Graz

  • 27. Februar 2020

Das Austrian Volley Cup Final Four-Turnier presented by Energie Steiermark am Wochenende im Raiffeisen Sportpark Graz ist das erste nationale Volleyball-Highlight 2020. Zunächst stehen am Samstag ab 14 Uhr die Halbfinalspiele der Damen und Herren auf dem Programm.

Den Auftakt machen die Damen: die Kelag Wildcats Klagenfurt fordern Titelverteidiger ASKÖ Linz-Steg, die TI-esssecaffé-volley den UVC Holding Graz. Im Anschluss ermitteln die vier Männer-Teams die Finalisten: Titelverteidiger UVC Holding Graz trifft auf den UVC Weberzeile Ried und die Wörther-See Löwen Klagenfurt messen sich im Kärntner Derby mit dem SK Zadruga Aich/Dob. Die Endspiele am Sonntag (Damen 17.55 Uhr und Herren 20.25 Uhr) überträgt ORF Sport+ live!

Das-Halbfinalduell zwischen Linz-Steg und Wildcats ist die Neuauflage des Endspiels 2019. „Für uns spricht die größere Routine und die positiven Erinnerungen an das vergangene Jahr. Klagenfurt gefällt hingegen sicherlich die Rolle des Jägers. Sie passt auch gut zu diesem jungen Team. Wir müssen definitiv mit voller Attacke und hoher Risikobereitschaft rechnen“, analysiert Linz-Steg-Trainer Roland Schwab.

Wildcats-Headcoach Helmut Voggenberger weiß um die Außenseiterrolle seines Teams, spricht von Linz-Steg als „ein erfahrenes Kollektiv, ein sehr kompaktes Team“. Andererseits sind auch seine Spielerinnen in den vergangenen zwölf Monaten gereift, an den Aufgaben gewachsen. „Wir werden alles versuchen, um Linz zu biegen“, verspricht Wildcats-Kapitänin Daniela Katz, die nach ihrer Bandscheiben-OP endlich wieder Wettkampfluft schnuppern kann.

Die Damen des UVC Graz wollen sich zum dritten Mal nach 2017 und 2018 die Cup-Krone aufsetzen. Im Semifinale gegen die TI-Volley sind sie klar in der Favoritenrolle. „Vor zwei Jahren haben wir im Cup gewonnen und dann auch die Meisterschaft für uns entschieden. Diese beiden Erfolge stehen auch heuer wieder ganz oben auf unserer Liste. Wir werden am Wochenende alles geben, um unser erstes Saisonziel zu erreichen“, stellt Eva Dumphart, Kapitänin der Gastgeberinnen, klar.

Für die Spielerinnen der TI-Volley ist nach dem Erreichen DenizBank AG VL Women-Viertelfinales der Einzug in das Austrian Volley Cup Final Four presented by Energie Steiermark das Highlight dieser Saison. „Das gesamte Team freut sich bereits auf dieses Wochenende. Wir können voller Energie in das Spiel starten, haben nichts zu verlieren. Schauen wir, was dabei herauskommt“, meint TI-Volley-Kapitänin Sarah Örley.

Das Herren-Team des UVC Graz konnten bereits dreimal im Cup triumphieren: 2012, 2015 und 2019. Die Titelverteidiger rechnen sich wieder gute Chancen aus, am Sonntag ganz oben zu stehen. „Wir sind laut Papierform im Halbfinale gegen Ried sicherlich die Favoriten, aber die Innviertler darf man nie unterschätzen. Wir müssen voll konzentriert ins Wochenende gehen und unser bestes Volleyball zeigen. Dann ist auch heuer der Titelgewinn möglich“, erläutert Graz-Mittelblocker David Reiter.

Sportdirektor Frederick Laure träumt sogar von „Doppel-Gold“. Noch ist es keinem Verein geglückt, mit Damen und Herren in einem Jahr den Titel zu holen. „Es ist schon lange unser Ziel, leider hat es bis jetzt noch nicht geklappt. Vielleicht ist es heuer zu Hause unsere letzte Chance. Es wäre der absolute Wahnsinn, wenn es diesmal gelingen sollte“, hofft Laure, mit seinen Teams österreichische Volleyball-Geschichte schreiben zu können.

Bei den Riedern fällt Michael Fritz aus. Der Zuspieler zog sich im Training eine Ellenbogenverletzung zu. Als Ersatz wurde Ludwig Schmidt nachgemeldet. „Ich kenne ihn nur als Gegenspieler von früher, als er noch beim PSV Salzburg aktiv war. Ich kann nur sagen, ich freue mich, dass er jetzt in meinem Team spielt und nicht mehr gegen mich. Ein echter Kenner und Könner in unserem Sport“, erklärt Rieds Marketingleiter und Ersatz-Mann im Cup, Peter Eglseer.

Im zweiten Männer-Halbfinale kommt es zu einem Kärntner Derby: die Wörther-See Löwen Klagenfurt standen zuletzt vor zwölf Jahren unter den Top-4, dementsprechend groß ist die Vorfreude auf das Duell mit Meister Aich/Dob. Die Bleiburger konnten sich erst am 9. Februar als letztes Team für den Showdown im Raiffeisen Sportpark qualifizieren. Man darf gespannt sein, wozu Aich/Dob ohne seine Legionäre in der Lage ist.

„Unser Vorteil ist natürlich, dass wir die ganze Saison nur mit Österreichern spielen“, erklärt WSL-Sportdirektorin Karin Frühbauer. „Aich/Dob hat jedoch einige Nationalteamspieler am Start und mit Michi Leeb einen sehr routinierten Aufspieler! Es wird jedenfalls eine Challenge!“ Für den Cup haben sich die Klagenfurter auf der Libero-Position mit Florian Schnetzer verstärkt. Er spielte schon 2014 bis 2016 im WSL-Dress. „Er ist sicherlich einer der besten Liberos in Österreich und gibt dem Team Sicherheit und Energie“, ist Kapitän Simon Frühbauer begeistert.

Austrian Volley Cup Final Four presented by Energie Steiermark

29.02., 14:00: ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt vs. ASKÖ Linz-Steg
29.02., 16:00: TI-esssecaffé-volley vs. UVC Holding Graz

29.02., 18:00: UVC Holding Graz Herren vs. UVC Weberzeile Ried
29.02., 20:00: VBK Wörther-See Löwen Klagenfurt vs. SK Zadruga Aich/Dob

Livestreams aller Halbfinalspiele am Samstag inklusvie Kommentar und Interviews über die ÖVV-Social-Media-Kanäle.

01.03., 17:55: Finale Damen (ORF Sport+ live)
01.03., 20:25: Finale Herren (ORF Sport+ live)

SPORTLIVE/PM/RED