Nachwuchsnationalteam trainierten

  • 3. November 2016

Am Mittwoch ging im Landessportzentrum VIVA in Steinbrunn der letzte von insgesamt fünf Trainingslehrgängen der verschiedenen Nachwuchsnationalteams zu Ende. Neben den bereits bestehenden Jugendnationalteams sowie dem Juniorenteam, die sich auf die EM- bzw. WM-Qualifikation Anfang 2017 vorbereiteten, wurde im Bundessport- und Freizeitzentrum Obertraun außerdem bereits die nächste SpielerInnengeneration gesichtet.

Durch die vom europäischen Volleyball Verband eingeführte zusätzliche Nachwuchskategorie und die damit verbundene Adaptierung des Sichtungssystems in Österreich, werden die neuen Jugendnationalteams künftig ein Jahr früher als bisher gesichtet. So ist die nächste Generation auch bereits im Jänner 2018, anstelle von 2019, erstmals international im Einsatz.

Um diese Umstellungsphase bestmöglich zu überbrücken, wurden die neuen Jahrgänge (Burschen: 2001 und jg, Mädchen: 2002 und jg., Anm.) anders als bisher bereits vor dem diesjährigen Bundesjugendbewerb (April 2017, Anm.) gesichtet. In Zusammenarbeit mit den verantwortlichen TrainerInnen in den Landesverbänden erhielten 24 Mädchen bzw. 28 Burschen die Einladung zum fünftägigen Sichtungslehrgang nach Obertraun.

ÖVV-Nachwuchskoordinator Florian Sedlacek koordinierte das TrainerInnenteam und konnte sich selbst einen ersten Überblick verschaffen: „Die Sichtungslehrgänge haben ihren Zweck erfüllt und uns erste Aufschlüsse geliefert. Durch den neuen, früheren Zeitpunkt der Sichtung sind allerdings auch rasche Veränderungen (körperlich, technisch, athletisch, Anm.) sehr wahrscheinlich. Den aktuellen Stand darf man daher nicht überbewerten. Bis zum Bundesjugendbewerb im April bzw. bis zum nächsten Lehrgang (voraussichtlich Spätsommer 2017, Anm.) kann sich einerseits bei den gesichteten Spielern noch viel tun. Andererseits können natürlich auch noch einige neue Spieler auftauchen. Der Kontakt zu den Landesverbänden ist daher in dieser Phase ganz wichtig. Ich bin schon jetzt auf die Entwicklungen bis zum April gespannt.“

Ein Vergleich mit vormaligen Generationen kommt für Sedlacek aus genannten Gründen zu früh: „Vorerst ist abwarten angesagt. Wir haben uns nur kurz mit mannschaftstaktischen Aspekten beschäftigt. Schwerpunkt war die Beobachtung und das individuelle Betreuen der SpielerInnen. In vielen Spielen in Kleingruppen konnte man jedenfalls erkennen, dass das allgemeine Spielverständnis gut ausgeprägt ist.“

Jugendnationalteams in Steinbrunn aktiv
Mit dem Lehrgang des weiblichen Jugendnationalteams endete am Mittwoch der letzte Herbst-Trainingskurs der Nachwuchsteams. Die Truppe von Evelyn Siebert und Ali Bajraktarevic bestritt im September bereits ein Vorbereitungsturnier in Italien. Die Traininstage in Steinbrunn bildeten einen Zwischenschritt im Rahmen der Vorbereitung auf die Jugend-EM-Qualifikation Anfang Jänner.

Seit kurzem steht fest, dass die Qualifikationsgruppe der ÖVV-Mädchen in Bulgarien ausgetragen wird. Gegner sind neben den Gastgeberinnen Belgien und die Schweiz.

Die unmittelbare Vorbereitung auf die EM-Qualifikation beginnt am 27. Dezember mit den MEVZA-Youth-Championships. Ernst wird es am 12. Jänner, wenn das Eröffnungsspiel gegen Bulgarien am Programm steht. Aus den acht Gruppen qualifizieren sich die Gruppensieger sowie die drei besten Zweiten für die Endrunde in den Niederlanden (1. – 9. April 2017).

Schon vor den Mädchen trainierte in Steinbrunn unter der Führung von Sebastian Tatra und Andreas Reiser die männliche Jugendauswahl.

Die Burschen treffen im Jänner im Rahmen einer Dreiergruppe auf Finnland und Norwegen und können dabei auf den Heimvorteil setzen, Pool H wird in der Johann-Pölz-Halle in Amstetten ausgetragen. Das letzte Dreier-Turnier in Österreich ist noch in guter Erinnerung. Im Rahmen der Junioren-WM-Qualifikation ließen Paul Buchegger und Co. vor knapp zwei Jahren in Graz Serbien und Rumänien hinter sich und schafften den Aufstieg.

Im Gegensatz zu den Mädchen qualifizieren sich aus den acht Gruppen allerdings nur zehn Teams für die Endrunde (22. – 30. April 2017). Grund dafür ist die geteilte Ausrichtung in Ungarn und der Slowakei. Beide Veranstalter sind automatisch qualifiziert.

JuniorInnen fiebern Auslosung entgegen
Mit großer Spannung wird außerdem die bevorstehende Auslosung der Junioren-WM-Qualifikation erwartet. Sowohl die Mädchen als auch die Burschen stellen sich zwischen 6. und 8. Jänner 2017 dieser Herausforderung. In beiden Kategorien haben jeweils nur 16 Nationen genannt, wodurch sich die Aufstiegschancen wesentlich erhöhen. Die zweite Qualifikationsrunde findet Mitte Mai 2017 statt! – ÖVV/FST