Herrenteam arbeitet am Feinschliff

  • 8. September 2016

Bereits in einer Woche steht für das Herrennationalteam die 2. Runde der EM-Qualifikation am Programm. Die Truppe von Trainer Michael Warm trifft bei den beiden Qualifikationsturnieren auf die Niederlande, die Türkei und Weißrussland. Bis zum Auftakt in der Türkei wird noch intensiv an der Feinabstimmung gearbeitet.

Warm: „Müssen Level halten“
Nach dem gelungenen Aufstieg in die zweite EM-Qualifikationsrunde Anfang Mai und der Bronzemedaille bei der 2016 CEV Volleyball European League im Juli strebt das Herrennationalteam danach, die Erfolgsserie in den kommenden zwei Wochen im Rahmen der EM-Qualifikationsturniere in der Türkei und in den Niederlanden weiter fortzusetzen.
Trainer Michael Warm ist sich der großen Herausforderung allerdings wohl bewusst: „Man muss ganz klar sagen, dass speziell die Niederlande und die Türkei extrem starke Gegner sind. Unsere Bilanz gegen Weißrussland fällt heuer bislang sehr positiv aus. Das ist aber noch lange keine Garantie dafür, dass es so bleibt.“
Die tiefer gehende Analyse des Teamtrainers fällt so aus: „Die Türkei und die Niederlande haben in der FIVB World League Gruppe zwei einen guten Eindruck hinterlassen, sich als kompakte Einheiten präsentiert und sich so auch beide für das Final Four qualifiziert. Wir wissen das beide unbedingt Gruppensieger werden wollen. Die Türkei hat extra einige erfahrene Spieler ins Team zurückgeholt, um dieses Ziel erreichen zu können. Die Niederländer sind mit ihrer neuen Spielergeneration am Weg nach oben. Unsere Chance könnte sein, dass sich die beiden sehr stark aufeinander konzentrieren und uns dabei etwas außer Acht lassen.“
Einen kleinen Vorgeschmack darauf, was die Österreicher ungefähr erwartet, gaben die beiden Testspiele gegen Finnland in der vergangenen Woche: „Ich gehe davon aus, dass die Finnen mindestens gleich stark wie die Türken bzw. die Niederländer sind. Auf diesem Level ist die Luft schon richtig dünn. Die Teams verfügen in ihrem Spiel über enorme Stabilität.“
Daraus leitet Warm auch die Marschrichtung für sein Team ab: „Wir müssen versuchen unseren Level zu halten. Neben der Stabilität spielt für uns auch die Angriffseffizienz eine große Rolle. Bis kommende Woche werden wir hier nochmals ansetzen und versuchen die notwendigen Verbesserungen zu schaffen. Umgekehrt muss ich betonen, dass wir viele Dinge in vielen Phasen wirklich gut gemacht haben. Jetzt geht es einfach darum, sie auch auf den Punkt hinzubekommen. Bei der EM-Qualifikation werden schließlich keine Schönheitspreise verliehen. Da zählen nur mehr die Ergebnisse.“
Der gesamte Kader präsentiert sich aktuell in starker Verfassung: „Erfreulicherweise gibt es aktuell auch keine verletzungs- und krankheitsbedingten Probleme, sodass wir aus den Vollen schöpfen können.“
Damit meint Warm auch Routinier Philip Schneider, der dem Team für die EM-Qualifikation zur Verfügung steht: „Kein Spieler in unserem Kader verfügt über ähnlich viel Erfahrung wie Philip. Als einer der Topscorer der starken französischen Liga ist er eine enorme Verstärkung für die Mannschaft. Mit ihm gewinnen wir auch einige neue Aufstellungsvarianten. Ähnlich wie Paul Buchegger kann er sofort auf mehreren Positionen spielen.“

2017 CEV Women European Championship, 2. Runde, Pool F

Turnier 1 in Izmir (TUR)
15.9.: Österreich – Türkei
16.9.: Österreich – Weißrussland
17.9.: Österreich – Niederlande

Turnier 2 in Amsterdam (NED)
23.9.: Österreich – Niederlande
24.9.: Österreich – Türkei
25.9.: Österreich – Weißrussland

Modus
Der Sieger qualifiziert sich für die Endrunde, die zweitplatzierte Mannschaft kommt in die 3. Runde, die bereits Anfang Oktober ausgetragen wird. – STA