ÖVV-Damen unterliegen Griechenland, Chance weiter intakt

  • 9. Mai 2021

Österreichs Volleyball-Damen-Nationalteam musste sich im abschließenden Spiel des ersten Qualifikationsturnier zur CEV EuroVolley 2021 in Larissa Gastgeber und Favorit Griechenland 0:3 (14:25, 8:25, 18:25) geschlagen geben. Die ÖVV-Damen kommen daher als Gruppendritte nach Graz, wo vom 13. bis 15. Mai im Raiffeisen Sportpark die Retourspiele gegen Spanien, Norwegen und eben Griechenland auf dem Programm stehen.

Zum EM-Quali-Auftakt gegen die Ibererinnen wäre aufgrund des Matchverlaufs durchaus mehr als ein 1:3 möglich gewesen, gegen die Skandinavierinnen fuhren die Österreicherinnen den angestrebten 3:0-Sieg ein, den physisch überlegenen Griechinnen hatten sie Sonntagabend allerdings nur wenig entgegenzusetzen. Diese hatten schon in den ersten beiden Spielen keinen Satzverlust hinnehmen müssen, konnten ihren Heimvorteil also optimal ausnützen.

Katharina Holzer und Monika Chrtianska waren mit je sechs Punkten Österreichs Topscorerinnen, bei Griechenland kam Anthi Vasilantonaki auf 18 Punkte gefolgt von Olga Strantzali mit 13. Ende des dritten Satzes verletzte sich ÖVV-Mittelblockerin Nina Nesimovic und musste zu einer Erstdiagnose ins Spital.

Die Statistik spiegelt das Ergebnis wider: Angriffspunkte 19 zu 40 (Quote 21% zu 47%), Asse 2 zu 9, Blockpunkte 3 zu 4, Annahme 43% zu 52% und Punkte durch gegnerische Fehler 16 zu 22.

Die ÖVV-Stimmen zum Spiel gegen Griechenland

Teamkapitänin Sophie Wallner: „Wir sind alle enttäuscht. Dann hat sich auch noch Nina verletzt, wir wünschen ihr natürlich alles Gute! Klar ist, wir können es besser! Man muss aber auch sagen, dass Griechenland das sehr routiniert runtergespielt hat und eine sehr gute Mannschaft ist.“

Monika Chrtianska: „Wir hatten hier bei diesem Turnier Höhen und Tiefen. Wir haben gesehen, dass wir gegen gute Teams mithalten können. Manchmal haben wir aber vielleicht mit zu viel Respekt gespielt und nicht alles aus uns rausholen können, was wir eigentlich in uns haben. Wir müssen uns jetzt jedenfalls auf die Serie zu Hause konzentrieren. Wir werden nochmals alles versuchen, um stärker zurückzukommen. Es ist noch viel mehr in uns drinnen. Wir können viel daraus lernen, was wir in den letzten Tagen erlebt haben.“

Teamchef Jan de Brandt: „Wir konnten gegen Griechenland nicht die Leistung bringen, die ich mir vorgestellt habe. Wir haben nicht gut serviert, sie nicht stören können. Heute gab es einen Niveau-Unterschied. Griechenland hat wirklich kraftvolle Spielerinnen und die haben auch eine sehr gute Leistung gebracht. Generell ist das eingetreten, was sich vermutet hatte: Das Spiel gegen Spanien war sehr entscheidend für das gesamte Turnier. Das Wichtigste war aber, gegen Norwegen mit 3:0 zu gewinnen. Das bedeutet, dass wir in Graz noch immer die Chance haben, wenn wir dort Spanien schlagen und nochmals Norwegen. Dann sehen wir weiter. Die Chance, sich zu qualifizieren, ist noch immer da. Und die wollen wir nützen!“

Sportdirektor Gottfried Rath-Zobernig: „Heute sind wir klar an unsere Grenzen gelangt. Griechenland war in allen Elementen besser. Wir haben zwar gewusst, dass sie die Favoriten sind, aber unser Plan ist überhaupt nicht aufgegangen. Das negative Tüpferl auf dem I ist die Verletzung von Nina Nesimovic, die gleich ins Spital gebracht wurde und noch durchgecheckt wird.“

CEV EuroVolley 2021 Qualifiers| Women

Pool C, Tournament 1 in Larissa/Griechenland (Spiele AUT)
07.05.: Österreich vs. Spanien 1:3 (26:28, 18:25, 25:23, 23:25)
08.05.: Österreich vs. Norwegen 3:0 (25:16, 25:18, 25:14)
09.05.: Österreich vs. Griechenland 0:3 (14:25, 8:25, 18:25) 

Pool C, Tournament 2 in Graz, Raiffeisen Sportpark
13.05., 17:35: Österreich vs. Spanien (LIVE in ORF Sport+)
13.05., 20:20: Norwegen vs. Griechenland
14.05., 17:35: Spanien vs. Griechenland LIVE in ORF Sport+)
14.05., 20:20: Österreich vs. Norwegen LIVE in ORF Sport+)
15.05., 17:35: Spanien vs. Norwegen
15.05., 20:20: Österreich vs. Griechenland LIVE in ORF Sport+)

CEV-Ranking: 14. Spanien, 22. Griechenland, 27. Österreich, 32. Norwegen

Modus: Der Gruppensieger und -zweite lösen das EM-Ticket. Die Europameisterschaft findet von 18. August bis 4. September in Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Serbien statt.

Spielplan, Ergebnisse und Tabelle

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