Finale in der DenizBank AG VL Women-Hinrunde

  • 21. November 2019

Die Top-4 des DenizBank AG VL Women-Grunddurchgangs sind Samstagabend in der neunten Runde auswärts im Einsatz. Tabellenführer ASKÖ Linz/Steg tritt bei der PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg an, Verfolger UVC Holding Graz bestreitet bei den Erzbergmadln Trofaiach/Eisenerz das Steiermark-Derby, Rekordmeister SG VB NÖ Sokol/Post reist zum Finalisten der vergangenen Saison, SG Prinz Brunnenbau Volleys, und die Kelag Wildcats Klagenfurt sind beim punktelosen Schlusslicht TSV Sparkasse Hartberg klar zu favorisieren. Viel Brisanz verspricht das fünfte Duell des letzten Spieltags der Hinrunde: der VC Tirol bittet Aufsteiger TI-esssecaffè-volley zum Innsbruck-Derby in das Landessportcenter.

Titelverteidiger Linz-Steg musste noch keinen Punkt und erst zwei Sätze abgeben, stellt mit Taylor Alexander die Spielerin mit der besten Angriffsquote (63%, 52 Pkt. bei 82 Angriffen). Die PSVBG Salzburg hält bei drei Siegen, in ihren Reihen steht die Top-Blockspielerin: Lisa Sernow (24 Pkt.). „Es wird wichtig sein, viel Druck am Service zu erzeugen, um ihre Mittelblockerinnen Sernow und Paige Hill (Foto) bestmöglich auszuschalten. Wir haben viel Power, können jederzeit punkten, egal ob am Service, Block oder im Angriff. Defensiv sind wir ebenfalls gut drauf“, ist Linz-Steg-Coach Roland Schwab optimistisch.

„Linz hatte bisher alle Ligakontrahenten fest im Griff. Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir sehr mutig auftreten, viel Risiko nehmen und eine überragende Leistung bringen“, weiß PSVBG-Trainer Ulrich Sernow. Kapitänin Ingrida Schwaiger ergänzt: „Wir haben nichts zu verlieren, sondern können nur dazu lernen.“

Die UVC Graz-Damen rund um Anna Sucha, der besten Annahmespielerin (71% perfekte Ann.) und drittbesten Scorerin (117 Pkt.) der Liga, haben nur einen Punkt weniger gesammelt als Linz-Steg, allerdings ein Spiel mehr bestritten. Bei den Erzbergmadln Trofaiach/Eisenerz steht mit Julia Mitter die Spielerin mit den meisten geschlagenen Assen (18) im Kader. Insgesamt erzielte sie bereits 110 Punkte, was Platz fünf in der Scorerinnenliste bedeutet. Dennoch konnte ihr Team erst zwei Siege verbuchen und ist nur Vorletzter. „Ein Derby ist immer etwas Besonderes und Trofaiach/Eisenerz wird sicherlich alles versuchen, um zu gewinnen. Sie haben ja nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Wir müssen weiterhin Vollgas geben, um den zweiten Platz zu verteidigen“, beschreibt Graz-Außenangreiferin Birgit Helminger die Ausgangslage. Sportdirektor Frederick Laure pflichtet ihr bei: „Wir dürfen nicht lockerlassen und müssen in jedem Spiel alles geben, um vor Sokol/Post zu bleiben. Der zweite Platz nach dem Grunddurchgang ist unser erklärtes Ziel, damit wir uns direkt fürs Halbfinale qualifizieren.“

Klar zu favorisieren ist auch Sokol/Post mit Liga-Topscorerin Sonja Katz (151 Pkt.) bei den PB Volleys aus Perg. Der Überraschungsfinalist der vergangenen Saison hat nach einem Kaderumbruch noch nicht richtig in die Spur gefunden. „Ihnen ist letztes Jahr einfach alles aufgegangen. Sie konnten aber viele Spielerinnen nicht halten, haben heuer erst drei Siege zu Buche stehen. Wir müssen mit drei weiteren Punkten aus Oberösterreich heimkehren“, gibt Sokol/Post-Vizeobmann Karl Hanzl die Marschrichtung klar vor.

Die Wildcats Klagenfurt konnten sich mit vier Siegen in Folge auf Platz vier vorarbeiten, liegen bereits fünf Punkte vor dem starken Aufsteiger TI-esssecaffè-volley, allerdings auch vier hinter Sokol/Post. Am Samstag hat das Team rund um Diagonalangreiferin Lucia Aichholzer den nächsten „Dreier“ eingeplant. Schließlich reist man als haushoher Favorit zum abgeschlagenen Schlusslicht TSV Hartberg, das noch keinen Satzgewinn verbuchen konnte.

Im Innsbrucker Derby kämpfen Gastgeber VC Tirol und TI-volley um Platz fünf. Beide Teams halten bei drei Siegen, wobei der Aufsteiger einen Punkt mehr erkämpfen konnte. Es ist zwar das erste DenizBank AG VL-Aufeinandertreffen der Stadtrivalen 2019, aber nicht das erste der Saison. Im Austrian Volley-Cup-Viertelfinale am 10. November setzte sich TI-volley in vier Sätzen durch. Samstagabend werden die Karten freilich neu gemischt, können doch die Trainer diesmal auch auf Legionärinnen zurückgreifen.

TI-volley-Headcoach Roe Hernandez plagen allerdings Personalsorgen. Neben der langzeitverletzten Martyna Walter, fallen nun auch die Leistungsträgerinnen Tina Plattner und Elisa Caria aus. „Jammern nützt bekanntlich nichts. Gut, dass wir einen breiten Kader haben. Jetzt werden eben Spielerinnen mit bisher weniger Einsatzzeiten vermehrt zum Einsatz kommen und sollen ihr Können unter Beweis stellen“, erklärt Hernandez. Kapitänin Sarah Örley gibt sich zweckoptimistisch: „Wir werden unser Bestes geben und versuchen, den einen oder anderen Punkt aus dem Landessportcenter zu entführen. Gelingt´s uns nicht, werden wir gezielt weiterarbeiten und uns auf´s nächste Spiel fokussieren!“

DenizBank AG VL Women, 9. Runde

23.11., 18:00: VC Tirol vs. TI-esssecaffè-volley
23.11., 19:00: SG Erzbergmadln VBV Trofaiach/WSV Eisenerz vs. UVC Holding Graz
23.11., 19:00: SG Prinz Brunnenbau Volleys vs. SG VB NÖ Sokol/Post
23.11., 19:30: PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg vs. ASKÖ Linz/Steg
23.11., 19:30: TSV Sparkasse Hartberg vs. ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt

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SPORTLIVE/PM/RED