Austrian Volley Cup geht in heiße Phase

  • 26. Oktober 2017

Seit dem vergangenen Wochenende stehen die Viertelfinalpaarungen im Austrian Volley Cup fest. Das Achtelfinale brachte keine großen Überraschungen, wiewohl es besonders bei den Herren einige sehr spannende Begegnungen gab. Alle Favoriten sind weiter im Titelrennen und spielen am 5. November um den Einzug in die Top 4!

Klare Ausgangslagen im Viertelfinale
Mit einer Ausnahme, das AVL-Duell zwischen PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg und VBV Trofaiach, verliefen die Achtelfinali der Damen relativ entspannt. Einzig die Mozartstädterinnen machten es zuhause gegen die Steirerinnen spannend und mussten trotz zweimaligem Satzvorsprung in den Entscheidungssatz. Den gewannen sie jedoch souverän mit 15:7 und stehen damit im Viertelfinale.
Dort erwartet sie nun das Team der SG Kelag Klagenfurt, das im Achtelfinale gegen ATSE zwar einen Satz abgeben musste, sich letztlich dennoch souverän für die nächste Runde qualifizierte. Die Klagenfurterinnen können auf eine Mischung aus Damen- und Nachwuchsnationalteamspielerinnen setzen und gelten daher als Favorit auf den Aufstieg.
Noch klarer sind die Rollen in den weiteren drei Viertelfinalbegegnungen verteilt. Titelverteidiger UVC Holding Graz trifft im steirischen Derby auf den Zweitligisten VBC Krottendorf. Obwohl sich Krottendorf in der neuen Saison bislang stark präsentierte, wäre alles andere als ein klarer Erfolg der Grazerinnen eine Überraschung.
Ähnliches gilt im Match zwischen dem Zweitligisten SSV HIB Liebenau und Serienmeister SG VB NÖ Sokol/Post. Zwar zogen beide Teams souverän ins Viertelfinale ein. Im Gegensatz zu SSV HIB Liebenau kann SG VB NÖ Sokol/Post aber auf eine Vielzahl von Routiniers zurückgreifen, die schon so manche Cup- bzw. Meisterschaftsschlacht geschlagen miterlebt haben. Sokol/Post fällt damit eindeutig die Favoritenrolle zu.
Im zweiten AVL-Duell im Viertelfinale zwischen TI-funbox-volley und SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg sind die Oberösterreicherinnen zu favorisieren. Sie sind einem ihrer Saisonziele, dem Einzug in die Top Vier im Cup, bereits sehr nah. Dass die Innsbruckerinnen im Cup auf zwei wichtige Säulen mit ausländischen Wurzeln verzichten müssen, drängt die Prinz Brunnenbau Volleys noch mehr in die Favoritenrolle.

Austrian Volley Cup Damen, Viertelfinale
UVC Holding Graz – VBC Krottendorf
SSV HIB Liebenau – SG VB NÖ Sokol/Post
SG Kelag Klagenfurt – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
TI-funbox-volley – SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg

Sechs von sieben AVL-Teams im Titelrennen
Obwohl es im Achtelfinale zeitweise nicht danach aussah, stehen sechs der sieben Erstligisten im Viertelfinale. Während sich die erklärten Titelfavoriten aus Graz und Amstetten einmal mehr souverän präsentierten und keinen Satz abgeben mussten, hatten die vier weiteren Erstligisten schwer zu kämpfen.
Die VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt gewannen gegen den Wiener Landesligisten WAT Tigers Sport zwar mit 3:0, machten am Ende in drei Sätzen jedoch nur zehn Punkte mehr als der Gegner.
UVC Weberzeile Ried im Innkreis musste trotz zweimaligem Satzvorsprung gegen den Zweitligisten VC Voitsberg in die Verlängerung. Der Tie-Break ging mit 15:10 an die Oberösterreicher.
Jeweils mit 3:1 setzten sich SK Posojilnica Aich/Dob gegen VC Hausmannstätten bzw. VBC TLC Weiz gegen Union VBC Steyr durch. Besonders in Bleiburg stand das Match auf Messers Schneide. Gleich drei Sätze endeten mit 25:23!
Im spannenden Duell mit dem VC Mils erwischte es SG Union Raiffeisen Waldviertel. Die Niederösterreicher kamen vor heimischem Publikum nicht über einen Satzgewinn hinaus und schieden damit als bislang einziger Erstligist im Austrian Volley Cup aus.
Im einzigen Zweitliga-Duell im Achtelfinale setzte sich das Hypo Tirol Volleyballteam gegen VC Uniqa Gratwein knapp durch.
Im Viertelfinale bringt auf den ersten Blick nur einen echten Schlager. Am 5. November trifft der heimstarke UVC Holding Graz auf die VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt. Nachdem die Kärntner im Achtelfinale die Pflicht erledigt haben, können sie im Viertelfinale als Außenseiter nun allerdings befreit aufspielen. Eine Rolle, die den unberechenbaren Klagenfurtern durchaus liegen könnte.
Ganz anders ist die Ausgangslage im Match zwischen dem amtierenden Champion SG VCA Amstetten NÖ/hotVolleys und SK Posojilnica Aich/Dob. Hier gelten die Niederösterreicher als haushohe Favoriten, während sich die Bleiburger kaum Chancen auf den Aufstieg ausrechnen dürften.
Offener könnte dagegen das einstige AVL-Duell zwischen VBC TLC Weiz und dem Hypo Tirol Volleyballteam verlaufen. Die Weizer hatten im Achtelfinale gegen Steyr zwar mehr Mühe als erwartet, können mit einem Erfolg gegen Innsbruck nun aber ihren Titelanspruch unter Beweis stellen und unter die Top Vier einziehen.
Im letzten Viertelfinale zwischen VC Mils und UVC Weberzeile Ried im Innkreis sind die Oberösterreicher als Erstliga-Team, das fast ausschließlich auf heimische Spieler setzt, zu favorisieren. Topscorer Helmut Moser (36 Punkte im Achtelfinale, Anm.) könnte den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Austrian Volley Cup Herren, Viertelfinale
VC Mils – UVC Weberzeile Ried im Innkreis
SG VCA Amstetten NÖ/hotVolleys – SK Posojilnica Aich/Dob
VBC TLC Weiz – Hypo Tirol Volleyballteam
UVC Holding Graz – VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt