Aufschlag zur AVL Women

  • 5. Oktober 2017

Am Samstag fällt der Startschuss zur Austrian Volley League Saison 17/18. Den Auftakt machen um 14 Uhr Titelverteidiger SG VB NÖ Sokol/Post und TI-funbox-volley. Weiters trifft die SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg auf den VBV Trofaiach (17.30 Uhr), der VC Tirol auf ASKÖ Linz/Steg (18 Uhr), der TSV Sparkasse Hartberg empfängt die PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg und die SG Kelag Klagenfurt den UVC Holding Graz (beide 19 Uhr).

Nach dem Cupsieg über Linz-Steg wollen die Spielerinnen der SG Prinz Brunnenbau Volleys auch zum AVL-Auftakt in ihrer Donauwell-Arena einen Sieg einfahren. Die vergangenen drei Duelle mit dem VBV Trofaiach gingen jeweils über fünf Sätze. „Wir wollen den Schwung aus dem Cup mit in die Meisterschaft nehmen. Das Ziel ist das Erreichen der Playoffs. Kein leichtes Unterfangen, aber ich bin mir sicher, dass wir dafür die Qualität haben. Trofaiach ist ein Gegner auf Augenhöhe. Ein guter Maßstab, wo wir in dieser Saison stehen“, berichtet Pergs Sportdirektor Josef Trauner. Allerdings müssen die „Prinzessinnen“ auf Kapitänin Julia Gasselseder verzichten. Die 31-Jährige hatte sich gegen Linz-Steg eine schwere Knieverletzung zugezogen und wurde bereits operiert. „Ich hatte am Donnerstag gestern eine Athroskopie und eine Kreuzbandplastik. Der Außenmeniskus war völlig zerfetzt, konnte aber genäht werden. Vom linken Kreuzband waren nur noch ein paar Fasern übrig, die ersetzt werden konnten. Für mich ist die Saison leider beendet was sehr enttäuschend ist“, berichtet Gasselseder.

Die Damen von ASKÖ Linz-Steg erwartet zum Auftakt ein schwieriges Auswärtsmatch beim VC Tirol. Während der Vizemeister die Saison mit nur drei neuen Spielerinnen und dem gleichen Trainerteam in Angriff nimmt, ist beim VC Tirol fast kein Stein auf dem anderen geblieben. Neuer Trainer ist der Däne Michael Jensen. Dazu kommen Spielerinnen aus Kroatien, Griechenland, Großbritannien, Italien und junge Österreicherinnen. „Tirol ist für uns unberechenbar. Umso mehr müssen wir uns auf uns selbst konzentrieren und versuchen, unser Spiel stabil zu halten. Wir haben in der Vorbereitung oft gegen unbekannte Teams gespielt und uns rasch auf sie einstellen müssen. Das wird auch am Samstag gefragt sein“, weiß Linz-Steg-Coach Roland Schwab.

Die PSVBG Salzburg tritt am Samstag in Hartberg an. „Unser Ziel ist es, schnell wieder in den Ligamodus zu kommen und möglichst an die guten Leistungen im Frühjahr anzuschließen. Wir haben in der Vorbereitung hart trainiert, hatten aber leider einige Ausfälle durch Verletzungen“, erklärt PSVBG-Trainer Ulrich Sernow. Kapitänin und Zuspielerin Anna Lisa Engelhart ergänzt: „Wir wollen Hartberg schlagen und die ersten Punkte anschreiben!“ Im Lager der Steirerinnen sieht man das Team aus der Mozartstadt klar in der Favoritenrolle. „Der Gegner hat stark aufgerüstet und wird für unsere junge Truppe wohl eine Nummer zu groß sein. (…) Im Fokus steht ganz klar, dass sich unsere aus dem eigenen Nachwuchs zusammengesetzte Mannschaft in der ersten Bundesliga etabliert. Daher ist jede Unterstützung der Fans“, weiß Hartberg-Manager Markus Gaugl.

Die SG Kelag Klagenfurt startet mit einem Heimspiel gegen den UVC Holding Graz in die neue Saison. „Wir haben eine ausgezeichnete Vorbereitung hingelegt und uns stetig gesteigert. Ich denke, wir sind bereit für ein tolles Match“, ist Klagenfurt-Trainer Helmut Voggenberger zuversichtlich. Graz spielt seit Jahren fast in unveränderter Formation, die Klagenfurterinnen haben ein komplett neues Kollektiv. Die neuformierte Mannschaft will im Kampf um die Top-4 sowohl in der Meisterschaft als auch im Cup ein Wörtchen mitreden. „Viel wird davon abhängen, wie die Routiniers die Younsters führen werden“, so Klagenfurts Sportdirektor Josef Laibacher. Die Grazerinnen rund um Ex-Wildkatze Lucia Aichholzer erwarten eine spannende Partie: „Die Klagenfurterinnen haben viele neue Spielerinnen. Wir wissen nicht viel von ihnen, erwarten aber starke Gegnerinnen. Einer unserer Vorteile könnte sein, dass der Mannschaftskern besser zusammengespielt ist, unsere Kontrahentinnen vielleicht noch Abstimmungsprobleme haben könnten.“

AUSTRIAN VOLLEY League Women, 1. Runde

07.10., 14:00: SG VB NÖ Sokol/Post – TI-funbox-volley
07.10., 17:30: SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg – VBV Trofaiach
07.10., 18:00: VC Tirol – ASKÖ Linz/Steg
07.10., 19:00: TSV Sparkasse Hartberg – PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
07.10., 19:00: SG Kelag Klagenfurt – UVC Holding Graz

Modus AUSTRIAN VOLLEY League Women

  • Grunddurchgang
    • 10 Teams: Hin und Rückrunde
  • Playoff
    • Erster und Zweiter des GD fix im Halbfinale, Viertelfinale Dritter vs. Sechster und Vierter vs. Fünfter (best of 3)
    • Halbfinale (best of 3), Verlierer Viertelfinali spielen um Platz 5 (best of 3)
    • Finale (best of 5) live in  ORF Sport+, Verlierer Halbfinali um Platz 3 (best of 3)
  • Hoffnungsrunde
    • Siebenter bis Zehnter des GD spielen eine Hin- und Rückrunde (Bonuspunkte. 3/2/1/0)
    • Siebenter und Achter  verbleiben in der AUSTRIAN VOLLEY League Women
  • Relegation
    • Neunter der Hoffnungsrunde gegen den Zweiten der 2. BL-Meisterrunde, Zehnter der  Hoffnungsrunde gegen den Ersten der 2. BL-Meisterrunde (best of 3). Sieger spielen 18/19 in der AVL Women.

Teams AUSTRIAN VOLLEY League Women

SG VB NÖ Sokol/Post
Abgänge: Dana Schmit (AUT) Zuspiel, Simona Janeckova (CZE), Diagonal Danijela Nikic (SRB), Mittelblock Sarka Melicharkova (CZE) Libera, Evgenija Milivojevic (MNE) Zuspiel
Zugänge: Julia Frühbauer (AUT) Zuspiel, Tamina Huber (AUT) Libera, Marlene Jahn (AUT) Angriff

Saisonziele: Beim Serienmeister ist die AVL-Titelverteidigung das erklärte Ziel. Außerdem will man in dieser Saison auch im Austrian Volley Cup zuschlagen.

ASKÖ Linz/Steg
Abgänge: Nikolina Maros (AUT) Angriff, Vicky Savard (CAN) Angriff
Zugänge: Veronika Reiner (AUT) Angriff, Maris Below (USA) Angriff, Jennifer Sadler (IRL) Diagonal, Valerie Teufl (AUT) Mittelblock

Saisonziel: Die Oberösterreicherinnen wollen Serienmeister SG VB NÖ Sokol/Post vom AVL-Thron holen.

UVC Holding Graz
Abgänge: Michaela Wengler (AUT) Angriff, Ronja Klinger (AUT) Angriff
Zugänge: Anja Dörfler (AUT) Diagonal, Lucia Aichholzer (AUT) Angriff, Linda Peischl (AUT) Mittelblock

Saisonziel, Trainer Dusan Jesenko: „Nach dem Cup-Titel 2017 steht dieser auch heuer ganz hoch im Kurs. In der AVL ist das erste Ziel das Halbfinale und dann schauen wir, wie weit es geht.“

SG Kelag Klagenfurt
Abgänge: Lucia Aichholzer (AUT) Diagonal, Nina Kontrec (SLO) Angriff, Sabrina Müller (AUT) Mittelblock, Marija Milosavljevic (SRB) Diagonal, Nicole Freller (AUT) Libera, Julia Frühbauer (AUT) Zuspiel
Zugänge: Ana Bajic (SRB) Diagonal, Nikolina Bajic (SRB) Mittelblock, Julia Cvetko (AUT) Angriff, Weeda Krassnig (AUT) Zuspiel, Jessie Niles (CAN) Libera, Anja Trailovic (AUT) Angriff

Saisonziele: In der Austrian Volley League wollen die Klagenfurterinnen unter die Top-4. Besonderes Augenmerk gilt auch der Entwicklung junger Spielerinnen aus der Region.

PSV Volleyballgemeinschaft Salzburg
Abgänge: Paulina Brzoska (POL) Mittelblock, Lucie Vinecka (CZE) Diagonal, Anna Madl (AUT) Libera, Antonija Legcevic (CRO) Angriff
Zugänge: Ingrida Zauere (LAT) universal, Paige Hill (USA) Mittelblock, Dominika Gozdzicka (POL) universal, Lea Weyringer (AUT) Mittelblock

Saisonziel, Zuspielerin Anna Lisa Engelhart: „Wir müssen alles tun, um einen Platz im Oberen Playoff zu erreichen. Das Halbfinale ist unser Traum!“

SG Prinz Brunnenbau Volleys Perg/Schwertberg
Abgänge: Gabi Ambros (AUT) Zuspiel, Ricard Vierlinger (AUT) Mittelblock, Kathrin Kastner (AUT) Libera
Zugänge: Sophie Haselsteiner (AUT) Libera, Diana Mitrengova (SVK) Außenangriff

Saisonziel: Rang sechs im AVL-Grunddurchgang.

TI-funbox-volley
Abgänge: Sarah Markt (AUT) Libera, Natascha Sailer (AUT) Angriff, Monica Piazzolla (ITA) Zuspiel, Stephanie Daxböck (AUT) Angriff, Sophia Feichter (AUT) Angriff, Caterina Segantini (ITA) Mittelblock
Zugänge: Capri Richardson (USA) Mittelblock

Saisonziel, Kapitänin Eva Meindl: „Wir wollen uns als Team weiterentwickeln. Wenn das gelingt, ist ein Platz im Meisterplayoff auf jeden Fall möglich.“

TSV Sparkasse Hartberg
Abgänge: Linda Peischl (AUT) Mittelblock Hanna Ernst (AUT) Mittelblock Julia Gamperl (AUT) Zuspiel Julia Großschedl (AUT) Angriff Maria Hödl (AUT) Mittelblock
Zugänge: keine

Saisonziel, Manager Markus Gaugl: „Wir gehen mit einer sehr jungen Truppe und mit dem sehr erfahrenen Trainer Boris Bujak in die Saison. Wir bleiben unserer Linie treu und wollen mit unseren guten Eigenbauspielerinnen in der Bundesliga erfolgreich sein. Ziel ist der Klassenerhalt, je früher desto besser!“

VC Tirol
Abgänge: Brianna Baemish (CAN) Angriff, Lauren Moncks (CAN) Zuspiel, Ingrid Hanson (USA) Mittelblock, Sarah Örley (AUT) Mittelblock
Zugänge: Ozana Nikolic (CRO) Angriff, Ellina Domnidou (GRE) Aufspiel, Jennifer Tait (GBR) Mittelblock, Patricia Maros (AUT) Angriff, Lisa Schwaiger (AUT) Judith Widauer (AUT)

Saisonziel, Obfrau Therese Achammer: „Wir wollen zu den vier besten Teams in Österreich gehören, wie es uns schon in der Saison 2015/16 gelungen ist, als wir den Vize-Meistertitel feiern konnten!“

VBV Trofaiach/WSV Eisenerz
Abgänge: Sophie Wallner (AUT) Libera, Amanda Peterson (USA), Zuspiel Anna Mayr (AUT) Libera
Zugänge: Katrin Marcher (AUT) Zuspiel, Ulla Siegl (AUT) Angriff, Lena Kaschnig (AUT) Libera, Ronja Klinger (AUT) Angriff

Saisonziel, Manager Gerhard Stroicz: „Wir backen kleine Brötchen, aber das Meisterplayoff zu erreichen und wieder ins Cupfinale einzuziehen, wäre schon schön. Auch über einen Titel im Nachwuchs und Nationalteam-Einberufungen würden wir uns sehr freuen!“