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Thaller: "Richtigen Topfen gespielt!"
31.05.2012 20:29

AUSTRIA Volleyballteam blo(ck)ggt, #5

Zuspieler Max Thaller führt aktuell ein Doppelleben. Mit dem AUSTRIA Volleyballteam greift er ab Freitag in der CEV Volleyball European League in Istanbul an. Als Maturant erwartet ihn Mitte Juni die mündliche Reifeprüfung.

Derzeit ist Lernen für mich das zentrale Thema. Einerseits in Sachen Volleyball, andererseits in Richtung Matura. Den schriftlichen Part habe ich bereits hinter mich gebracht, am 15. Juni geht es mit dem mündlichen Teil weiter. Nachdem ich bisher kaum Probleme in der Schule hatte, mache ich mir darüber zwar kein großes Kopfzerbrechen - ohne Lernen wird's aber wohl auch nicht gehen. Und dass der Anfang ja bekanntlich das Schwerste ist, kann ich leider nur bestätigen. Die Unterlagen liegen alle vor mir, aber es dauert jedes Mal einige Zeit bis ich mich überwunden habe und loslege. Ich kann meine Lehrer an dieser Stelle aber beruhigen - ich werde gut vorbereitet antreten!

Die Matura spielt natürlich auch bei meinen Nationalteam-Aktivitäten eine große Rolle. Nach dem schriftlichen Teil bin ich erst verspätet ins Training eingestiegen. Rund um die mündliche Matura werde ich dann weitere Tage pausieren.
Dafür geht es im Juli noch zwei Wochen mit dem Juniorenteam bei der EM-Qualifikation weiter, während die älteren Spieler bereits ihren Urlaub genießen. Die kurzen Pausen zwischendurch sind für den Trainingsprozess sicher nicht optimal, in diesem Fall aber vielleicht gar nicht so schlecht. Schließlich steht für mich auch im Volleyball das tägliche 'Dazulernen" im Vordergrund.

Wie ich Mitte Mai zum Team gestoßen bin, habe ich mir anfangs aber gedacht ich muss Volleyball erst wieder 'Erlernen". Nach der Pause habe ich einen richtigen 'Topfen" zusammengespielt und war mit meiner Leistung überhaupt nicht zufrieden. Mittlerweile schaut es schon weit besser aus und ich merke, dass ich von der täglichen Trainingsarbeit viel profitiere. Kapitän und Zuspielkollege Oliver Binder ist für mich neben den Trainern der wichtigste Ansprechpartner, denn er gibt mir ständig Tipps. Ohne Lukas Weber ist er die klare Nummer eins und alle anderen Zuspieler müssen sich zuerst ihren Status erarbeiten. Dass mir Teamtrainer Michael Warm gegen Großbritannien gleich im ersten Match zwei Sätze das Vertrauen geschenkt hat, kam für mich deswegen ziemlich überraschend. Anfänglich war ich schon etwas nervös, das hat sich aber schnell gelegt und es hat mir danach voll getaugt.

Zu den European League Spielen in die Türkei und in die Tschechische Republik darf ich jetzt ebenfalls mitfahren. Ich freue mich total und sehe es als eine tolle Möglichkeit internationale Luft zu schnuppern. Nachdem was ich gesehen habe, sind unsere Teams äußerst stark und werden uns voll fordern. Bis zuletzt haben wir uns mit den Gegnern hauptsächlich selbst beschäftigen müssen. Dazu standen zwei Computer mit Videos und den Aufstellungsvarianten der Gegner parat, die wir jederzeit ansehen konnten. Ich finde diese Herangehensweise sehr gut, denn so muss sich jeder Spieler zuerst selbst ein Bild machen und eigene Überlegungen anstellen, bevor das Trainerteam gezielte Informationen liefert und die Taktik präsentiert.

Wenn ich in der Türkei eine Chance bekomme, werde ich versuchen frischen Wind auf das Feld zu bringen und Präsenz zu zeigen. Wir haben auch schon öfter Doppelwechsel mit mir und Diagonalspieler 'Sale" Blagojevic versucht, denn mit ihm bin ich durch die Junioren- und Jugendteamaktivitäten gut eingespielt.

Ich fiebere, wie die gesamte Mannschaft, voll auf den Auftakt in Istanbul hin. Wir werden alles versuchen, um überraschen zu können. - STA/THA


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