Im dritten Spiel des Dreier-Blocks in der Middle European League im Rahmen der Vorbereitung auf die EuroVolley2011 (10.-18.September 2011 in Österreich und Tschechien) musste sich die ÖVV-Herren am Sonntag in Perchtoldsdorf dem MEL-Topklub SK Posojilnica Aich/Dob denkbar knapp 2:3 (26:24, 22:25, 25:20, 19:25, 11:15) geschlagen geben. Die über 200 Zuschauer in Perchtoldsdorf bekamen von den beiden Mannschaften Spitzen-Volleyball geboten.
Im Gegensatz zum Vortag begann Österreich am Sonntag mit Michael Laimer statt Thomas Zass und Marcus Guttmann statt Alexander Berger. Gepusht vom tollen Abschlusstraining mit Thomas Muster auf dem Center Court in der Wiener Stadthalle vor dem Finale der Bank Austria-Tennis Trophy, begann die ÖVV-Auswahl stark. Nach einem 8:3-Blitzstart Österreichs kämpfte sich Aich/Dob in das Spiel zurück, doch die drei 2-Meter-Riesen Guttmann, Laimer und Wohlfahrtstätter sicherten dem ÖVV-Team mit drei Blockpunkten den ersten Satz. Im zweiten Durchgang spielte Österreich weiter befreit auf und konnte den Satz bis zum 22:22 offen halten. Zwei Fehler entscheiden den 2. Satz dann zugunsten der Gäste aus Kärnten. Mit viel Druck am Service, starken Blocks und einer guten Angriffsleistung ging das Team von Teamchef Michael Warm dann sogar 2:1 in Führung, wodurch sich das 'Team Club Austria" einen weiteren Punkt in der Tabelle sichern konnte. Der vierte Satz ging dann aber klar an Aich/Dob. Im 5. Satz erlebten die über 200 Zuseher dann einen echten Krimi. Verteidigungs-Spezialist Sebastian Schweighofer begeisterte mit einige spektakulären Szenen. Bis zum 10:10 konnte sich kein Team absetzen, doch schlussendlich setzte sich die Routine von Aich/Dob durch.Erst am Samstag hatten die einen 3:0 (25:21, 25:19, 25:17)-Sieg bei CEV Challenge Cup Vorjahres-Finalist HAOK Mladost Zagreb (CRO) gefeiert.'Wir haben heute das bisher beste dritte Spiel unserer Dreierblocks abgeliefert. Mit viel Einsatz konnten wir heute einen weiteren Punkt holen. Wir haben an diesem Wochenende wahrscheinlich am meisten gelernt. Sehr erfreulich war, dass wir eine geschlossene Mannschafts-Leistung bringen konnten. Das war ein reifer Auftritt für eine so junge Mannschaft. Nun gilt es für die Spieler in den nächsten Wochen die Zeit bei den Vereinen gut zu nutzen. Im Dezember steht dann der nächsten MEL-Dreierblock auf dem Programm", resümierte Teamchef Michael Warm.
Im zweiten Spiel des Dreier-Blocks in der Middle European League im rahmen der Vorberietung auf die EuroVolley 2011 (10. -18. September 2011 in Österreichund Tschechien) in der restlos gefüllten Halle in Linz mussten Österreichs Volleyball-Herren am Samstag eine 0:3 (23:25,20:25,18:25)-Niederlage gegen Diamant KAPOSVÁR (HUN) hinnehmen. Aufgrund des großen Andrangs mussten sogar einige Fans abgewiesen werden. Das Abschlusstraining für den großen Middle European League-Hit gegen SK Posojilnica Aich/Dob (Sonntag, 19 Uhr in Perchtoldsdorf) absolviert die ÖVV-Auswahl vor dem Finale der Bank Austria Tennis-Trophy am Centre Court der Wiener Stadthalle (Halle D). Gegen Aich/Dob treffen die Österreicher dann mit Gerald Reiser auf einen ihrer Nationalteam-Kollegen.
Im Vergleich zum Vortag trat Österreich stark verändert auf. In der Grundformation standen diesmal Alexander Berger, Simon Frühbauer, Oliver Binder, Thomas Zass, Stefan Kohlegger, Peter Wohlfahrtstätter und Libero Philipp Kroiss. Marcus Guttmann bekam am Samstag von Teamchef Michael Warm ein Pause. Für ihn rückte der 17-jährige Lorenz Koraimann in den Kader nach. Zu Beginn halten die Österreicher mit den Ungarn auch gut mit. Erst gegen Ende des ersten Satzes setzen sich die Gäste etwas ab und gewinnen den ersten Durchgang. Von da an wurde das Spiel der ÖVV-Herren zunehmend unkonstanter. In Folge gibt Headcoach Warm auch den jungen Nationalteamspielern Einsatzzeit. Auch im dritten Satz stimmen Kampf und Einsatz, aber die Österreicher können die tolle Atmosphäre in der vollen Halle nicht in Punkte ummünzen.Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass Österreich in der Annahme um 7 Prozent besser war. Im Angriff war allerdings Kaposvar um 14 Prozent effektiver. Besonders die Blockleistung erwies sich als spielentscheidend: Diese Statistik entschieden die Gäste 11:3 für sich. Topscorer Österreichs war der für VCA HYPO Niederösterreich spielende Tiroler Thomas Zass mit 17 Zählern. 'Wir haben es nicht geschafft die gute Stimmung vom Vortag weiter hochzuhalten und das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Der Druck über das Service war einfach nicht da. Das haben die Ungarn genutzt und die Partie kompakt heruntergespielt. Die Stimmung mit den Österreich-Sprechchören war einfach super. Schon am Sonntag haben wir ein neues Spiel. Gegen das sehr hoch einzuschätzende Aich/Dob haben wir wenig zu verlieren", erklärte ÖVV-Teamspieler Stefan Kohlegger. Warm: "Lernen aus solchen Spielen enorm!"'Ich habe heute sehr gute Ansätze gesehen. Wir mussten aber der fehlenden Erfahrung Rechnung tragen. Allerdings nehmen wir an der MEL teil, um zu lernen und uns weiterzuentwickeln. Insofern haben wir heute sicher mehr gelernt als aus Spielen, die wir gewonnen haben. Wir müssen unsere Ziele, sprich Spieler weiterzuentwickeln, nicht aus den Augen verlieren. Wir haben heute wieder einige neue Spieler eingebaut. Manche haben sich zuletzt toll gesteigert, andere haben gesehen, was sie im Training noch lernen müssen", zeigte sich ÖVV-Teamchef Michael Warm keinesfalls enttäuscht.'Die Partie gegen Aich/Dob wird etwas ganz besonders für uns. Gegen so einen erfahrenen und gut eingespielten Gegner müssen unsere jungen Spieler lernen, mit mehr Geduld und weniger mit der Brechstange zu arbeiten. Auch am Sonntag werden wir wieder viel lernen", ergänzte der Deutsche.Team Club AUSTRIA (AUT) - Diamant KAPOSVÁR (HUN)0:3 (23:25,20:25,18:25)90 MinutenTopscorer Österreich: Zass 17, Frühbauer 9, Kohlegger 6
Zum Auftakt des zweiten Dreier-Blocks der ÖVV-Auswahl in der Middle European League unterlag die ÖVV-Auswahl (Team Club Austria) in Enns nach 1:57 Stunden zwar mit 2:3 (25:22, 25:22, 23:25, 10:25, 12:15), dennoch wurde das Spiel von beiden Seiten überaus positiv aufgenommen. Da bei den hotVolleys viele österreichische Teamspieler unter Vertrag stehen, trat ÖVV-Teamchef Michael Warm mit einer stark veränderten Mannschaft (auch ohne die Routiniers Gavan, Schneider und Reiser) an und nützte diese Situation, um neue Kräfte zu testen. Erstmals standen in der MEL in einer Partie zeitweise elf Österreicher auf dem Feld. hotVolleys-Manager und ÖVV-Präsident Peter Kleinmann war von der Darbietung beider Mannschaften angetan: 'Das Nationalteam ist knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt, hat schon mit 2:0 in Sätzen geführt, ehe beim 23:23 die Wende kam... Seit heute ist wohl jedem hotVolley-Spieler klar, dass es für ihn kein Fixleiberl für die EuroVolley gibt. Das war ein gleichwertiges Spiel mit einer überraschend starken Leistung dieser Formation des Nationalteams." Ähnlich sah es auch Michael Warm: 'Die hotVolleys haben heute nervös begonnen. Es ist ja auch emotional schwer, gegen das Nationalteam zu spielen. Mich hat besonders gefreut, dass die vier Debütanten in der Nationalmannschaft mit viel Freude und Emotion gespielt haben. Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir ein paar Spieler mehr haben, die mit uns diesen Weg gehen wollen. Das macht mir viel Freude. Am Samstag spielen wir in Linz gegen Kaposvar, da spielen dann auch die hotVolleys-Spieler wieder bei uns: Ich erwarte mir eine sehr gute Leistung meiner Mannschaft." Dass es mental nicht einfach ist, als Teamspieler gegen das Nationalteam zu spielen, unterstrich auch Michael Laimer (mit 24 Punkten Topscorer der hotVolleys): 'Für mich war das auch Stress, weil man sich natürlich gegen das Team extra beweisen will." Sprich um seinen Platz kämpfen muss. 'Duelle" gibt es da einige: Zass - Laimer (Diagonal), Binder - Weber (Auf) und Kohlegger, Ichovski und Wohlfahrtstätter (Block) matchen sich untereinander um die Plätze. Auch auf der Libero-Position will Kroiss Laure die Nr.1-Position streitig machen. Am Freitag allerdings hat der Hypo-Tirol-Spieler herausragend gespielt. Laure: 'In der MEL kann das Nationalteam in richtiger Besetzung wohl jeden schlagen. Diese Mannschaft hat viel Potenzial. Wer sie unterschätzt, macht einen großen Fehler." In der Grundformation standen diesmal Weber (Aufspiel), Zass (Diagonal), Kohlegger, Ichovski (Mitte), Guttmann, Schweihofer (Außen), Laure (Libero). Dazu erhielten gleich vier Nationalteam-Debütanten Spielzeit: Koraimann (Graz), Nagy (Enns Lokalmatador), Postl (Hartberg) und Kohlhauser (Hartberg). Topscorer Österreich: Zass 25, Kohlegger 14, Guttmann 11